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Erfahrung mit trigami [Blogparade]

13 Kommentare

Blogparade von Sebamüller über Trigami
Gesehen bei datenschmutz um zwei Klicks.

1. Gehören bezahlte Beiträge in einen Blog?
Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass bezahlte Beiträge in jeden Blog passen. Sollte es sich jedoch um einen spezialisierten Blog handeln, muss das Thema stimmen.
Ich empfinde es als wesentlich angenehmer, wenn es hin und wieder einen bezahlten Beitrag gibt als ständig irgendwelche Werbebanner. Gerade bei vielen jungen (Alter ist nicht gleich Alter, aber ich nenne das jetzt einfach so) Bloggern fällt mir auf, dass manche glauben mit einem Blog, ein bisschen SEO und massenhaft Werbung (selbst Layer-Ads wurden schon gesichtet) lässt sich leicht Geld verdienen. Das ist nicht einmal ganz falsch. Schließlich ist es einfach einen Adsense-Account zu bekommen und es klicken auch immer wieder Leute drauf. Kritisch betrachte ich auch die Freudensprünge, wenn sie wieder mehr Traffic verzeichnen konnten. Dass sie sich jedoch nur gegenseitig lesen und ständig verlinken merken sie nicht. Alle schreiben über das gleiche und der Mehrwert der Beiträge sinkt gegen Null. Die Blogs selbst sehen oft verunstaltet aus und anstatt grundsätzliche Dinge zu übersetzen, werden noch ein paar Banner eingebaut. Alle geilen sich an Basics Einnahmen (November: ~3500€) auf und glauben, dass dies ihre Bestimmung ist. Während ich 40% wiederkehrende Besucher zu wenig empfinde, findet Yannick schon 34,6% als viel zu hoch, weil ja neue Besucher eher auf stumpfe Werbung klicken. Doch bevor ich mich weiter über „den Nachwuchs“ aufrege, zurück zu den Leitfragen.

2. Wie viel Geld bekommst du pro geschriebene Rezension?
Manche scheuen sich davor das offen zu legen, ich bin aber der Meinung, dass meine Leser das ruhig wissen könne. Von wegen Transparenz und so. Für die letzte Rezension habe ich 84€ bekommen.

3. Was hältst du von dem neu eingeführten flexiblen Preissystem Trigamis?
Finde ich sehr gut, weil ich der Meinung bin, dass ich besser einschätzen kann wie hoch der Nutzen für das jeweilige Unternehmen ist. Weiters gibt es auch Projekte, die mir persönlich nicht sehr zusagen, wo ich dann einfach mit dem Preis auf ein erträgliches Niveau gehen kann.

4. Wie viel mühe gibst du dir bei Rezensionen?
Viel Mühe. Ich muss manchmal aufpassen, dass ich mich nicht in der Recherche verliere. Ein Problem ist für mich, wie ich rezensiere. Einerseits will ich einfach das Produkt als solches sehen und andererseits würde ich den Lesern auch gerne Hintergrundinfos zum Unternehmen geben. Bisher habe ich mich auf ersteres beschränkt, weil ich dafür bezahlt werde. Das kann man nun kritisieren, aber solange sich alles in einem gewissen Rahmen befindet, sehe ich keinen Grund etwas daran zu ändern. Dass ich die Dinge dann trotzdem nicht offen empfehle, versteht sich von selbst.

5. Auf was achtest du bei deinen Bewerbungen auf Rezensionen?
Dass das Produkt irgendwie in den Blog passt, was durch das Label „Eure Welt“ sehr einfach geworden ist. Manchmal schreibe ich nur einen Satz, manchmal deute ich an, was ich schreiben werde oder bringe ein welche Erfahrung ich in dem Bereich schon habe. Bei der letzten Bewerbung, habe ich auch geschrieben, dass ich auf ein gutes Googleranking achten werde. (Rezension ist auf Platz 1, vor dem Produkt selbst)

6. Wurden deine Bewerbungen schon öfters abgelehnt weil dein Preis für eine Rezension zu hoch war?
Wenn ich so durchschaue war es gar nicht so oft.

