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Skyline

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Fast auf Zehenspitzen schleiche ich durch den hell erleuchteten Gang. Laut dem Plan, welcher im Zimmer hing, müsste ich bald beim Pool ankommen. Ich hab es nicht mehr ausgehalten. Umgeben von Leuten, die alles besser wissen, die mir nicht glauben, die mir ihre Meinung aufzwingen. Kein nettes Gespräch, keine anregende Diskussion. Wie ein Lautsprecher, den man nicht abschalten kann. Ich bin gegangen, so weit dass ich ihn nicht mehr höre. Ob sie mich nicht verstehen wollten oder nicht konnten spielt jetzt keine Rolle mehr.
Es ist kurz nach zwei. Vor etwa drei Stunden bin ich eingetroffen. Am Ende des Ganges sehe den Durchgang. Skybar and Pool. Ich biege nach rechts ab, steuere eine kleine Türe an. Staff only. Im Flieger führte ich ein interessantes Gespräch. Ein äußerst neugieriger Mensch, der, wo immer er ist, jeden Winkel erkundet. Im Warwick Seattle Hotel war er schon öfters. Der Pool ist ab Mitternacht geschlossen. Die Türe fürs Personal ist immer geöffnet. Überwachungskameras gibt es keine. Der Nachtwächter bleibt meist im Erdgeschoss. Der Raum ist finster. In ein paar Meter Entfernung scheint ein schwaches Licht unter einer Türe durch. Ich taste mich der Wand entlang. Drücke vorsichtig die Klinke hinunter.
Der Pool ist liegt direkt neben der Bar. Der Raum ist nur geringfügig beleuchtet. Zwei Notausgangschilder und ein paar Scheinwerfer im Pool. Ich stelle mich an das riesige Panoramafenster. Stille. Für ein paar Minuten genieße ich die herrliche Aussicht.
Dann lasse ich den Bademantel auf eine Liege fallen und gleite ins Wasser.

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Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

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