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Gegangen

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Das Hemd riecht noch nach ihr. Sie hat es den ganzen Morgen angehabt. Ich halte es fest, versuche mich zu erinnern wie sich ihr Haar angefühlt hat.

Seit sie gegangen ist habe ich nichts mehr gemacht. Ich bin vor dem Bett gesessen und habe den Abdruck ihres Kopfes auf dem Kopfpolster angestarrt. Das Fenster ist gekippt, die frische Luft zieht an mir vorbei. Sie ist weg.

Ich höre noch immer den weichen Klang ihrere Stimme. Bin nicht fähig abzuschließen.

Es war von Anfang an klar, dass es nichts von Dauer ist. Sie hat es mir gesagt und ich habe genickt. Die Hoffnung hätte nie entstehen dürfen. Es war bloß eine Zweckgemeinschaft. Ich bin über die Grenze gerutscht, ohne es zu wissen, ohne es zu wollen.

Ich konnte nicht. Ich konnte nicht einfach nur genießen und danach, wie sie, abschließen. Sie ist weg.

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

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5 Kommentare An der Unterhaltung teilnehmen

  1. Hi Luca!
    Zuerst mal muss ich Pia zustimmen: wirklich schöner Text!
    Ich bin heute das erste Mal auf deiner Seite und wollte dir nur generell ein Kommentar schreiben, deine Seite ist aber bisl verwirrend… deswegen hier an dieser Stelle:
    Ich bin wirklich überrascht, was ich da heute so gelesen habe- du bist echt talentiert und ich entdecke ganz neue Seiten an dir! Du schreibst echt toll und verfasst wunderbare Gedichte und Texte zum nachdenken! Ich möchte dir sagen, dass ich wahnsinnig stolz auf dich bin und dir das Allerbeste für die Zukunft wünsche!
    Deine Schwester Miriam

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  2. @Pia
    tut gut dein Kommentar zu lesen

    @meine Schwester
    verwirrend? Ich glaube ich muss einmal mit dir ein bisschen über Blogs reden. ;)
    Freut mich, dass dir die Texte gefallen.

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  3. Riecht oder?

    Ich finds schön. Aber sehr traurig schön eben. Und ich höre gerade Interpol, das verstärkt das noch sehr..

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  4. stimmt, danke.

    Habe mir einmal überlegt, ob ich manche Texte mit Musik unterlegen sollte, habe es aber bisher gelassen, weil ich mir nicht sicher bin was wirklich dazupasst. So kann jeder selbst entscheiden.
    Und dann ist da auch noch die Rechtsfrage.

    Antworten

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