7. Sind bezahlte Blogbeiträge die Haupteinnahmequelle deiner Seite?
Ja und die einzige. Für ein paar Tage habe ich ein kleines Kästchen mit Google-Empfehlungen (Google Pack und Firefox) gehabt.

Abschließend lässt sich sagen, dass ich Trigami toll finde, aber die Produkte nur in wenigen Fällen wirklich interessant sind. Doch ich bin guter Hoffnung, dass sich das ändert.

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

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  1. Reg dich ruhig über „den Nachwuchs“ auf, find ich immer wieder amüsant, mit was für stupiden Argumenten manche Leute kommen. 34% haben kaum welche. Wenn Du 40% für zu hoch empfindest, ist das eine große Ausnahme.

    Ich lese Deinen Blog zwar nicht so oft, jedoch hat Deiner eine ganz andere persönliche Note. Differenziere mal bitte. Es ist klar, dass bei mir nicht die Hälfte der Besucher wiederkehrende sind.. Ich bin SEO, ja. Und wer etwas dagegen hat, der sollte mal schauen, ob er sein kleines Weltbild nicht vielleicht erweitern sollte.

    „Alle schreiben über das gleiche und der Mehrwert der Beiträge sinkt gegen Null“

    Komisch das es dennoch Leute interessiert. Es ist jetzt nicht auf Dich bezogen – es gibt dort draußen viele Neider, wie ich schon oft mitbekommen durfte.. nicht nur speziell bei mir..

    Übrigens geile ich mich nicht wirklich an Basics Einnahmen auf, es ist nur so „faszinierend“, weil er der meistverdienenste Blogger in DE ist. Wieviel spielt keine Rolle. Ich kann nur sagen, dass ich mich für 3,5k nicht so lange hinsetzen würde, wie er es tut.

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  2. Trachbacks sind etwas tolles… Freut mich dich hier wieder einmal zu sehen und gleich zu Beginn muss ich sagen, dass ich früher bewundert habe bzw. neidisch war, doch das hat sich mit der Zeit geändert.

    Ich gehe jetzt einfach davon aus dass du dich verschrieben hast und gemeint hast, dass ich eine Ausnahme bin, wenn ich 40% für zu niedrig halte, weil dann passt es auch wieder zum Rest. (Edit-Plugin komm. Irgendwann.) Ich möchte eine Bindung zu meinen Lesern aufbauen. Ich biete ihnen teilweise sehr persönliche Texte. Sie sollen Gefühle, Wünsche, Ängste wecken. Kommen die Leser nicht wieder, habe ich was falsch gemacht. Entweder es interessiert niemanden oder die Leute interessiert es einfach nicht, was auf vermutlich 50% zutrifft, aber so genau kann man das nicht sagen.

    Wie man hier erkennt, kann man Blogs nicht mehr einfach vergleichen. Man muss differenzieren, das hast du ganz richtig erkannt. Mehr zu diesem Thema wird es in den nächsten Wochen auf Blögger geben. Daher will ich mich an dieser Stelle nicht weiter vertiefen.

    Du musst aber schauen. Bist du SEO oder schreibst du über SEO? Klar, es hängt zusammen. Aber je nachdem als was man sich sieht, Informant oder Anwender, muss man auch seinen Blog einsetzen. Wenn ich mich für SEO interessiere und daher einen Blog über SEO abonniere, dann erwarte ich, dass dort über SEO geschrieben und nicht eingesetzt wird. Wie ich geschrieben habe, habe ich für den letzten Kunden ein gutes Ranking herausgeholt und nun kommen darüber hunderte Besucher, die mit meinem Blog nichts anfangen können. Dies lässt mich selbst zweifeln, ob dies der richtige Weg ist. Habe ich einen Auftrag angenommen, der schlecht für meinen Blog ist? Vielleicht bleibt der eine oder andere Leser hängen, doch im Großen und Ganzen interessieren mich diese Personen nur begrenzt.

    Ich hoffe du verstehst warum mir ein großer Teil der SEO-Blogs nicht mag.

