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Eine Träne

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Ich drücke sie weg. Warum jetzt, warum heute?

Vor ein paar Wochen hätte ich es verstanden. Die selbe Leere wie Ende letzen Jahres. Vorsichtig setze ich den Fuß in den Schnee. Ein Aufblitzen von Kälte schießt durch meinen Fuß, weiter in den Kopf. Sobald ich sie erfasse, lenke ich sie um. Ein leerer Raum. Nur eine Rückmeldung des Körpers. Wahrgenommen. Nicht weiter wichtig.

Es ist nicht ihr Gesicht, das ich sehe. Keine Konturen. Nur ein Gefühl. Ich kann es nicht abschalten. Langsam schmilzt der Schnee, benetzt meine Haut. Ich beginne zu gehen. Der Mond scheint fahl durch die Wolken.

Schmerz. Machtlosigkeit. Meine Augen sind geschlossen. Immer schneller. Stolpernd.

Sie ist ganz nah, ich spüre ihren Atmen. Wer ist sie? Meine Haut beginnt zu brennen. Nicht wichtig. Ich habe sie schon einmal gesehen. Meine Erinnerung verschwimmt. Irgendwo.

Ich stürze auf meine Knie. Warum jetzt?

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

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