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Abkühlung

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Soeben hab ich mit W. geredet. Er meinte ich solle es einfach vergessen. Sie hat sowieso kein Recht dazu so etwas zu sagen. Vergessen und mich amüsieren. Dann hat er mir das Bier in die Hand gedrückt und ist zur Tanzfläche geschlendert.

Nachdem ich einen großen Schluck getrunken habe, drehte ich mich noch einmal im Kreis, um zu sehen, ob sie noch da ist. Ist sie aber nicht.

W. springt schon wieder auf der Tanzfläche herum. In bester Stimmung, wie man es von ihm gewöhnt ist. Er strahlt nur so vor Lebensfreude.

Ich stelle das Bier auf den Tisch, gehe nach draußen. Als ich die Tür öffne kommt mir die kühle Luft entgegen.

Es ist dunkel. Nur zwei Straßenlaternen beleuchten den Platz.

Wahrscheinlich hat sie Recht.

Ich setze mich auf eine der vier Bänke. Sie ist aus Stein. Die Kälte durchdringt meinen Körper.

Ein kleine Gruppe kommt heraus, geht lachend an mir vorbei, hat mich nicht bemerkt. Ich bin ganz froh darüber.

Erinnerungen werden wach. Als ich damals am See kniete. Tränen steigen in meine Augen.

Ich will damit abschließen. Trockne mit dem Hemdärmel meine Augen.

Lächelnd gehe ich wieder hinein.

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

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