    Den Satz „Komisch das es dennoch Leute interessiert.“, habe ich schon fast erwartet. Daher habe ich auch oben erwähnt, dass die meisten aus der Szene selbst sind. Soll heißen die ganzen SEOs lesen sich gegenseitig und erzeugen einen großen Teil des Traffics. Der Rest sind Personen, die keine Ahnung haben. Sie kommen über Suchmaschinen, oft auf Blogs die halt einen darauf ausgerichteten Artikel haben und verlassen ihn wieder über die Werbung. So wie es geplant ist. Erzähl mir bitte nicht, dass sich diese dafür interessieren.

    Deine vielen RSS-Reader erkläre ich mir darüber, dass viele dich im Auge behalten wollen, weil du eben Potential hast und der Rest sind wieder die lieben Kollegen.

    Die Welt ist voll mit Neidern. Ich gehörte auch dazu, doch in den letzten Monaten habe ich gelernt, was möglich ist.

    Den wahren Gewinn von Basic schätze ich auch viel höher, allerdings kann man solche Dinge nur sehr schwer in Geld umrechnen. Zwischen Aufgeilen und fasziniert sein ist in dem Zusammenhang auch kein großer Unterschied. Es kommt rüber was ich sagen wollte.

    Hätte wohl mehr trachbacken sollen..Mal schauen wer noch kommt.

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  3. „Bist du SEO oder schreibst du über SEO?“

    Was Blogschrott.net angeht, bin ich nur teils/teils SEO, schreibe auch nicht so oft über diese Thematiken. Kennt man jedoch andere Projekte von mir, weiß man, dass ich ein SEO bin. Ob das für irgendwen jetzt einen „schlechten Beigeschack“ hat, ist mir inzwischen egal. Mir macht es Spaß. Genau so wie das Bloggen :)

    Optimiert man gezielt auf ein Keyword, zu welchen viele Infos auf der zu optimierenden Seite sind – dann hilft es dem Leser schon weiter! Ich betreibe ein paar solcher Seiten und habe -kein Scherz- schon Mails von Leuten bekommen, die sich bedankt haben. Das ist natürlich auch nur eine Ausnahme, wollte es nur mal anmerken. Natürlich (!!!) gibt es natürlich auch viele, die Müll optimieren. Oft mit Erfolg. Das interessiert dann wirklich keinen, ganz richtig.Ich kann da nur für mich sprechen.

    „Die Welt ist voll mit Neidern. Ich gehörte auch dazu, doch in den letzten Monaten habe ich gelernt, was möglich ist.“

    Richtig. Im Web ist so einiges möglich, auch mit wenig Mitteln. Das ist ja das tolle. Wie gesagt, ich meinte jetzt auch nicht explizit dich. Da gabs schon einige andere, wo sogar Forenmoderatoren Kommentare gelöscht haben, die gegenüber mir schon beleidigend waren.

    „Den wahren Gewinn von Basic schätze ich auch viel höher, allerdings kann man solche Dinge nur sehr schwer in Geld umrechnen.“

    Soweit ich weiß, arbeitet er als IT Berater? Hm. Okay, stimmt schon, dass da einige Aufträge entstehen können. Ist bei mir ja auch so (natürlich nichts mit IT)

    Wie auch immer; jeder sollte den Weg gehen, den er für richtig hält. Man muss sich ja nicht immer virtuell „in die Schnauze“ hauen ;-)

    Wollte auch nicht, dass der Eindruck entsteht, das ich dich nicht sonderlich mag, bist ja nen netter Kerl, soweit ich dich „kenne“ ;-)

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  4. Also ich habe schon den Eindruck, dass SEO auch bei blogschrott ein wichtiges Thema ist und immer wieder vorkommt. Vielleicht ist es auch nur mein subjektiver Eindruck, da ich dich nur noch selten lese.

    Das mit dem SEO für Infoseiten verstehe ich gut. Jede Seite sollte so optimiert sein, dass man sie leicht findet, wenn man nach dem vorherrschenden Thema sucht. Ich habe zwar keine eigenen Seiten für sowas, aber zu einem alten Eintrag, wie man seinen Bildschirm dreht, kommen immer wieder Leute, daher haben ich ihn auch nachträglich ein bisschen optimiert. Bedankt hat sich noch niemand.

    Mir geht es vor allem um solche Wischiwaschi-SEO-Blogs, wie einige bei der Blogparade unter 19 mitgemacht haben. Du weißt ja was ich meine.

