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Alles in Ordnung

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*tuuut tuuut tuuut*
„Hallo, hier spricht Luca Hammer. Haben sie meine Untersuchungsergebnisse bereits erhalten?“
„Warten sie bitte einen Moment. … Es ist alles in Ordnung.“
„Vielen Dank. Auf Wiederhören.“
*tuuuuuut*

Erleichterung? Schon ein bisschen, aber nicht in dem Ausmaß in dem ich es erwartet habe. Es ist mir egal, ich nehme es wie es kommt, habe ich gesagt. Ganz so unwichtig war es mir nicht. Ich habe mir viele Gedanken darüber gemacht. Überlegt, wie es wäre, wenn ich genau wüsste wie viel Zeit ich noch hätte. Verdammt. Mir hat der Gedanke gefallen. Keine unberechtigten Hoffnungen. Keine Ausreden, dass ich es mache um es später leichter zu haben. Einfach leben. Einfach genießen.

Es wäre anderen Menschen gegenüber, denen es wirklich schlecht ginge, ungerecht. Wahrscheinlich habe ich es mir auch zu leicht vorgestellt. Ich wollte entscheiden, ob es bessere wäre ohne Therapie wenig Zeit zu haben und dafür keinen Strapazen oder umgekehrt. Sobald es mir schlechter gegangen wäre hätte ich mich verabschiedet und wäre gegangen, einfach so. Das könnte ich auch jetzt. Leider.

Warum fällt mir das alles so leicht. Mir tun die Personen Leid, die es nicht verstehen. Ich will es ihnen erklären. Ob es bei allen funktionieren würde?

Ich habe mir vorgenommen mich zu ändern, egal wie das Ergebnis aussieht. Wäre es positiv, würde es mir leicht fallen. Doch jetzt ist es viel komplizierter. Ich kann es einerseits nicht verneinen, aber andererseits fühle ich mich nicht stark genug mich zu verändern. Ein bisschen vielleicht. Für andere nahezu unbemerkbar.

Ich habe so viele Pläne, so viele Dinge, die ich noch erleben will. Ich sollte froh sein, dass alles in Ordnung ist.

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

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