Monat: Februar 2008

  • Blogpausen

    morning wispHeute wollte ich über Blogpausen schreiben. Der Anlass dafür war Dominik, der eine solche angekündigt hat. Innerhalb von ein paar Stunden hat er seine Entscheidung wieder revidiert. Eigentlich hat er ja gar nichts wirklich gesagt. Nur angedeutet. Eine Überlegung angestellt. Am Ende war dann doch die Sucht größer. Oder das Hobby. Liegt sowieso im Auge des Betrachters.

    Dann habe ich ein bisschen nachgedacht, wann ich wohl das letzte Mal eine Pause gemacht habe. Die Suche warf mir einen Beitrag aus, wo ich darauf einging, dass mir das nicht einmal jemand glauben würde. Dass ich nicht mehr blogge. Wie man in der URL erkennen kann ((URLs sind manchmal sehr mächtig. Geben Informationen her, die es sonst nicht gibt oder lassen sich manipulieren)), muss es noch einen Beitrag mit diesem Titel geben. Habe ich dann auch gefunden. Die Suche hat ihn nicht gefunden, weil er einen anderen Titel bekommen hat. selbstauferlegtes Blogverbot ((die URL wird durch den Titel beim ersten zwischen- oder abspeichern bestimmt)). Eine Woche lang wollte ich die Finger vom Blog lassen. Daraus wurde natürlich nichts. Oder? Falsch. Ich habe es durchgezogen, womit der andere Beitrag lügt. Es gab dann auch noch eine Pause aus Kreativgründen und wegen Geldproblemen ((eigentlich wurden die Rechnungen an eine stillgelegte Mailadresse geschickt und ich habe sie somit nicht bekommen)).

    Obwohl ich gar nicht über Blogpausen schreiben wollte, muss ich euch noch erzählen, dass ich dann ein bisschen bei Technorati gestöbert habe und bemerkt habe, dass fast täglich über Blogpausen geschrieben wird ((weshalb ich es nicht machen wollte…)).

    Da wollen Leute eine Blogpause einlegen, notgedrungen, aber andere Dinge drängen sich auf. Solche über die man unbedingt bloggen muss. Andere versuchen den Leser mit Bildern abzulenken, um es am Ende ganz beiläufig zu erwähnen, dass dann mal weg sind. Auch die Katholiken brauchen ihre Pausen. Nennen es Ende und kommen zu Ostern wieder. Andere kommen gerade wieder aus der Pause. Und aus Mallorca. Wo die Familie Koch war. Bei Daburna werden Blogpausen frühzeitig und exakt angekündigt. Manchmal verstehe ich nicht warum es eine Unterbrechung gibt, aber anscheinend hat Frau K. ((sollte mal wieder schauen, wo sich die herumtreibt)) damit zu tun. Das Kräuterblog ist auch gerade zurückgekommen. Rona befürchtet schon, dass alle Blogger aufgehört haben. Sogar die ganz Großen müssen einmal die Finger entspannen und neue Energie holen. Am besten in den Bergen. Julie Paradies hat es nicht geschafft. Eine Pause zu machen. Andere machen sowas sechs Monate lang.

    Natürlich könnte ich die Liste noch länger fortführen, aber ich schreibe heute ja nicht über Blogpausen. Ich spamme nur mit Trackbacks, reflektiere über meine Vergangenheit, denke an Dominik und höre daneben Linkin Park. Dabei wollte ich vielleicht ein anderes Projekt anschneiden. Das Projekt, das ich nicht Projekt nennen mag. Aber das geht sich jetzt nicht mehr aus. Weil ich ja. Ach egal. Ich habe jetzt einfach keine Lust dazu. Das kann ich nämlich schreiben. Weil das mein Blog ist und ich in Zukunft ja öfters über andere lästere. Da muss ich ihnen auch Angriffsmöglichkeiten bieten.

    Dann bin ich noch über Bloggersdorf gestoßen. Dort werden Interviews mit Bloggern gemacht. Er schien in meinen Referers auf. Der Beitrag, Nr. 44, war jedoch nicht zu finden. Eigentlich könnte ich ja einen eigenen Beitrag darüber schreiben, aber morgen habe ich vielleicht keine Lust mehr dazu. Gut gefällt mir, dass die Fragen nicht standardisiert sind. Dennoch kommt mir das Ganze recht trocken vor. Bilder der Blogger wären gut. Podcasts noch besser. Das Bürgermeister David mag witzig gemeint sein, gefällt mir aber nicht. Ich muss da an Karl-Tux-Stadt denken. Hat aber nichts damit zu tun. Tolle Domain, grundsätzlich alte, aber gute Idee mit mäßiger Umsetzung. Dran bleiben und weiterentwickeln. Dann gibt es auch einmal einen kompletten Beitrag.

