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in zehn Jahren?

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Draußen ist es noch dunkel. Ein kühler Lufthauch streicht über mein Gesicht. Meine Freundin schläft noch. Vorsichtig ziehe ich meinen Arm unter ihrem Kopf weg. Sie dreht sich auf die andere Seite, schläft weiter.
Möglichst leise gehe ich ins Bad. Duschen, Zähne putzen, rasieren.
Nach kurzem Überlegen ziehe ich doch den Anzug an. Das Treffen mit Peter ist geschäftlich und sehr lange kenne ich ihn auch noch nicht. Er hätte ein interessantes Angebot meinte er am Telefon. Was es genau ist, weiß ich noch nicht. Er musste dann gleich weiter.
Zwei Scheiben Vollkornbrot mit Butter und Marillenmarmelade, dazu eine Tasse Kräutertee. Für meine Freundin hol ich frische Croissants beim Bäcker. Zusammen mit einem Glas Orangensaft und einer Kanne Tee stelle ich sie ins Schlafzimmer.
Sie öffnet die Augen ein bisschen. Blickt mich traurig an. Vielleicht ist es auch die Müdigkeit. Ich muss los. Streiche ihr sanft die Haare aus dem Gesicht und gebe ihr einen Kuss.

Im Auto fällt mir wieder ein, dass Markus mich heute am Abend treffen will. Ich habe ihn seit dem Studium nicht mehr gesehen. Es ist sofort nach dem Abschluss nach Amerika und erst vor ein paar Tagen wieder zurückgekommen. Nach dem Treffen mit Peter werde ich ihn anrufen. Jetzt muss ich aber noch schnell in die Firma.

Peter erwartet mich um elf in einem Kaffee in der Innenstadt.

Das Gespräch hat zwei Stunden gedauert. Es geht um ein neues Projekt. Dauer ein bis zwei Monate. Die Bezahlung wäre nicht schlecht, aber das Projekt reizt mich einfach nicht. Ich werde mich trotzdem genauer damit beschäftigen. Vielleicht mache ich es ja doch oder fungiere zumindest als Berater.

Bald ist es zwei und ich habe immer noch nichts gegessen. Zuvor muss ich aber noch in die Firma. Halbzeitbesprechung mit dem Auftraggeber eines anderen Projektes. Bisher ist es sehr gut gelaufen und wir liegen gut im Zeitplan.

Hat doch etwas länger gedauert. Vier Stunden haben wir diskutiert. Der Auftraggeber ist zufrieden mit der bisherigen Arbeit, deshalb will er, dass wir das Projekt länger betreuen als geplant. Dadurch ergeben sich aber Terminkollisionen mit anderen Projekten. Wir werden zusätzliche Leute einstellen müssen. Bis Montag muss ich den Zeitplan überarbeiten und einen Kostenvoranschlag ausarbeiten.

Mit Markus habe ich mich acht zum Essen getroffen. Wir sind dann noch in eine Bar gegangen. Er hat in Amerika zusammen mit drei Freunden eine Eventmanagement-Firma gegründet. Sie hatten ein paar erfolgreiche Aufträge und haben sich danach wieder aufgelöst.

Gegen elf bin ich heimgekommen, habe schnell die Mails überfolgen und ein paar Zeilen geschrieben. Irgendwann nach Mitternacht hat mich meine Freundin dann ins Bett gezerrt.

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

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