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Schülerunions-Seminar

2 Kommentare

Nach einigen Tagen des bloglosen Lebens möchte ich in Zukunft pro Tag einen Beitrag schreiben, jedenfalls solange die Qualität nicht darunter leidet.

Böser Zwerg: Welche Qualität?

Letztes Wochenende war Schülerunionsseminar, wo ich an „Politik zum Anfassen“ teilgenommen habe, dazu habe ich einen etwas längeren Text geschrieben, allerdings mit Hand, da ich keinen Computer in der Nähe hatte. Der Beitrag ist auch etwas länger geworden, daher ist er nicht auf der Startseite.

Am Freitag, den 21.04.2006 haben wir uns um 10:45 am Hauptbahnhof von Innsbruck getroffen, welcher moderner als der Flughafen ist.

Um 11:13 fuhr der Bus los und da ich meinen Discman in der Wohnung meiner Schwester vergessen hatte, fing ich gleich mit dem „Zwischenstück-Papier-Ersatz-Blog-Schreiben“ an. Was ich da geschrieben habe werde ich allerdings noch in einem eigenem Beitrag veröffentlichen, weil es mit dem Seminar nichts zu tun hat.

Der Name des Seminars war „Spring Jam“ und auf der tiroler Schüleruionshompage werden wahrscheinlich auch bald Fotos davon auftauchen.

Das Seminar wurde gemeinsam von der Tiroler und Niederösterreichischen Schülerunion in Bad Aussee (Steiermark) veranstaltet.

Während der Fahrt habe ich noch etwas geschlafen, bevor wir in dem Jugend & Familiengästehaus Bad Aussee ankamen und unsere Zimmer bezogen haben.

Danach wurden wir durch losen vier verschiedenen fiktiven politischen Gruppierungen zugeteilt.

Die Vorgaben des Politikplanspiels waren, dass wir, eine Gruppe österreichischer Schüler, seit einem Jahr auf der Insel Niederrol, welche aus einem Konflikt zwischen Lucky-Land und Turskystan hervorging, regierten. Das bisherige Parlament war gleichmäßig unter den vier Gruppierungen aufgeteilt und es standen wieder Wahlen an.

Der Trainer meiner Gruppe war Schax-Max, welcher uns zu Beginn sehr gut erklärte was wichtig ist und worauf wir achten sollten, nachdem er uns noch geholfen hatte eine Hierarchie in die Gruppe zu bringen ließ er uns freie Hand und gab uns nur hin und wieder Tipps.

Die Gruppierungen waren (die Namen wurden jeweils selbst gewählt, die politische Richtung war vorgegeben):

radikal (orange) – XPN Die extreme Partei Niederrols (dieser gehörte ich an)

konservativ (grün) – Die Grünen

öko-liberal (pink) – The Pink Pants

christlich-sozial (gelb) – den Namen habe ich vergessen, aber ich werde ihn später noch eintragen

Somit ging der Wahlkampf los.

Unsere Partei arbeitete nach meiner Meinung um einiges effektiver, als die anderen und so haben wir bereits am ersten Tag mehrere Pressemeldungen hinausgegeben und damit einen Großteil der Themen vorgegeben. Insgesamt waren es in den zwei Tagen (am dritten Tag war nur noch Elefantenrunde und Wahl) 16 Pressemeldungen.

Die christlich-soziale Partei war mit 7 am zweit“lautesten“ und dir restlichen zwei kamen nicht über eine bzw. gar keine hinaus, da ich ein Bild nicht als Pressemeldung zähle.

Zu den Christlich-Sozialen ist muss man auch sagen, dass sie erst am zweiten Tag verstanden haben, dass es in den Spiel um das fiktive Niederrol und nicht um Österreich geht. Obwohl sie diesen Fehler durch eine unsere Pressemeldungen mitbekommen und sich mehr schlecht als recht herausgeredet haben, war der österreichische Adler weiterhin als ihr Parteilogo präsent. Dies war jedoch nicht der einzige größere Ausrutscher dieser Partei. Die beiden Spitzenkandidaten haben nach dem Verwechslungsskandal einfach mal bekannt gegeben, dass sie nach der Wahl heiraten wollen, was einerseits nicht mit christlich-sozial vereinbar ist und andererseits sollte man ein solches Spiel ernst nehmen.

Aber auch die anderen Parteien haben Fehler gemacht. Unsere Partei hat meines Wissens nur drei Fehler begangen. Hin und Wieder Rechtschreibfehler in den Pressemeldungen. Ein etwas falsch formulierter Satz unserer Pressesprecherin in der Elefantenrunde: „Wir haben als erste Partei eine Pressemeldung rausgeschickt:" Sie hätte noch dazufügen sollen, dass unsere Partei sich nach der Wahl auch so intensiv für das Land einsetzen wird. Der dritte und vermutlich größte Fehler war, dass wir gegen jede andere Partei, gegen manche mehr gegen manche weniger, geschrieben und sie schlecht gemacht haben. Im realen Leben wäre das vermutlich nicht so schlecht, da im Spiel allerdings die Mitglieder der anderen Parteien unsere Wähler waren haben wir uns damit ins eigene Bein geschossen.

Die schönste Aussage, die mir in diesem Zusammenhang noch in Erinnerung ist war: „Ich habe euch nicht gewählt, weil ihr mir zu radikal gewesen seid.“ Durch die Spielvorgabe, dass wir die radikale Partei waren, habe ich diese Aussage richtig ermunternd nach der Wahlniederlage gefunden.

Ich habe in den drei Tagen einiges gelernt und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, am Tag Wahlkamp zu führen und in der Nacht zu feiern.

Ich möchte mich an dieser Stelle auch an allen Beteiligten für dieses interessante, lustige, spannende Wochenende bedanken. Weißensee kann ich leider nicht mitfahren, da ich zu dieser Zeit gerade auf Klassenreise bin.

Notiz am Ende: 748 Wörter und eine Woche später kann ich nun endlich den kompletten Beitrag veröffentlichen

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

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2 Kommentare An der Unterhaltung teilnehmen

  1. netter beitrag… die bilder fehlen noch :-) oder ich hab sie übersehen.. mein pc stirbt gerade…

    jedenfalls freue ich mich über deinen weißensee bericht

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  2. Hey Luca, spät aber doch find ich auch zu dieser Site!

    Ich finde es gut dass dir das Spring Jam so super gefallen hat! Einen großen Dank an dir nochmal für deine Arbeit, ich hoffe wir können wiedermal auf einem Seminar ähnlich viel Spaß haben und dabei noch soviel dabei Lernen (ja, das solls geben)!

    Schade dass du nicht mit warst in Weissensee, aber es gibt ja noch ein nächstes Jahr! ;)

    MFG
    Jochen Huber
    Geschäftsführer XPN – Die Extreme Partei Niederrols
    WIR MACHEN DIE ZUKUNFT!

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