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Blogsünden?

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Ich kann es nicht lassen. Das Lästern.

Bei der Blogparade „Drei tolle Blogs, die kaum jemand kennt“ (mein Beitrag dazu) habe ich mir alle 141 Tipps angesehen. Zehn haben es in den temporären Folder in meinem Reader geschafft. Die stehen nun unter Beobachtung und werden vielleicht einmal präsentiert.

Einer davon ist Der Misanthrop. Der hat einen Beitrag geschrieben. „Bloggen – 7 Todsünden“. Klingt interessant, also hab ich ihn mir einmal angeschaut. Habe mich auch gleich ertappt. An einer Stelle. Das bedeutet dann wohl den Tod von meinem Blog.

Am Ende des Beitrags ist ein Link zur Sympatexters Beitrag „Die 7 Todsünden des coolen Bloggens“. Ein tolles Design übrigens. Anscheinend gibt es nun 14 Todsünden. Gleich fünf mal finde ich mich wieder. Folglich ist mein Blog nicht cool. Aber das ist nichts neues. Ich war nie cool. Wollte ich nicht. Wie soll es dann mein Blog sein.

Ich kenne da noch eine Blogsünde. Man sollte nicht so leichtfertig andere beschuldigen, wie ich es gleich machen werde. Oft ist man selbst nicht besser.

Manche nennen es Ironie des Schicksals. Ich musste nur kurz grinsen.

Schreibe gut oder schreibe gar nicht. Sowohl inhaltlich als auch orthographisch. Vermeide verschachtelte Nebensätze und Rechtschreibfehler (einer pro 1.000 Anschläge ist ok). Lerne das von dass zu unterscheiden. Seit ihr euch klar, das der Text sonst total doof aussieht?

Früher habe ich immer schadenfroh auf seideit.de verwiesen. Mach ich heute auch noch. Auch wenn mir die Seite nicht mehr gefällt.

Ich finde Kritik gut. Auch bei sich selbst.

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

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  1. Ausnahmen bestätigen die Regeln und Regeln wurden und werden von Leuten gemacht für andere Leute, die nicht darum gebeten haben.
    Alte Rechtschreibung, neue Rechtschreibung, kann ein Mensch „recht“ schreiben? Schreibe ich richtig, wer nimmt sich das Recht, über eine andere Person zu urteilen, ob und wie diese Person „rechtens richtig“ fühlt, denkt, träumt, filosofiert, …. und darüber schreibt.
    Natürlich sind die Meinungen frei, auch die Kritik, ob sie passend ist oder nicht.
    Und das Schreiben steht auch jeder und jedem frei in unserem Land. Schreiben befreit – sich selbst und andere; liefert Denkanstöße und regt Fantasien an.
    Dialekte, wovon doch erfreulicherweise noch einige praktiziert werden, haben einen vereinfachten Wortlaut, es ist eine „Geheimsprache“, die nirgends steht und aus dem Herzen kommt. Sie deckt sich nicht mit dem Schriftdeutsch.
    Sätze wie …“Die Leute kennen mein Auto besser, wie mich.“ … sind im Dialekt möglich; zwischen „als“ und „wie“ wird kein Unterschied gemacht.
    Im Schriftdeutsch gälte es als Fehler. Sind Fehler Sünden?
    Wer bestimmt, was Sünde ist?
    Durch Sünde kommen andere Mitmenschen oder der Sünder selbst immer direkt oder indirekt zu Schaden.
    Wird also durch Bloggen geschadet, oder ist Bloggen schädlich? Wem schadet ein üppiges dass, das eigentlich ein schlankes das sein sollte? (vielleicht weil der Ringfinger eine Sekunde zu lange auf dem s verweilte)
    Wir lehrmeistern alle gern anstatt uns über die Buntheit und Vielfalt des Lebens zu freuen und mit den Schwalben zu fliegen…

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  2. Ach ja, das Übliche. Also noch einmal: Meine 7 Todsünden sind eine total subjektive Zusammenstellung der Dinge, die ich an vielen Blogs nicht mag. Das ist mein gutes Recht das zu tun, und es ist auch das gute Recht anderer, mich als Lehrmeister abzukanzeln. Trotzdem ist es uncool. Denn um was geht es (nicht nur) in der Blogosphäre? Genau: Um die Mitteilung der eigenen Meinung. Darf ich jetzt meine Meinung nicht mitteilen, nur weil ich ganz genau weiß, dass ich damit mindestens 100.000 deutschen Bloggern auf den Schlips treten werde?

    Die Schreibfehler in „Seit ihr euch klar, das der Text sonst total doof aussieht?“ stehen dort mit Absicht. Daß/das und seid/seit sind so ungefähr die häufigsten Fehler in der Blogosphäre. Anscheinend war mein ironisches Anliegen nicht offensichtlich genug.

    PS: Danke für das Kompliment bezüglich meines Rehdesigns ;-)

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  3. Ich sollte jetzt schreien und meinen Blog löschen. Zum Glück kann man virtuell im Boden versinken…aber das wäre zu einfach.

    Entschuldigung. Klein-Luca war zu dem Zeitpunkt anscheinend nicht offen für Ironie.

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