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Schmerz

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Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören oder man wird aufgehört.

Ich war fasziniert, wie sich mein Leben entwickelt hat, in welch riesigen Schritten ich die Stiege rauf rannte. Auf einem Hochplateau saugte ich die frische Luft ein. Vor mir ein Gipfel, rund um mich Gipfel. Alles in Reichweite. Plötzlich stürzte ich nach ein paar Schritten. Mir wurde schmerzhaft klar, dass ich nicht der bin, für den ich mich manchmal halte. Ich lag am Boden. Eingehüllt in Schmerzen.

Wenn du am Boden liegst, steh auf.

Langsam krabble ich weiter. An aufrechtes gehen ist noch nicht zu denken. Mein Geist hat sich erhoben. Ich sehe auf mich herab und weiß, dass es weitergeht. Schneller als ich will, werde ich vergessen. Die Gedanken sind woanders. Auf Knien bewege ich mich weiter. Vor mir ein Hindernis. Klein, doch ich muss aufstehen, um hinüber springen zu können.

Das Leben geht weiter. Ich hinke hinterher.

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

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  1. Wenn es am schönsten ist, sollt mensch genießen und keinesfalls aufhören. Aufhören klingt nach Resignation. Krisen als Chancen wahrnehmen und als Möglichkeit, welche Gipfel als nächstes Ziel in Frage kommen könnten, in welchen Etappen, mit wem, in welchen Zeitabständen – träumen von weiteren Gipfeln, und die Abstiege als entspannendes“ ins Tal Gehen“ annehmen können – um weitere Ideen zu sammeln, Träume zu spinnen, Türen zu öffnen und ebenso wieder einige zu schließen, Menschen wirklich kennen lernen, sich selbst immer mehr kennenzulernen – durch das Feedback anderer, durchs Hineinhören in sich, durch ein Leben mit wachen bewussten Sinnen, dass Schmerz wie Freude schenkt – und aus beiden wächst die Kraft zum Eintauchen in die wunderbare Welt in und ausser uns.
    Manchmal tut auch das Krabbeln gut. Dabei sind wir der Erde näher und nehmen alles bewusster auf, vielleicht entdecken wir auch sowas wie „eine Elfe oder einen Zwerg“, weil wir uns auf diese andere Ebene begeben. Auf jeden Fall riechen wir die Erde und finden Blumen, die wir aufrecht nicht einmal erahnt hätten.
    hindernisse sind da, um überwunden zu werden. Daraus wächst unsere Kraft. wenn unser Zwerchfell durchgeschüttelt wird vom Schluchzen der Trauer oder vom Lachen der Lebensfreude, hält uns dies gesund und macht uns frei für Neues. Auf Regenbögen gleitet immer wieder Hoffnung und Zuversicht in unsere Nähe. Manchmal genügt es, mitzugleiten oder zumindest davon zu träumen.

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