    Was Basic genau macht, weiß ich nicht, aber er hat sich eine einzigartige Position im deutschsprachigen Raum erarbeitet und eignet sich ständig neues Wissen an, wovon er das wichtigste direkt weitergibt.

    Was alles möglich ist habe ich nicht das Internet gemeint, sondern die andere Welt da. ;)

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  5. Achso, dann habe ich das falsch verstanden ;) Die andere Welt da ist mir jedoch durchaus bekannt :D

    Habe grad mal nachgeguckt, die letzten 2 reinen SEO Artikel kamen am 2. Januar. Aber ist ja nun auch egal, will mal kein Haarspalter sein.

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  6. Wie gesagt, rein subjektiv und jetzt hau ich noch ein paar Trackbacks raus. Bin gerade in Kommunikationsstimmung und ihr äh die freuen sich ja immer über Links.

    Edit: Wobei das ja eigentlich gar keine Trackbacks sind…

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  7. Vielleicht will ich ja darauf hinaus…

    Und als Nebeneffekt würde ich gern noch mehr Meinungen zum Thema erfahren. Dabei geht es doch um eine Trigami-Blogparade und nicht um SEO.

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  8. Verstehe ich es richtig, dass du die verlinkten Blogs, vermerkt mit „Alter ist nicht gleich Alter“, ausschließt und diese nicht unter das Vorurteil der jungen Werbeblogger fallen? Oder womit habe ich es verdient mit einem „n“ verlinkt zu werden? ;-)

    Ich finde gerade diesen Absatz sehr überspitzt. Natürlich gibt es viele (junge) Blogger, die das Werbebloggen (ich nenne das einfach mal so) ausprobieren. Aber ich denke, hier gibt es nur eine sehr kleine Anzahl von Bloggern, die lange durchhält – gerade weil sie damit keinen Erfolg haben. Außerdem ist das keineswegs altersspezifisch. Auch „ältere“ Blogger jenseits der 20 (und der Altersschnitt in der Blog-Welt ist nicht gerade hoch) versuchen mit diesen stupiden Werbe-Einblendungen Geld zu verdienen.

    In letzter Zeit kommt mir dieses Altersthema viel zu oft vor – müssen wir hier Grenzen ziehen, oder können wir die (in Deutschland ziemlich kleine) Blogosphäre nicht einfach so leben lassen wie bisher?

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  9. Verlinkt habe ich beide Arten. Für mich fällst du nicht unter die jungen „Werbungsblogger“.

    So leben lassen wie bisher geht für mich gar nicht. Natürlich habe ich nicht das Recht irgendjemanden irgendetwas vorzuschreiben, aber meine Meinung schreie ich dennoch raus.

    Das Altersthema hat sich bei mir nun aufgedrängt, da es mir eben bei der Blogparde mit den Blogs unter 19 aufgefallen ist, dass da sehr viel Unsinn dabei ist. Es gibt auch ältere, aber die merken viel schneller, dass das Geld, welches hereinkommt, im Vergleich zum Aufwand fast nichts ist. Ausnahmen gibt es auch hier.

    Die Blogosphäre muss sich langsam ausdifferenzieren und man wird sehen, dass es nicht nur die aktuell vorherrschende Blog-Blogosphäre gibt, sondern auch viele andere, die sich für blogs selbst nicht interessieren. Dass man sich deshalb nicht mit anderen vernetzen darf, will ich auf keinem Fall sagen, denn dann würden viele tolle Effekte einfach wieder verschwinden und es nichts anderes sein als ein ins Internet verlegter Stammtisch.

    Ich muss jetzt leider los, aber vielleicht melde ich mich später noch einmal zum Thema.

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  10. Pingback: Blogparade Trigami - Noch 2 Tage - Sebamueller.net

  11. Pingback: Mit Trigami und dem eigenen Blog Geld verdienen – Trigami Rezensionen — Blog Verdiener

  12. Ich habe mit Trigami bisher eigentlich keine schlechten Erfahrungen machen können. Die Auszahlung kommt pünktlich und die Anzahl der Beiträge ist auch Akzeptabel. Nur das halt in der letzten Zeit die Auschreibungen ein wenig nachgelassen haben.

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