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kaltes klares Wasser

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Ich tauche ein, in das klare Wasser.

Kurz höre ich lautes rauschen, dann ist es still. Nur meinen Herzschlag nehme ich noch wahr. Der See ist eisfrei, Schnee liegt keiner mehr. Bewegungslos lass ich mich hinabsinken. Über mir sehe ich die Oberfläche glitzern. Das Wasser ist klar.

Ich habe das Falsche gemacht, weil ich nichts gemacht habe. Hunderte Szenarien habe ich in meinem Kopf durchgespielt. Wie es darauf ankam hab ich mich wie immer verhalten. Bin da gesessen, habe beobachtet. Die Kälte durchdringt meinen Körper. Ich bin nicht jemand, der herumscherzt oder viel redet. Wenn ich etwas sage meine ich es ernst. Niemanden kann ich vorwerfen, dass er oder sie sich falsch verhalten hätte. Ich habe mich selbst für jenen Weg entschieden. Wusste, dass er einsam ist, aber ehrlich. Mein Herz schlägt langsamer. Ich hatte Angst so über Dinge zu sprechen, wie ich sie sah. Hatte Angst etwas kaputt zu machen. Doch das Nichthandeln hat mehr zerstört als ich ruinieren hätte.
Mir wird schwarz vor Augen, als ich versuche an die Oberfläche zu kommen.

Ich liege am Ufer. Mir ist kalt.

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

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