Monat: März 2007

  • Bei Freunden

    Wetten, dass… – Liveblogging bei MC Winkel
    Das ist wie mit guten Freunden vor dem Fernseher zu sitzen.

    Finjas Freund Wombat hat mit einer Klotür Werbung für whudat.de gemacht. Gesehen habe ich sie leider nicht.

    In den Kommentaren bin ich auf Lenny_und_Karl getroffen. Schöne Texte im Blog. Gefällt mir.

    Freue mich schon auf das nächste Mal.

    und nicht vergessen: mc4wettendass

  • Knock Out

    Vorsichtig, doch blitzschnell angelte er mit seinem Arm den Stifthalter vom Schreibtisch.

    Daraufhin hörte er ein sehr verwundertes Geräusch, das in der Schrift schwerlich wiederzugeben ist. (So in etwa „Hnjwaaa?") Und bevor Mort überhaupt realisieren konnte, dass sein Plan soweit aufgegangen war, bückte sich die Sekretärin, um die Stifte wieder einzusammeln. Dabei saß er jedoch immer noch vor dem Tisch, weil er nicht schnell genug reagieren hatte können. Die logische Folge daraus war, dass die Dame ihn sah.

    Er sah sie an, und sie ihn. Aber nicht lange. In dem Moment, als sie den Jungen so unvermuteterweise direkt vor sich bemerkte, begann sie zu schreien. Doch auch damit hörte sie gleich wieder auf, denn sie war vor Schreck aufgesprungen. Das wiederum war aufgrund des direkt über ihr befindlichen Schreibtisches nicht zur Gänze möglich, und sie schlug sich den Kopf an.

    Knock out.

    Mort konnte es nicht fassen. Damit wäre das Problem gelöst.

    Doch Mort war ganz und garnicht zufrieden. Freilich tat die Dame ihm leid. Ihr etwas zuleide zu tun war nicht, was er im Sinn gehabt hatte. Einen Moment lang glaubte er, sie wäre tot, doch das war natürlich nicht der Fall (das hätte ich ja sonst viel dramatischer ausbauen müssen).

    Was nun?

    Um das klarzustellen, eigentlich soll man in so einer Situation natürlich unbedingt den Krankenwagen rufen. Damit ist nicht zu spaßen; in Comics und Filmen mit niedrigem Budget und hohem Unterhaltungswert mag ständig jemand als Folge eines Schlages auf den Kopf das Bewusstsein verlieren, doch in der Realität passiert das eher selten. Und wenn, dann ist es, wie gesagt etwas ernstes – die arme Frau könnte eine schwere Gehirnerschütterung, einen Schädelbasisbruch, oder Verletzung der Gehirnrinde davongetragen haben. Ihr Kurzzeitgedächtnis könnte völlig unbrauchbar geworden sein, sie wäre bis an ihr Lebensende labil. Oder tatsächlich tot. Ja, das ist garnicht so abwegig.

    Mort jedoch rief keinen Krankenwagen, er verständigte nicht einmal Dr. Bramarbas. Irgendwann werdet ihr, meine geschätzten Leser (sofern ihr diese bleibt), erkennen, dass das eine weitere schlechte Idee war, auch wenn sie zu der Zeit wie eine Gute erschienen sein mag.

    Die Tür zum Büro von Dr. Bramarbas stand ihm nun offen.

  • Mein Schreibtisch II

    So schnell kann es gehen. Gestern groß geredet und heute innerhalb von ein paar Stunden den Schreibtisch aufgeräumt:
    Schreibtisch aufgeräumt

    Die Uhrzeit hab ich auch umgestellt.

  • Mein Schreibtisch

    Eine Woche war ich nun abstinent. Zumindest weiß ich jetzt, dass einen das Bloggen nicht so schnell loslässt. Fast immer, wenn ich in Gedanke versank musste ich daran denken, ob ich das bloggen könnte. Habe zwei Geschichten aufgeschrieben, die ich noch tippen muss und mit hoher Wahrscheinlichkeit hier veröffentlichen werde. Nichts besonderes.

