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Die Meinung der anderen

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Wir sitzen auf einer kleinen Bank, vor uns plätschert ein Bächlein. Kein Wind, der durch die Blätter rauscht. Vereinzelt Vögel. Die Sonne lässt das Wasser glitzern.

Vor ein paar Minuten haben wir uns gestritten. Wo wir stehen, wie wir uns nach außen geben. Das Gerede der anderen war wieder Anstoß. Ihr ist es wichtig, was sie denken, während es für mich keine Rolle spielt. Lass sie reden, meinte ich. Sie schüttelte ungläubig den Kopf und erklärte mir, dass sie mit den Personen jeden Tag in Kontakt tretet, dass sie es nicht aushält, wie sie sie immer anstarren und hinter ihrem rücken über sie tuscheln. Ich solle mich bloß ein paar Mal mit ihr zeigen. Die Leute kennen mein Auto besser, wie mich. Immer bin ich unterwegs, hab keine Zeit.

Ich schließe die Augen. Muss nachdenken.

Weil ich mit den Menschen nicht viel anfangen kann. Sie verstehen nicht was ich mache. Sie verstehen nicht warum ich es mache. Sie verstehen nicht woran ich glaube. Schon viel zu oft habe ich etwas erklärt und nur fragende Blicke bekommen. Ich versuche mit interessiert zu geben. Gehe auf sie ein und zeige Aufmerksamkeit. Doch sobald ich eine Idee äußere, einen Verbesserungsvorschlag, blocken sie ab. Ich hätte davon keine Ahnung und solle mich um meine eigenen Problem kümmern. Das mache ich nun auch.

Ich lege meinen Arm um sie. Wärme.

Sie mag die Leute selbst nicht, aber sie braucht ihre Meinung. Sie kann nicht von jedem anerkannt werden. Man kann es nicht allen recht machen. Manche sind unbelehrbar. Es macht keinen Sinn sich so lange mit ihnen zu beschäftigen, sich selbst zu verdrehen, nur damit sie eine gutes Bild von einem haben.

Such dir deine Bewunderer aus und stell sie über den Rest.

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

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2 Kommentare An der Unterhaltung teilnehmen

  1. Sei wie du bist, aber habe den Mut, es ganz zu sein.

    Das ist meine Devise und damit lebe ich gut :-)
    Bewunderer brauche ich keine, es reicht mir, wenn man mich so akzeptiert, wie ich bin.

    Antworten

  2. Ganz ich sein würde ich gar nicht wollen. Ist auch etwas schwierig alles unter einen Hut zu bekommen.

    Bewunderer war vielleicht der falsche Ausdruck.

    Antworten

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