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Da, hier und jetzt

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Langsam gehe ich durch den Garten. Gedanken sammeln und von vorne beginne. Es gibt keinen Anfang. Das sind Dinge an die ich mich nicht mehr erinnern kann. Es ist mehr als ein Gefühl. Doch keine Möglichkeit vollkommen zu fallen. Überall Ecken und Kanten, wo ich hänge. Sie verhindern meinen Sturz indem sie sich tiefer in mein Fleisch schneiden. Ich beginne wieder dort, wo ich schon vor langem aufgehört habe. Nicht definieren, was nur für mich existiert. Eine Welt, die sich in den Haaren liegt und doch funktioniert, als wäre sie durchdacht. Der Zeitungsmann, der seine Zeitungen verkauft. An den Typen, dessen Mitarbeiter Fahrzeuge zusammenbauen, die von jenen Gefahren werden, die Holz fällen. In beide Richtungen breiten sich Ketten aus. Das Papier, die Journalisten, die Masse. Alles passt zusammen und doch ist es ein Chaos, welches niemand durchschauen kann. Es wird behauptet, dass es für den Mensch zu hoch sei, doch wir sind nur noch nicht so weit. Jeder bekommt immer mehr Möglichkeiten und wir entwickeln uns noch immer weiter. Zu oft wurde der Untergang vorausgesagt und auch ich mache es. Ich gebe uns nicht mehr allzu viel Zeit. Die Gründe sind vielfältig und am Ende nicht bewiesen. Es kann genausogut sein, dass gar nichts passiert. Dass die Entwicklung langsamer vor sich schreitet als erwartet. Weil es immer weniger Menschen mit Visionen gibt, die immer weniger Möglichkeit haben sich auszuprobieren an der Welt. Sie werden von der Masse klein gehalten. Veränderung ist schlecht, früher war alles besser. Willkommen in der Steinzeit. Frauen bekommen Kinder und müssen diese aufziehen, während die Männer durch das Dickicht irren und sich mit Lauten zu verständigen versuchen. Früher war alles besser. Denn Fortschritt ist schlecht. Auf der anderen Seite, die Anarchie, die funktioniert. Ich kann kopieren, also habe ich kein Problem wenn alle anderen auch etwas abbekommen. Als Gegenleistung bekomme ich alles. Es kommen Gründe zum Vorschein, warum das hier funktioniert und dort nicht. Nur durch Kommunikation haben wir die Chance weiter zu kommen. Es ist das was den Menschen zu dem gemacht hat, was er momentan ist und es ist das, was uns noch viel weiter bringen kann, aber man muss es zulassen. Ich verstehe, wenn man Angst hat. Habe ich auch. Viel zu oft. Lasse mich selbst zerfressen und doch haben sie von anderen Dingen Angst. Es bedarf nicht viel und alles könnte zusammenstürzen. Doch ich bin optimistisch. Es sind so kleine Dinge, die ich nicht verdrängen kann. Sie weisen auf einen guten Weg hin und langsam schmilzt die Macht um wieder zu wachsen. Es werden Dinge kommen, die viele nicht verstehen, es wird etwas passieren. Doch das tut es schon die ganze Zeit. Wir sind alle in einer Entwicklung und auch unsere Eltern und Großeltern und deren und deren und deren und deren waren es. Wir denken es geht schneller, doch wenn man es genau betrachtet ist schon seit einiger Zeit nicht mehr viel passiert. Einzelne Dinge, die einen großen Unterschied gemacht haben und seitdem nur noch weiterentwickelt werden. Nichts revolutionäres, nur evolutionär. Der Mensch verliert den Blick für das wesentliche. Zu verlockend sind all die Dinge daneben und sie sind nicht einmal schlecht, doch sie bringen uns nur bedingt weiter. Übung macht den Meister und wer nicht probiert verliert. Das Leben ist da und hier und jetzt. Danke.

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Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

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7 Kommentare An der Unterhaltung teilnehmen

  1. find ich auch schön. nur die überschriften der blogeinträge sind zu dunkel. find ich zumindest. aber sonst, wirklich cool. vor allem der hintergrund.

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  2. Habe sie nun etwas heller gemacht, aber zufrieden bin ich noch nicht. Falls man das mit einem Design sein kann. Vielleicht kurzzeitig.

    Danke fürs Feedback.

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  3. Ich muss ja die Arbeit fertig machen. Da brauch ich das Netz. Und da der Blog die Startseite ist. Nur, dass ich Flock verwende ist falsch. Aber unwichtig.

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