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Ich suche dein Gesicht in der Menge. Dachte nicht, dass so viel los sei. Du gehst nicht ans Handy, wahrscheinlich hörst du es nicht. Vielleicht ist auch die Nummer falsch. Ich habe dich noch nie am Handy erreicht. Ein kleiner Junge rempelt mich an, blickt mir verdutzt ins Gesicht und läuft weiter. Ich sehe ihm noch einen Moment nach, dann verschwindet er wieder zwischen den Menschen. Warum haben wir ein Einkaufzentrum ausgesucht? Hier gibt es weder nette Lokale noch sonst einen Ort, wo man gut reden kann. Ich mag diese vor Hektik berstende Atmosphäre, wenn ich alleine bin. Wenn ich gemütlich schlendern kann, ohne Verpflichtungen, ohne Ziel, die Leute anlächelnd. Doch jetzt schaue ich mich selbst nervös um, dich suchend. Seit einer viertel Stunde solltest du da sein. Direkt vor dem kleinen Zeitungsladen haben wir ausgemacht. Dieses Mal würde es klappen, du warst dir so sicher und ich habe dir geglaubt. Alle Guten dinge sind drei. Jemanden versetzen ist jedoch kein gutes Ding. Mein Freund meinte ich sei dir nicht wichtig. Ich wollte es nicht glauben. Doch jetzt stehe ich schon wieder alleine da. Ich habe zwei Termine verschoben, um mehr Zeit für dich zu haben. Ich werde es dir nicht vorhalten. Ich werde es dir nicht einmal sagen. In meiner Hand spüre ich deinen Brief. Wenn ich an die letzten Sätze denke, durchströmt mich eine wohlige Wärme. Sofort ist jeglicher Zweifel weggeblasen. Ich werde auch das nächste Mal alle Hebel in Bewegung setzen, um dich zu treffen. Nur deine Anwesenheit kann und will ich nicht erzwingen.

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

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