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Kombitabilität

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VoD, IPTV,… ist ja alles ganz toll, aber mir fehlt jetzt schon die Kommunikationsfähigkeiten zwischen den Geräten.

Es heißt immer, dass jetzt alles kabellos geht, aber durch die immer größer werdenden Datenmengen und supertolle Verschlüsselungssystem stimmt es so einfach nicht. Wer will schon ein 30 Meter langes HDMI-Kabel durch das Haus legen womöglich noch in mehrere Räume, meist sind dafür gar nicht die Vorraussetzungen gegeben. Und irgendwie braucht man dann ja auch eine Verbindung für die Fernbedienung.

Zurück zu den Geräten.
Da steht nun ein normaler Satreciever (Premiere-tauglich), eine Skybox und vielleicht kommt noch ein Arena-tauglicher Reciever hinzu. Das sind dann schon alleine für das Sat-Fernsehen drei Boxen. Hin und wieder will man auch noch etwas aufnehmen, also kommt noch ein DVD-Recorder mit HDD dazu bzw. ein sogenannter Wohnzimmercomputer. Die DVD-HDD-Kombination ist dann auch wieder äußerst umständlich zu bedienen, weil man einerseits den Kanal beim Reciever umschalten muss und dann die Aufnahme der Festplatte starten, aber das ganze bringt für HD-Medien gar nichts, weil durch HDPC jegliche Aufnahme unterbunden wird. Nach dem Festplattenrekorder geht das Signal dann zum Medienreciever des Fernsehers und nicht zu vergessen von jedem Reciever und dem DVD-Player und später dann auch von der Playstation ein optisches Kabel zur Surroundanlage.
Da kommt man dann auf fast zehn Fernbedienungen, natürlich gibt es Universalfernbedienungen, aber bei manchen Geräten ist das Bedienen mit anderen Fernbedienungen um einiges schwieriger, als mit der dafür vorgesehenen.

Ich würde mir ein Gerät wünschen das diese ganzen Funktionen integriert hat, wo man einfach die verschiedenen Smartcards reinstecken kann, welches die Surroundanlage steuert und natürlich auch aufnehmen kann.
Sehr schön wäre es, wenn man auch HD-Material aufnehmen könnte, von mir aus wird das Brennen oder sonstiges ausgeben, außer auf den Fernseher, unterbunden. Das Gerät könnte dann auch gleich 802.11n unterstützen, damit man alles zu verschiedenen Medienrecievern streamen kann.
Das ganze kann dann auch zehntausend Euro kosten.

Es gibt bereits viele Versuche mehrere Geräte in einen Wohnzimmercomputer zu packen, aber das ganze wirkt alleine schon durch die Tatsache, dass die Windows Media Center Edition kein DVB-S unterstützt, lächerlich.
Ich weiß, dass es ein paar hervorragende Open-Source-Alternativen gibt, die die MCE um Längen schlagen, aber bei solchen Varianten haben viele Hersteller Angst, dass dadurch alles viel leichter raubkopiert werden könnte und was weiß ich.

Sehr beeindruckend finde ich das dreissigtausend-Euro-System von Kaleidescape (http://www.kaleidescape.com/). Da ist die Technologie und das Know-How vorhanden und ich bin mir auch zimmlich sicher, dass große Firmen dieser Firma vertrauen. Es ist ein geschlossenes System mit welchem man DVD-Filme einmal eingelesen einfach und geütlich auswählen und anschauen kann. Wenn man nun noch ein zusätzliches Modul entwickeln würde, welches zu allen Pay-TV Anbietern kompitabel ist und Aufnahmen einfach über EPG programmieren kann. HD und VoD könnten sich perfekt in das System integrieren.
Allerdings muss ich sagen, dass mir selbst mit all diesen Funktionen dreißigtausend Euro zuviel sind, aber es gäbe sicher genug, die es kaufen würden und so könnte man das Ganze billger produzieren und vertreiben.

Heutzutage schauen viele Unternehmen viel zu sehr nur auch sich und es gibt zuviele Standarts, die untereinander nicht kompitabel sind.
Ich hoffe, dass die Firmen in Zukunft ein bisschen mehr auf Kompitabilität und Bedienfreundlichkeit setzen, anstatt auf supergroßes Angebot.

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

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