    Damit verabschiede ich mich auch schon in meine wohl verdiente Blogpause. Die wird vermutlich 18 Stunden dauern. Möglicherweise auch mehr. Aber das erfährt ihr dann rechts oben ((Dort seht ihr meinen Twitterfeed. Mehr dazu ein anderes Mal)).

  • Zurück in Wien

    ZugWas bedeutet das für euch? Gar nichts. Ich schreibe wann ich will und wo ich will. Hab ich doch bei Humboldt gelernt. Das geht schon irgendwie.

    Die Wohnung steht noch. Meine Mitbewohnerin hat gut darauf aufgepasst und mir sogar was leckeres gekocht, damit ich nicht verhungere, wenn ich von der langen Zugfahrt nach Hause komme. Während dieser habe ich wieder geschrieben. Oldschool. Mit Schmierzetteln und Kuli. Als Unterlage diente der Laptop. Daneben noch ein paar Bücher und fertig ist mein Kreativplatz.

    Nun hat mich also das Leben wieder. Noch nicht ganz. Aber bald geht es mit der Uni weiter. Davor sind noch einige Dinge zu erledigen. Mehr Bücher zu lesen und mich ein wenig vorbereiten.

    Es sind zwei Welten, die auf einander treffen. Die eine rational und berechnend, während die andere von Gefühlen dominiert wird. Es gibt keine klaren Grenzen und doch stoßen sie sich gegenseitig ab. Ich versuche sie zusammenhalten, doch sie drohen mich zu zerreißen. Mich. Den sonst nicht Probleme bereitet. Es ist widersprüchlich und beides richtig. Ich kann und will mich auch gar nicht für eines davon entscheiden. Die goldene Mitte. Die gibt es nicht. Der Mensch versucht alles zu vereinfachen. Vergleiche zu finden. Das Leben ist nicht linear. Meine Gedanken sind es auch nicht. Sie sprießen in alle Richtungen, zerren an mir und verknoten sich. Unaufhörlich wollen sie weiter, bleiben hängen. Manche reißen sich los. Es tut weh, einen anderen Weg gibt es nicht. Manchmal muss man sich von Dingen verabschieden, bei denen es keinen Sinn mehr macht, sie mit sich zu tragen. Sie sind nur noch Ballast, der es schwerer macht zu gehen. Er drückt mich nieder. Lässt mich stolpern.

    Ich warte auf das nächste Ping, wenn wieder eine Nachricht für mich kommt. Ablenkung. Noch immer. Doch es wird besser werden. Einschränkungen. Vielleicht mit dem nächsten Buch, vielleicht einfach so. Ich kann es nicht sagen.

    Worauf habe ich mich eingelassen? Wie wird es weiter gehen?

    Bild: eschipul

  • Zweigang

    weißes SofaEvelyn analysierte den Raum ebenso und schätzte seinen Informationsgehalt auf Null. Nichts mit Broschüren, Plakaten oder Bildschirmen mit Infomercials.

    „Drei.", flüsterte sie Mort daher zu.
    Mort las auf seiner Serviette nach.

    3. Wenn keine Informationen auf unauffällige Weise zu entnehmen, nach Personen Ausschau halten. Kontaktaufnahme, sofern die Person(en) nicht erzürnt über Eindringen wirken und/oder Waffen tragen.

    Die Dame in Weiß war Mort zwar unheimlich, doch er hatte keinen Grund zur Annahme, dass sie erzürnen oder Waffen tragen könnte, und so schritt er neben Eve den weißen Teppich entlang, bis sie an der – dazu passend farblosen – Theke ankamen.

    „Sieben", murmelte sie, als die Dame vor ihnen von der Schreibmaschine aufblickte.

    7. Ich rede, du hörst zu.
    Dieser Teil des Plans sagte Mort sehr zu. Reden war nicht sein Ding.

    Bild: digiart2001

  • Ich bin zurück!

