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sonnenlos

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„Wohin gehst du?“, hat er gefragt. Ich habe mit den Schultern gezuckt, in die Ferne geblickt. Kopfschüttelnd hat er sich wieder hin gelegt.

Jede Welle versucht den Sand unter meinen Füßen wegzuspülen, mir den Halt zu nehmen, doch ich bin nicht mehr der kleine Junge. Ich laufe nicht mehr jedes Mal weg. Winzige Steinchen und Muscheln kitzeln an meiner Fußsohle. Vor mir der endlos scheinende Strand, rechts Pinienwald. In der Ferne die Lichter einer Stadt. Vereinzelt liegen Äste im Sand. Manche verkohlt von den Lagerfeuern, andere vom Meer blankgeputzt, abgeschliffen. Ich greife einen an. Er ist glatt, kalt. Ich zucke zusammen.

Eilig gehe ich weiter. Mit den Augen das Meer absuchend. Nichts. Bis die Sonne aufgeht werde ich zurück sein. Kurz überlege ich auf die Klippen zu klettern. Auf die ersten Strahlen warten, den Wind durch die Haare fahren lassen, das Rauschen genießen. Doch ich fühle mich einsam. Will nicht alleine sein.

Das Wasser schlägt gegen meine Beine, spritzt mir ins Gesicht.

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

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