Monat: September 2006

  • Nachbarschaftshilfe

    In letzter Zeit häufen sich Klagen (z.B.: Steinhöfel gg Rainer) oder Androhungen von Klagen gegenbüber Bloggern, ausgehend von Firmen, die glauben sich alles erlauben zu können und sich unangreifbar fühlen.

    Ich hab mich bisher aus all diesen Angelegenheiten rausgehalten. Ich dachte mir, dass ich ein kleiner Blog bin und da wohl eher nicht viel ausrichten kann und mich da Sachen ja nicht direkt etwas angehen. Ich habe aber auch nicht vor immer lieb und brav zu sein, meine Meinung zu verhüllen und Zucker durch die Gegend zu blasen.

    Den Firmen muss langsam klar werden, dass sie nicht unantastbar sind, weil sie viel Geld in Anwälte stecken können. Sie müssen verstehen, dass es heutzutage nicht mehr geht, Abmahnungen an jeden zu schicken, der ihnen nicht passt. Das erinnert ja schon an Zeiten, wo unliebsame Personen einfach weggesperrt wurden, heute nicht von politischen Gruppierungen sondern von arroganten Firmen. Statt dass man uns einsperrt, verbietet man uns unsere Meinung zu sagen. Meinungsfreiheit kennen manche Firmen wohl nicht.

    Der Grund für meine Aufregung ist der Fall Unister gg Andreas Dittes.
    Andreas ist Student. Er hat nichts gegen Unister. Er wollte Unister vermutlich nur helfen. Er ist nämlich auf eine Sicherheitslücke gestoßen, über welche man auf die Datenbank von Unister zugreifen kann. Er hat jedoch, anstatt die Sicherheitslücke zu veröffentlichen, eine Email an Unister geschrieben, um sie darauf aufmerksam zu machen. Er hat sogar geschrieben wie man sie schliessen könnte. Er hat auch geschrieben, dass er dies zwei Tage später in seinem Blog veröffentlichen wird. Er wollte damit erreichen, dass man sich bei Unister beeilt, damit die Daten nich länger ungeschützt sind. Weiters hat er ganz korrekt seine Kontaktdaten angegeben, für etwaige Rückfragen.

    Anstatt sich jedoch zu bedanken, hat ihn am nächsten Tag der Geschäftsführer von Unister, Thomas Wagner, telefonisch gemeldet. Jedoch nicht um irgendein Zeichen von Dank zu zeigen, sondern um zu behaupten, dass Andreas sich mehrmal strafbar gemacht hätte und wenn er in irgendeiner Form über Unister negativ schreiben sollte oder gar das Sicherheitsloch preis gäbe, dann würde man ihn mit Klagen überhäufen. Als Student könne er sich sowieso nicht wehren. Man drohte sogar an seine Blog nach weiteren Verstößen zu durchsuchen.

    Andreas war vertändlicherweise eingeschüchtert. Hat sich dann aber ab an Udo Vetter vom Lawblog gewendet, welcher ihm gesagt hat, dass es nicht gesetzeswidrig sei darüber zu schreiben.

    Daraufhin hat Andreas den Fall gebloggt. Er hat nichts negatives über Unister geschrieben, sondern nur die Lage erklärt.

    Ich finde es einfach nicht richtig, dass eine Firma mit Klagen droht, wenn jemand auf einen Fehler aufmerksam macht. Deshalb wünsche ich Andreas viel Glück und hoffe, dass sich alles zu seinem Gunsten entwickelt.

    Kleinbloggerdorf hat inzwischen viele Einwohner, die innerhalb von Minuten Meldungen an tausende Personen bringen können. Die Mundpropaganda erledigt den Rest. Das riesige Netz aus Bloggern hält gut. Die einzelne Person ist nicht mehr wehrlos.

    Update: Es gibt nun einen Ersatzlink für den Beitrag, vermutlich wegen der massiven DDOS-Attacken, die seit diesem Vorfall auftauchen. Bisher wurde keine Verbindung zwischen den Attacken und Unister festgestellt.

    Update 2: Ich gebe zu, dass ich nicht ausreichend recherchiert habe und möglicherweise mich von der großen Welle dazu verleiten habe lassen einfach gutgläubig anzunehmen, dass es so richtig ist, wie es in vielen Blogs steht.
    Ich bitte sie daher auch die Kommentare zu lesen und sich selbst ein Bild zu machen.

  • Homework

    It’s funny. My English homework is to make a blog entry. I make every day blog entries, so it shouldn’t be very hard.

    First I thought about do make an entry about my journey to Leipzig, but I have already wrote about it so often and there are some things left, which I want to but into a conclusion-entry, which will make the end to the Games Convention entry series, but I want to make that in German. Another thought was to make an entry about my day in diary-style, but my day wasn’t very interesting and so it wouldn’t make much sense to blog about it.