    Auf meinem Schreibtisch herrscht derzeit das Chaos:

    Schreibtisch
     


    Der Bildschirm steht nur temporär da, ist sehr praktisch um Dinge auszulagern, auf die man immer wieder einen Blick wirft.
    In den nächsten Tagen werde ich aufräumen und dann wieder ein Bild veröffentlichen.

    Wie es mit dem Inhalt, dem Thema des Blogs weitergeht weiß ich noch nicht so genau, aber das wird sich vermutlich von selbst entwickeln.

    Notiz am Ende (wird nicht wieder dauerhaft eingeführt): Verwende für diesen Beitrag übrigens ScribeFire, mal schauen ob ich das in Zukunft öfters machen werde. Vielleicht kommt auch eine Rubrik, in der ich wöchentlich bestimmte Geschehnisse und Beiträge aus Kleinbloggersdorf huldige oder an den Pranger stelle. Wer weiß…

  • Faustisches Streben

    Kurzerhand entschloss Mort sich nach einer Therapiestunde, noch länger zu bleiben. Es interessierte ihn brennend, die Notizen von Doktor Bramarbas zu lesen.

    Zuerst verabschiedete er sich von der Sekretärin wie immer, verließ die Ordination, und schlich kurz darauf direkt unter ihrem Empfangstisch auf Knien wieder hinein. Dort blieb er in ihrem toten Winkel sitzen. Doch die Tür zu Dr. Bramarbas’ Büro befand sich direkt gegenüber. Wie sollte er die aufbekommen, ohne von der Sekretärin bemerkt zu werden? Der Doktor selbst therapierte gerade eine Siebzigjährige mit chronischer Onychophagie im Behandlungszimmer, stellte also keine Gefahr dar.

    Hier erwies sich Morts außergewöhnliche Phantasie als nützlich: schnell hatte er einige Ideen und Pläne in seinem Kopf entworfen. Er musste die Sekretärin irgendwie ablenken. Ein Telefonanruf? Nein, er konnte ja nicht gleichzeitig mit ihr telefonieren und sich an ihr vorbeischleichen. Ein Feuer? Er mochte verrückt sein, aber kein Brandstifter. Ein lautes Geräusch? Schon eher. Es musste ja nur eine ganz kurze Ablenkung sein; wenn sie für einige Sekunden in eine andere Richtung sehen musste, oder sich bücken… Das war wohl die beste Idee: sie müsste sich bücken, wenn ihr etwas auf den Boden fiele. Doch da tat sich das nächste Problem auf: Wie brachte er eines der Dinge auf ihrem Schreibtisch dazu, freiwillig auf den Boden zu fallen? Mort, der ja direkt vor dem Schreibtisch, außerhalb der Sichtlinie der Dame auf dem Boden hockte, schielte nach der Tischoberfläche und entdeckte einen Becher mit Stiften. Das wäre perfekt; die Sekretärin wäre eine Weile lang damit beschäftigt, die Stifte wieder aufzusammeln. Er spielte mit dem Gedanken, vorsichtig mit der Hand nach oben zu langen und den bunten Becher von der Tischkante zu stoßen, doch dabei hätte sie ihn mit Sicherheit bemerkt.

    Also kam ihm die gerissene Idee, zwei seiner Ideen zu verbinden.

    Er durchsuchte seine Hosentaschen möglichst geräuschlos nach etwas, das schwer genug war, ein Geräusch zu verursachen, wenn es auf den Boden fiel. Er fand etwas sehr, sehr hartes und stellte, als er es aus der Tasche zog, angewidert fest, dass es ein Glückskeks war. Stimmt, die Sache mit dem seltsamen japanischen Humor. Mort hatte vorgehabt, den Keks später zu essen, doch das war vor drei Monaten gewesen. Wenigstens ist er jetzt für irgendwas gut, dachte Mort und warf die beiden steinharten Kekshälften gegen die Eingangstür der Ordination. Es klopfte zweimal leise, doch gut wahrnehmbar. Mort konnte die Sekretärin hinter dem Schreibtisch ja nicht sehen, doch er nahm an, dass das Geräusch ihre Aufmerksamkeit errungen hatte. Ebenso vorsichtig wie blitzschnell angelte er mit seinem Arm den Stifthalter vom Schreibtisch.