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verletzt

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Er liegt immer noch am Boden.

Über seine Wange strömt ein Rinnsal aus Blut und tropft unaufhörlich auf den Boden.

Sein Körper ist übersäht mit Wunden.

Sein Gesicht ist jedoch nicht schmerzverzerrt, sondern er hat die Augen geöffnet, sie verlieren sich in der Unendlichkeit.

So liegt er leblos da, hin und wieder zuckt ein Arm oder Bein. Verlassen und einsam, in einem Hinterhof, mitten in der Großstadt. In einem Eck wirbelt ein Luftzug ein paar Blätter durch die Luft und lässt sie wieder zu Boden sinken. Es ist dunkel. Rundherum ist alles grau. Eine schwarze Katze schleicht an der Hauswand entlang. Er liegt leblos da.

Als er ein letztes Mal all seine Kräfte gesammelt hat, um ihr versöhnlich die Hand entgegenzustrecken, hat sie sie Weggestoßen und ihm noch einmal in die Seite getreten. Das Blut, welches aus der pulsierenden Wunde trat, hat seinen Pullover durchtränkt, während sie mit Tränen in den Augen gegangen ist.

Ich weiß nicht wie ich seine Wunden verarzten soll, ich fühle mich machtlos, hilflos.

Ich kann nur hoffen, dass er, wenn die Schmerzen überwunden sind, wieder aufrecht gehen kann.

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

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  1. Wenn man unsere Blogs so ließt, könnte man (unter anderem) auf schwere Depressionen und akute Suicidgefahr schließen.
    Tut mir leid, aber ich verstehe einfach nie, von wem du überhaupt schreibst! War das vielleicht nachdem ich gegangen bin? War ja klar dass ich noch was verpasse!
    Erinnert mich allerdings schwer an die gängige Reaktion von Mädchen auf meine Konversationsversuche…

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  2. Manchmal, da habe ich das Gefühl, du beschreibst etwas sehr direkt. So dass man gar keinen Zweifel daran haben kann, worum es geht. Aber es fühlt sich so an, als würdest du an etwas anderes denken und etwas anderes meinen. Etwas viel tieferes, manchmal vielleicht auch etwas viel persönlicheres. Einerseits willst du, dass jemand das bemerkt, andererseits auch nicht. Kann das sein? Denn manchmal schüttelt es einen beim Lesen ganz arg und man wird ein bisschen melancholisch.

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  3. Ich schütte mich aus, meine tiefsten Gefühle, alles. Oft kann man sie nicht direkt beschreiben, aber meist codiere ich sie absichtlich, aus Angst, aus Selbstschutz, um andere nicht zu verletzen.

    Es stimmt, ich will dass die zweite Ebene verstanden wird und zugleich will ich es nicht.

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