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Rollenänderung

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Ich hänge mich gerne an Leute und lebe bei ihnen mit. Ein eigenes Leben ist mir zu aufwändig.

Früher hat das fast immer funktioniert. Ich hatte genug Freunde, die viele Sachen gemacht haben und die oft froh waren, wenn ich mitgemacht habe. Das ging vom einfachen ausgehen bis hin zu umständlichen Beziehungen. Ich blieb immer im Hintergrund. Beeinflusste manche Entscheidung. Versuchte die Leute dazu zu bewegen, dass sie machen, was gut für sie ist oder was sie wirklich wollen. Das ist nicht immer einfach gewesen, aber ich denke, dass ich es ganz gut hinbekommen habe. Ich war Berater, Informant, Taxi, Security, Ausstatter und Bank.

Heute wird es immer schwieriger. Ich bin in einer neuen Stadt. Die Leute um mich haben andere gleiche Interessen mit mir. Mir fehlen Personen, an die ich nah genug herankomme um mitzuleben. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Langsam muss ich beginnen selbst zu leben. Ich muss aus der schiebenden Rolle in die ziehende übergehen. Es stehen keine Leute mehr vor mir. Höchstens neben oder hinter mir. Ich würde es auch gar nicht wollen. Ich will langsam raus aus dem Windschatten, weil ich das Gefühl habe mehr aus mir machen zu können. Endlich habe ich auch die Möglichkeit dazu. Ich kann mich entfalten, doch dazu muss ich mich wieder selbst definieren. Mein altes Selbstbild eignet sich nicht für die große Welt.

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite freiberuflich als Social Media Analyst und veröffentliche jährlich einen Blogbeitrag. | | | Newsletter

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