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kalte Einsamkeit

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Sie wird nicht mehr zurückkommen.

Einsam sitzt er in seinem Zimmer. Regen prasselt gegen die Scheibe. Draußen weht ein eisiger Wind. Welke Blätter werden durch die Allee geblasen. Die Bäume sind nur noch kahle Stämme. Der Himmel ist grau. Ein Auto fährt vorbei, wirbelt Laub auf, biegt um die Ecke. Es ist wieder still. Nur sein Herz schlägt noch. Langsam, regelmäßig. Seine Hand hängt leblos hinunter. Sein Mund ist geschlossen. Der Herbst hat alles fest im Griff. Er zieht die Decke fester um sich.

Ihm ist als ob sie sich gerade ein letztes Mal an ihn schmiegt. Er fühlt ihre Hand. Ihm wird klar, dass es das letzte Mal ist. Ihr auch.

Sie wollen es aufrechterhalten. Klammern sich fest. Es ist vorbei.

Er versteht nicht. Er will nicht verstehen, er kann nicht verstehen.

Er schließt die Augen, versucht zu vergessen. Erste Schneeflocken fallen auf die Erde.

Ihm ist kalt. Nichts kann ihn so wärmen, wie sie es tat.

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

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