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Bis nächste Woche

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Warum schreibst du nichts mehr?

Du liest meinen Blog? Das ist.. nein, also .. es überrascht mich. Ein bisschen. Ich mache es mir im Moment nicht so einfach. Es gibt sicher einige Dinge, die ich los werden möchte, aber dafür ist der Blog die falsche Plattform. Es fällt mir allgemein schwer darüber zu reden. Früher hätte ich es sicher irgendwie verpackt, verzerrt und gepostet. Aber wenn man weiß, dass mehrere Leute mitlesen, die die Texte zurechtrücken und entpacken können, schreckt das zurück. Ich mag diese Personen, fühle mich ihnen nahe. Nur weil sie meine Codes knacken können. Oder so.

Gibt es nichts anderes, was du schreiben könntest? Früher hast du doch auch einfach so Geschichten geschrieben.

Nein. Ich habe niemals einfach so Geschichten geschrieben. Es gab die Einfach so Texte, wo ich ohne zu viel zu filtern geschrieben habe. Einfach, was mir gerade in den Sinn kam. Das waren Zwischendinger zwischen Meiner und Eurer Welt. Ich kann mich an keinen Text erinnern, der nicht mit meinem Leben verbunden war. Ich glaube, das könnte ich gar nicht. Selbst bei den Texten, die ich nur geschrieben habe, um Leser zu halten, gab es ein Stück von mir.

Und wie soll es jetzt weitergehen? Machst du den Blog zu?

Ich denke nicht. Dazu ist er mir zu wichtig geworden. Er ist Teil meines Lebens und es wird wieder eine Zeit kommen, wo ich mehr schreibe. Würde ich möglicherweise auch jetzt, aber es gibt ein paar Dinge, die mich blockieren. Immer wenn ich zu schreiben beginne, muss ich daran denken. Das ist ein Problem.

Was sind das für Dinge?

Persönliche.

Dein Blog ist auch sehr persönlich.

Ja, aber eben nur für wenige zu verstehen. Darum geht es auch nicht. Ich will viel eher, dass man mich wegen den Geschichten liest. Ich will Emotionen hervorrufen. Es ist kein Ego-Blog mehr, auch wenn ich der Mittelpunkt bin. Ich versuche die Dinge von mir zu lösen und glaube auch, dass man die älteren Dinge ohne Hintergrundwissen lesen kann. Interessanter ist es mit, aber dazu bin ich nicht bereit. Das ist dann wieder mein Leben und auch das von anderen, die damit nicht einverstanden wären.

Momentan schwebt mir eine größere Geschichte vor, die sich langsam in meinem Kopf spinnt, aber noch scheue ich mich davor sie zu beginnen. Habe etwas Angst, dass sie mich zu sehr einnimmt. Ich bin sehr empfänglich für sowas, auch wenn es von mir selbst ausgeht.

Das klingt doch toll.

Naja. Du weißt ja, dass ich mich selbst nicht allzu sehr akzeptiere, auch wenn ich mich für den Größten halte. Aber damit kommen wir schon wieder in den Bereich meiner Zwigespaltenheit. Das will ich nicht. Nicht jetzt.

Findest du nicht, dass deine Leser ein Recht darauf haben mehr über dich zu erfahren?

Nein. Es gibt die Texte in Meiner Welt, das Bild nach außen in Eurer Welt und den Social Networks. Mehr brauchen sie nicht zu wissen. Der Teil dazwischen, das bin ich. Sollte es jemanden geben, der mehr erfahren will, dann muss er sich schon selbst mit mir in Kontakt setzen.

Klingt kompliziert.

Alle Menschen sind komplizierter. Bei manchen kommt es nur stärker zum Ausdruck als bei anderen.

Hmm. Ok. Was machst du heute noch?

Wir sehen uns nächste Woche.

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

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  1. Manchmal tut der Abstand gut. Ich weiß genau was du meinst. Vor Wochen ging es mir genauso. Ja. Genauso. Ich wollte gern schreiben, fühlte mich auch ein wenig in der Pflicht dazu (obwohl es Schwachsinn ist) ich konnte aber nicht. Zu sehr schmerzten und betäubten mich eigene Probleme, die ich aber nun nicht öffentlich ausdiskutieren wollte.
    Ich hatte fast einen kleinen Krieg im Kopf. Aufhören, Schreiben… die Leser..die Geschichten.
    Aber wichtig bist du. Ich fände es schade..wenn die Seite aufhört..aber die Welt würde sich weiterdrehen..
    Hab einfach eine entspannte Zeit. Schaff dir klare Gedanken und tu nur das was dir gut tut.

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  2. Ich müsste mal schauen, ob diese Schreibtiefs regelmäßig kommen. Jedenfalls ist es nicht das erste.

    Zuerst wird mein Zimmer fertig gemacht, das lenkt schön ab. Danach habe ich Raum um nachzudenken und mir über einige Dinge klar zu werden und dann geht es hier weiter. Oder auch nicht.

    Ich muss vom Gedanken für die Masse zu schreiben wegkommen. Für mich und die regelmäßigen Leser. Ich kann nicht alle erreichen. Muss ich auch nicht.

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  3. Ich lese öfter mal deinen Blog. Du tust gut daran nicht auf Krampf etwas zu schreiben um die Leute zufrieden zu stellen.Interessant ist es für mich erst nach Deiner Umstellung geworden. Ich muß an meine Jugend denken um Dich zu verstehen, aber es fällt mir trotzdem schwer. Denke nicht zuviel sondern mach was Dir gefällt. Ich hoffe das wird nicht wieder gelöscht…

    LG Klapperbaer

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  4. Sie kommen öfter, die Tiefs. Schreib was anderes, schreib nichts. Mach eine Pause und komm dann zurück, oder auch nicht. Es ist ja nicht so, dass man dich zu irgendetwas zwingt.

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  5. Ich bastle am Blog. Es lässt mich nicht los. Irgendwie muss ich es finden und herauszerren. Dann geht es sicher wieder. Eine Schraube die im Getriebe klemmt. Oder etwas ähnliches.

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