Artikelformat

Selbsterkenntnis

2 Kommentare

Die Idee ist da. Hält mich fest. Ich sehe das Bild, die Szene vor mir. Beginne zu schreiben, doch die Wörter fließen nur langsam, zäh wie Honig. Nach ein paar Sätzen komme ich ins stocken. Lese die bereits vorhandenen Wörter durch. Bin unzufrieden. Wut steigt in mir auf. Wut auf mich selbst. Wut auf meine Unfähigkeit. Aggressiv streiche ich alles wieder durch. Schmeiße den Stift weg. Muss aufstehen, mich bewegen. Langsam bekomme ich mich wieder in den Griff. Versuche mich abzulenken. Selbsterkenntnis

Ich weiß, dass sehr viele schöner schreiben als ich und merke, dass ich nicht mehr für mich schreibe, sondern für Klicks, für Besucher für die Statistik.

Aus demselben Grund fühle ich auch nichts mehr beim Schreiben, die Texte sind leer und flach. Ich habe mein Ziel aus den Augen verloren.

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

| | | Newsletter

2 Kommentare An der Unterhaltung teilnehmen

  1. Sowas passiert schneller als man denkt. Aber wenn Du das Problem erkannt hast, kannst Du daran arbeiten. Jeder von uns hat mal Phasen, wo er nur belanglosen Mist schreibt. Aber dann kommt eben doch wieder ein Hammer, auf den man stolz ist. Da muss man durch ;)

    Antworten

  2. Ein Problem war sicher, dass ich mich selbst fast schon gezwungen habe täglich einen Beitrag zu veröffentlichen. Früher bin ich in der Nacht aufgewacht und konnte erst wieder einschlafen, wenn ich meine Gedanken aufgeschrieben habe. Es gab einfach Beiträge, die mich selbst beim Lesen noch berührt haben.

    Das „für-die-statistik-schreiben“ hat dann einfach die Gefühle verdrängt.

    Nun möchte ich wieder nur noch schreiben, wenn es auch aus mir kommt.

    Antworten

Schreibe eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.