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Zarte Flocken

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Meine nackten Füße hinterlassen schmale Abdrücke in der Schneedecke. Ich spüre die Kälte nicht. Mein Shirt flattert im Wind. Der Himmel ist klar. Tausende Sterne versuchen meine Gedanken zu zerstreuen. Ich bleibe stehen. Setze mich. Der Schnee fühlt sich weich an.

Kein künstliches Licht erhellt diese Nacht. Nur der fahle Mondschein lässt mich die Konturen der Bäume erkennen.

Ich lege mich hin. Mein Kopf sinkt sanft in den Schnee. Ich blicke nach oben. In die Unendlichkeit. Unbeweglich, wie die Sterne am Himmel hängen, liege ich da.

Es war ein wichtiger Tag für mich. Ich habe ein weiteres Teil in das Puzzle meiner Persönlichkeit eingesetzt. Bin froh, dass mir meiner Eltern einen groben Umriss gegeben haben. Beinahe hätte ich ein falsches Teil verwendet.

Eine Sternschnuppe zieht über den Horizont. Erinnert mich an die Ziele, die ich erreichen will.

Der Wind hat sich gelegt, es beginnt wieder zu schneien. Die ersten Flocken schmelzen auf meiner Haut. Dann bleiben sie liegen. Decken mich zu.

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Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

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