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Vorwärts

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Es regnet. Kleine Tropfen bedecken den Weg. Schwere Wolken hängen über meinem Kopf. Die Baukräne stehen still. Ich habe meinen blauen Jeans und das graue Sleeveshirt an. Vor drei Tagen war ich das letze Mal zuhause. Am Freitag fahre ich wieder weg. Eine Reise mit einem Freund. Abschluss und Neubeginn. Mein allumfassendes Motto für 2007. Ich höre das Rauschen der Autos, drehe die Musik lauter.

Die Dinge die passiert sind, die ich langsam erfasse. Mir wird bewusst, dass ich mich in diesem Jahr stärker verändert habe, als in den vorhergehenden. Mein Charakter hat sich entwickelt. Eigenschaften, die in meinem innersten entwickelt haben, kehren sich nach außen. Ich werde zu dem, der ich sein will. Die Abstürze sind keine Stürze, sie machen mich nur auf das aufmerksam, was mit mir passiert. Ich muss entscheiden, ob ich das alte oder das neue bevorzuge.

Meine Welten verschmelzen. Zwischenstück. Das war der Name des Blogs, als ich begonnen habe. Er sollte Schnittstelle zwischen Realität und Internet werden. Der Name hat sich verändert, doch der Zweck wurde umgesetzt. Unbemerkbar für die Leser, für die Freunde. Der Veränderung hat sich in mir abgespielt. Wurde durch Geschichten und Gespräche umgesetzt. Das schreiben selbst war Katalysator.

Der Regen spült die Spuren des letzten Falls aus meinem Gesicht. Ich schließe die Augen, sauge die frische Luft ein und ein Lächeln macht sich in meinem Gesicht breit.

Ich suche Strukturen um sie zu brechen. Halte mich nicht an die Regeln, die jemand anders aufstellt. Bloß zum Schein. Es geht nicht um den Staat, um Gesetze oder Brettspiele. Es geht um mein Leben, um Menschen, um all die Dinge mit denen ich täglich in Kontakt komme.

Ich musste mich innerlich komplett verdrehen, um vorsichtig, fast unbemerkt, nach außen mit meinem wahren Ich aufzutreten.

Die Verwandlung ist noch nicht vorbei, das wird sie nie sein, aber ein wichtiger Schritt wurde getan. Weitere werden folgen

Regen prasselt auf mein Gesicht.

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

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  1. Menschen entwickeln sich weiter. Das ist der Gang der Dinge. Aus Erfahrung, aus dem Gefühl heraus, aus der Hoffnung. Tausend Kriterien an denen sich der Mensch orientiert und entwickelt. Zwangsläufig auch Verändert. Aber eine Veränderung sollte nicht gleich „anpassen an andere“ sein. Man muss in Individum bleiben dürfen.
    Schön dass ich dein Blog gefunden habe und mich beim lesen auf weiten Strecken selbst erkennen durfte.

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