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Orientierungslos

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Die Sonne brennt auf seinen Kopf. Rund um ihn Sand, nichts als Sand.
Seine Haut brennt, schält sich ab. Die Augen sind geschwollen.
Der Wind beginnt wieder zu wehen. Bläst ihm die Sandkörner ins Gesicht, auf die Arme, auf die Beine. Wie Nadeln stechen sie. Die Augen zusammengepresst kämpft er sich die nächste Düne hoch, in der Hoffnung dahinter etwas zu erkenne. Immer wieder rutscht er Stück um Stück hinunter, geht schneller, sinkt ein, rutscht.
Oben angekommen, blinzelt er mit einem Auge, versucht etwas zu erkenne, doch da ist nichts, nichts als Wüste. Der Sandsturm verhindert, dass er weiter sehen kann. Nimmt ihm die Hoffnung. Doch er geht weiter. Will nicht aufgeben. Er weiß nicht wohin, weiß nicht was ihn erwartet. Lässt sich von seinem inneren Kompass leiten.
Sein Mund ist ausgetrocknet, er hat kein Wasser mehr, schmeckt den salzigen Sand, der über seine aufgeplatzten Lippen reibt. Seine Kleidung ist zerschlissen, gibt ihm keinen Schutz mehr.
Er stolpert, rutscht, die Düne hinab.
Steht wieder auf. Muss weiter.

Weiter.

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

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