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zarte Blüte

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Einöde. Verfallene Häuser. Die Luft ist klar. Der Boden mit Staub bedeckt. Dunkle Wolken. Kein Fleckchen blauer Himmel. Eintönig grau.

Zwischen zwei zusammengefallenen Gebäuden, mitten im Schutt, ein winziger Farbpunkt. Rot.
Eine winzige Knospe. Klein und zerbrechlich. Sie beginnt sich zu öffnen. Langsam. Man sieht es kaum.
Sie hat es geschafft in dieser rauen Welt zu keimen. Zu wachsen, doch ihre Zukunft ist nicht sicher. Noch steht ein langer Weg vor ihr.

Ich sammle Steine. Sie braucht Schutz vor dem Wind. Baue einen Wall rundherum. Behutsam blase ich den Staub von ihr. Suche nach fruchtbarer Erde. Ohne Erfolg. Eine Pfütze mit klarem Wasser hab ich gefunden. Mit meinen Händen versuche ich ihre Wurzeln mit dem Nass zu kühlen. Ein bisschen Schlamm festigt ihren Stand.

Wachsen muss sie selbst. Würde ich die sie öffnen, wäre sie bald verwelkt und würde grau werden wie ihre Umgebung.

Ich sitze neben ihr. Warte und hoffe.

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

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