    Finally I decided to write about blogging, because I mean, that not everybody in my class really know what blogging means. It won’t be a professional description, but it should only show what blogging could mean.

    For many people a Blog means an online-diary, but in reality that was just the beginning of blogs. Today there are many different forms.

    So let us see what Wikipedia says about blogs: Blog is the contraction universally used for weblog, a type of website where entries are made, displayed in a reverse chronological order.

    And that’s it. You could write about all you want. It doesn’t matter if you write about your life, about a special topic or just post every day a poem. You can post an entry every five minutes or every month. There are entries with just an word and other with thousands of sentences. Some blogs are written by more than one author. Some bloggers even don’t write, but the draw.

    There are only two things, which are important for blogs. The reversed chronological order and, that there are entries.

    Blogs are "located” in the, so called, Blogosphere. Many German authors call it "Kleinbloggerdorf”. That means that many blogger know each other through their blogs and they read each other and also write sometimes about an entry from someone else.

    It’s a very interesting topic and you can’t ever know all connections and it’s often hard to understand the whole construct. There are so many more things you can know about blogs, but it’s late and I want to go to bed.

    That’s one of the best things in blogs. You haven’t to do anything you don’t like and so you can, for example, stop an entry whenever you want and go to bed.

  • Donnerstag

    Es ist 19:45, als ich kraftlos die Haustüre aufschliesse. Mein Kopf schmerzt. Meine Füße schmerzen.

    Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich mich einfach ins Bett lege und alles vergesse oder noch ein paar Sache erledige, die bis morgen fertig sein müssen.

    Das Zweitere erschien mir doch sinnvoller und so hab ich mich nach einem Teller Gries-Nockerl-Suppe hingesetzt und mit der Arbeit begonnen.

    Ich bin noch nicht fertig.

    Deshalb freue ich mich schon darauf, wenn ich morgen um 13:35 aus habe und wieder einmal Zeit habe einen längeren Eintrag zu schreiben.

  • In drei Tagen bist du tot

    Hollywoodfilme schaffen es nur noch sehr selten, Gedanken manchmal, die Nacht schon lange nicht mehr. Ich habe nur noch selten Angst.

    Hollywoodfilme folgen einfach zu oft einem Schema, sind voraussehbar. Da helfen auch die supermegaüberspeziellen Spezialeffekte.

    Letzte Woche kam ein österreichischer Film ins Kino. Von der Presse wurde er mehrmals gelobt. Daher bin ich mit zwei Freunden zur Premiere gegangen. Letzte Reihe, Mitte, versteht sich. Hab da einen kleinen Tick. Vor uns saßen drei Mädchen, die durch ihr Gequatsche und Gekicher mehrmals die Atmosphäre störten.

    Trotz der guten Kritiken, hab ich mir nicht viel erwartet. Zu Beginn war ich auch nicht sehr begeistert. Die ersten Szenen erinnerten mehr an einen durchschnittlichen Fernsehfilm, wäre da nicht die ausgezeichnete Vertonung gewesen. Die Musikstücke waren auch vom Anfang bis zum Ende äußerst gut.

    Die Spannungskurve steigt dann immer stärker an und die Qualität wird dadurch erst sichtbar. Ich wurde in den Film hineingesaugt und habe mit den Akteuren mitgefühlt, als wäre ich selbst dabei. Beim spannendsten Teil musste ich meinen Pullover als Decke benützen so kalt war mir. Alles um mich war unwichtig, ich war nur noch im Film.

    Bam. Vorbei war die Atmosphäre. Ein paar Mädchen fanden es gerade sehr amüsant zu diesem Zeitpunkt in den Kinosaal zu kommen und sich dabei lautstark zu unterhalten und zu lachen. Selbst auf ihren Sitzen hörten sie minutenlang nicht damit auf, trotz meiner Bemerkung, dass sie leise sein sollen.

    Da schaffte es der Film dann leider nicht mehr richtig mich in die Handlung hineinzuziehen, wie zuvor.

    Der Film ist aufgezeichnet und sehr empfehlenswert, allerdings sollte man gute Nerven haben oder eine Person an die man sich klammern kann.

    Bei einer Szene habe sogar ich mich vor Schmerz gekrümmt.

  • Vielleicht

    Vielleicht hab ich keine Struktur in meinem Blog.

    Vielleicht hab ich mich falsch verhalten.

    Vielleicht hab ich meine Prioritäten falsch gesetzt.

    Vielleicht hab ich übertrieben.

    Vielleicht sind meine Texte nur schlechte Plagiate.

    Vielleicht gibt es mich gar nicht.