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Vertextung

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Ich bin einsam, wenn ich schreibe. Alleine. Es geht nicht anders. Vielleicht ist es auch der Grund. Manchmal spiegelt es sich wieder.

Ich lasse euch teilhaben an meiner Stille. Man kann die Gedanken hören. Wann ich das letzte Mal einen Text geschrieben habe, ohne an euch zu denken, kann ich mich nicht erinnern. Einige Texte wurden mit einer kleinen Zielgruppe vor Augen geschrieben. Manchmal für eine einzige Person. Einmal gab es einen Text, den ich für den Blog schrieb und dann als Mail verschickte. Er ist noch immer als Entwurf im Backend vorhanden.

Ich höre zum schreiben meist Musik. Oft unpassend. Manchmal werde ich davon beeinflusst. Teilweise setze ich sie gezielt ein um meine Stimmung zu verstärken oder zu ändern. Wenn sie mir bei Zufallswiedergabe nicht gefällt, stockt mein Schreibfluss und ich schalte weiter. Je öfter dies passiert, desto holpriger wirken die Texte. Es passiert auch so, dass ich nicht mehr weiterweiß, weil meine Gedanken einfach woanders hin sind. Meist bedeutet dies das Ende für den Text. Nur selten schreibe ich zu einem späteren Zeitpunkt weiter.

Es gibt einen, ich glaube, vierteiligen Text, den ich unter vier Mal geschrieben habe. Die einzelnen Teile erscheinen mir total unterschiedlich und in sich abgeschlossen. Was ich damit sagen will, ist euch nicht klar. Mir auch nicht, aber meine Finger waren der Meinung es schreiben zu müssen. Hin und wieder nehme ich nicht mehr wahr, was aus mir rauskommt. Interessiert lese ich die Texte danach selbst.

Wörter sind ein weitere Holperstein. Wenn ich versehentlich etwas wiederhole und kein Synonym finde. Eine Zeit lang habe ich es mit Synonymwörterbüchern im Internet versucht, was aber nicht half. Es verlängerte nur die Schreibpause. Vielleicht lege ich mir einmal ein richtiges zu. Allerdings bin ich niemand, der sich hinsetzt und immer wieder etwas nachschlägt. Manchmal mache ich solche Dinge am Ende, wenn ich es mir gemerkt habe.

Bisher habe ich ungern über das Schreiben geschrieben. Wenn ich mir den Beginn des Textes ansehe, habe ich es auch heute nicht gezielt vor gehabt. Manche Texte entwickeln sich einfach während des Schreibens, andere trage ich länger mit mir herum. Ich vergesse sie und irgendwann kommen sie zurück. Da fällt mir ein, dass Pia einmal über dieses Thema geschrieben hat. Vielleicht suche ich noch den Link und füge ihn hier ein.

Ich kann mich hinsetzen und drauf los tippen. Oft komme ich dann in den sogenannten Flow. Obwohl ich den Begriff nun nicht missbrauchen will. Flow ist etwas wirklich tolles und oft ist in dem Zusammenhang übertrieben. Ich sehe mich um und baue Dinge ein, die ich vor mir sehe oder sie erinnern mich an etwas.

Doch diese reinen Computertexte gibt es noch gar nicht so lang. Ein paar Monate, aber begonnen hat es erst als ich den Laptop bekam. Davor wurde alles mit Hand geschrieben. Heute geschieht das nur noch, wenn ich meinen Computer nicht zur Hand habe. Beispielsweise auf Partys oder unterwegs.

Es ist gewollt, dass man nicht mehr zwischen Realität und meiner Fantasie unterscheiden kann. Es ist ein Art Selbstschutz und ermöglicht mir mehr zu schreiben. Teilweise verpacke ich die Dinge ein zweites Mal, damit ihr nur noch eine ungefähre Form erkennen könnt, wenn überhaupt.

Noch Fragen?

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

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4 Kommentare An der Unterhaltung teilnehmen

  1. Das Schreiben fällt dir offensichtlich äußerst schwer.
    Warum lässt du es nicht einfach bleiben?

    Was du hier fabrizierst, stammt aus dem Regal „Heiße Luft, die niemand braucht“…

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  2. Ich muss grinsen.

    Natürlich ist es nicht immer leicht. Manche Texte sind erzwungen. Doch das habe ich schon mehrmals reflektiert.

    Wie kommst du darauf, dass ich davon ausgehe, dass irgendjemand braucht, was ich schreibe? Warum bist du hier? Es ist Weihnachten und du surfst durchs Netz, offensichtlich auf Seiten, die dir nicht einmal gefallen, die du als heiße Luft bezeichnest?

    Manchmal verstehe ich die Leute nicht. Klar, ich freue mich über Feedback, aber mit dem kann ich nichts anfangen. In meinen Augen sagt es mehr über dich, als über den Text aus.

    Ich wünsche dir dennoch frohe Weihnachten und vielleicht findest du noch irgendwo etwas sinnvolles. ;)

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  3. @Luca – auch mir verlangt der comment von Miss oder Mr. kilroy ein Laecheln ab. Dem ist nichts hinzu zu fuegen !
    Ich lese Deine Texte hin und weider gern und verbleibe mit:
    Happy Christmas

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  4. Danke.

    Für einen Moment dachte ich schon, dass ich etwas verrückt bin, aber dann fiel mir ein, dass ich ja komplett plemplem bin. Und das ist gut so.

    Anscheinend gibt es Menschen, die das akzeptieren. :)

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