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Purpurene Fäulnis

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Mir ist kalt, als ich aufwache. Meine Erinnerung ist leer. Die Kleidung klebt an dem Boden, auf dem ich liege. Meine Gliedmaßen schmerzen, mein rechter Arm ist voll mit Blut. Mehrere Schnitte gehen vom Ellbogen bis zu den Fingerspitzen. Ich habe einen bitteren Geschmack im Mund, versuche aufzustehen, breche wieder zusammen. Der Raum ist dunkel, nur ein schwacher Lichtstrahl kommt durch die verschmutzten Fenster. Ich ziehe mich mich an einem rostigem Eisenrohr hoch, versuche zu erkennen, wo ich bin, doch es geht nicht. Ein paar Holzpaletten stehen an der Wand, überall kaputte Möbel. Meine Hand beginnt wieder zu brennen.
Ich kann keine Türe sehen, schleppe mich zur Wand, lehne mich an, sinke wieder zu Boden. Er ist bedeckt mir einer schleimigen Flüssigkeit. Auf Knien krabble ich der Wand entlang, mit der Hoffnung eine Tür zu finden.
Der Boden scheint schief zu sein. Je näher ich der Ecke komme, desto tiefer wird die klebrige Schicht. Ich rutsche, kann mich nicht halten. Immer schneller, der Raum neigt sich. Meine Hände suchen Halt, krallen sich in den Boden. Ein Nagel zerreist meine rechte Hand, mein Schrei erstickt im Schleim. Ich bin eingetaucht, sinke hinab. Mein Strampeln hilft nicht, der Druck wird größer. Ich spüre wie meine Brustkorb zerquetscht wird, die Rippen geben nach. Plötzlich bin ich in der Luft. Mit einem dumpfen Knall schlage ich auf dem Boden auf.

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

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