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GC06 VI – Spore

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Verspätet, aber heute will ich euch endlich von Spore auf der GC erzählen. Von dem Spiel, das mich am meisten beeindruckt hat.

Am Samstag hab ich etwa eineinhalb Stunden auf die Vorstellung von Spore durch Will Wright auf der EA-Bühne gewartet. Bis es soweit war hab ich Loco Roco gespielt.

Will Wright hat alle Level bis auf den ersten vorgestellt, wobei der letzte ein Endloslevel ist, wo es aber trotzdem immer wieder neue Sachen zu entdecken gibt und man das gesamte Weltall mit den eigenen Kreaturen bevölkern kann.

Die ersten paar Level sind eigentlich sogar verschieden Genres, wo man seine Kreatur direkt steuern kann. Ein einem muss man zum Beispiel Nahrung finden, sich paaren und die Eier vor Feinden schützen.

Das aus meiner Sicht wichtigste Level ist jedoch das letzte, bis man zu diesem kommt sollen nur vier Stunden Spielzeit vergehen, man kann jedoch in jedem Level so lange bleiben wie man will. Bis zum letzten Level hat man eine eigene Kreatur erschaffen und sie immer weiterentwickelt, vom Einzeller bis zu einer Zivilisation.

Bei der Zivilisationsstufe kann man dann Raumschiffe bauen und mit einem Transportstrahl, der sich auch zum Black & White ähnlichem Figuren herumwerfen eignet, Kreaturen von der eigenen Zivilisation oder sonstige Lebewesen des Heimatplaneten in das Raumschiff laden und dann zu einem anderem Planeten fliegen. An dieser Stelle sieht man dann wie unendlich groß das Spiel eigentlich ist. Man kann herauszoomen bis man mehrer Sternensysteme sieht, und weiter bis man einen Sternennebel (wie die Milchstraße) sieht und dann noch weiter, so dass man mehrere Sternenebel sieht. Es sind auch auf manchen Planeten Überraschungen versteckt.

Wenn man nun auf einen anderen Planeten gereist ist und dort möglicherweise auf eine andere Kultur stößt, hat man mehrere Optionen. Man kann freundschaftliche Kontakte knüpfen oder einen Krieg beginnen.

Beginnt man einen Krieg, kann es sein, dass jene Kultur Raumschiffe zu unserem Heimatplaneten schickt und, wenn er keine guten Verteidigungsanlagen hat, vernichtet.

Sind wir jedoch siegreich und wir haben die andere Kultur ausgelöscht, können wir unsere Spuren vernichten indem wir andere Planeten auf den angegriffenen hinaufziehen, auf die gleiche Weise bekommt man auch Wasser auf einen Wüstenplaneten.

Man kann andere Planeten auch besiedeln und sie durch terraforming bewohnbar machen.

Der Clou bei dem Spiel ist, dass jeder Planet, jede Kreatur und jedes Fahrzeug anders ist. Dies funktioniert indem der Computer fast nichts selbst generiert, sondern alles von den Leuten, die das Spiel spielen erschaffen wird.

Man kann alle Kreaturen, Fahrzeuge, Gebäude, Planeten selbst in einem ausgeklügelten Editor selbst designen und diese werden dann sobald man online geht auf einen Server hochgeladen und Objekte von anderen Spielern heruntergeladen. Es ist jedoch glücklicher und traurigerweise nicht so, dass man live sieht was die anderen Spieler machen. Traurigerweise, weil ich es interessant finde anderen über die Schulter zu schauen und man dann direkte Interaktionen mit ihnen machen könnte. Glücklicherweise, weil man sonst sehr viel Zeit mit der Verteidigung der eigenen Planeten beschäftigt wäre und man meist unter Stress stehen würde und daher nicht die ganze Vielfalt des Spiels entdecken könnte.

Es wird möglich sein andere Spieler zu einer Favoritenliste hinzuzufügen und so immer die neusten Kreationen des jeweiligen Spielers zu bekommen.

Wenn man so mit dem Raumschiff durch das Weltall fliegt kann man Planeten und die Fauna und Flora derselben mit einem speziellen Strahl scannen. Die dadurch gesammelten Daten kommen in die persönliche Sporepedia, welche als Kartensystem aufgebaut ist.

Jedes gescannte Sonnensystem bekommt dann eine Karte, auf der die wichtigsten Daten, wie etwa die Planetenanzahl, vermerkt sind. Von dieser Karte kommt man dann zu den Karten der Planeten des ausgewählten Sonnensystems und von denen geht es weiter zu den Karten, der dort ansässigen Kreaturen. Das Kartenlayout ist an jenes, diverser Tradingcardgames, angelehnt.

Wenn man nicht alles selbst kreieren und designen möchte, kann einfach fertige Kreaturen, Häuser, Schiffe,… von anderen Spielern verwenden. Dadurch entgeht einem aber sehr viel.

Spore ist genial.

Obwohl er kein konkretes Ziel hat, kann man es stundenlang spielen, sowie seinem Entdeckerdrang und seiner Kreativität freien Lauf lassen.

Zu Recht wurde es zum Best (of GC) PC-Game gewählt.

Für mich wird es der Grund für einen neuen PC sein.

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

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  1. Dafür fallen mir eigentlich noch mehr Gründe ein… aber das ist ein sehr guter, da hast du recht! Spore vor!

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