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Das weite Meer

1 Kommentar

Sie haben mir ein Boot gebaut und es auf den Fluss gesetzt, den sie für richtig hielten. Lange Zeit sind sie an meiner Seite gefahren. Wann immer ich Hilfe gebraucht habe, waren sie da.

Der Fluss wurde größer, bei Abzweigungen habe immer öfter ich selbst entschieden wohin es geht.

Bisher habe ich alle Stromschnellen überstanden, das Bott trug manchmal Schaden davon, aber ich konnte es reparieren und sogar ausbauen.

Bevor ich auf das Meer komme, muss ich den letzten Abschnitt des Flusses meistern.
Danach bin ich auf mich selbst gestellt. Wenn ich mich von der Strömung treiben lasse, werde ich nicht weit kommen. Ich werde mich selbst von Untiefen fernhalten müssen. Ob das Segel groß genug ist weiß ich noch nicht. Genausowenig ob Wind aufkommen wird.
Manchmal werde ich rudern müssen.

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

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  1. Vielleicht liegt es daran, dass ich heute gezwungenermaßen vier Stunden lang zwei Gedichte interpretiert habe, aber ich glaube tatsächlich zu verstehen, was du sagen willst.
    Wenn dem so ist, geniale Geschichte! Sehr schöner Vergleich.
    Du hättest nur noch die klassische tote Metapher „Flussarm“ einbauen sollen…

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