    2-Blog LogoIrgendwann in den letzten Tagen hat es zum erneuten Male Klick gemacht. Es fühlt sich gut an. Aus diesem Grund erzähle ich euch heute ein bisschen davon, wie ich mir die Zukunft von 2-Blog vorstelle. Dies bedeutet nicht, dass ich nun starre Richtlinien einführe, an die ich mich halten werde. 2-Blog ist ein Platz, wo ich mich austoben kann, aber ich will dennoch, dass er wieder eine Stufe höher steigt.

    Doch zuerst ein Blick nach hinten. Wieder einmal. Wie alles begonnen hat, wissen die meisten. Ich wollte eine URL angeben, wenn ich wo kommentierte. Daher hatte ich von Anfang an eine eigene Domain. Auch wenn sie zu Beginn noch eine andere war. Der langsame Anstieg der Besucherzahlen. Die Findung meines Platzes in Kleinbloggersdorf ((ein multidimensionales Gebilde, siehe auch)). Die Inhalte, vom Tagebuch zu einer Mischung aus Technik und minimal literarischen.

    Wieder die Frage. Wie geht es weiter? Ich weiß es nicht. Es wird sich entwickeln. Mehr aus der Blogosphäre. Mort. Ein bisschen persönliches. 2-Blog als Zentrum meiner Online-Aktivitäten.

    Ich werde verschiedene Sachen vorstellen. Einen Einblick geben, was ich mache. Sowohl online, als auch offline. Typisch Blog.

    Die für viele wichtigen Texte aus Meiner Welt werden sehr spärlich werden oder ganz aufhören. Ich habe kein Problem meine Gefühle in Texten zu verpacken und sie veröffentlichen, doch ich verändere zu sehr meinen Stil, zensiere vieles, wenn ich weiß wer hier aller liest und was die Menschen noch von mir wissen. Es ist diese Kombination aus Außenwelt und Innenwelt. Jeweils für sich gesehen kein Problem, aber zusammen machen sie mir Angst. Aus diesem Grund höre ich damit auf.

    Wie ich schon einmal angekündigt habe, werde ich nicht aufhören darüber zu schreiben. Die Texte werden jedoch nicht mehr hier veröffentlicht, sondern wo anders. Lange habe ich überlegt, ob ich euch sagen soll wo. Doch damit würde dieser Neubeginn jeglichen Sinn verlieren.

    Vielleicht irgendwann. Wenn ich der Meinung bin, dass es der richtige Zeitpunkt ist oder nach einer schlaflosen Woche nicht mehr klar denken kann. Ich weiß es nicht, aber ihr werdet es sicher mitbekommen, so lange ihr hier lest. Was aber keinen Sinn mehr macht, da ihr ja nur auf diese eine Adresse wartet und euch nicht für den Technikkram oder was ich sonst so mache. Auch dafür habe ich mir etwas überlegt. Die Idee stammt von bandini. Wer also will, dass ich ihm oder ihr die Adresse mitteile, wenn ich dazu bereit bin, soll mir ein Mail schreiben oder ich hier in den Kommentaren melden. Ihr bekommt dann eine Mail, wenn es soweit ist. Die Mailadressen werden weder verkauft noch weitergegeben und was eine BCC ist, weiß ich auch.

    Dennoch freut es mich, wenn ihr weiterhin hier vorbeischaut. Denn wenn ich ankündige mehr über die Blogospähre schreiben werde, bedeutet dies, dass ich mich mit Blogs beschäftige, die mich interessieren und dazu gehören vor allem solche mit minimal literarischen Texten ((Danke an just4ikarus für diesen Ausdruck)).

    Damit bin ich auch wieder bei der Zukunft dieses Blogs. Weil es Beschwerden wegen dem neuem Design gab und mir vorgeworfen wurde, dass ich nun ein Kommerzblogger werde, muss ich mich dazu auch einmal äußern.

    Ich habe das Design gewählt, weil es übersichtlich ist und mir neue Möglichkeiten gibt. Ich bin kein Designer und habe lange genug mit solchen herumgespielt. Funktional wird sich vielleicht noch etwas ändern, aber rein vom Aussehen sollte nun etwas Ruhe einkehren.

    Ich sehe das Ganze auch als Parodie auf die ganzen Möchtegerngegengeldblogger. Ja, ich nehme auch das eine oder andere Trigami-Angebot an, würde auch einen Bannerplatz oder ähnliches vermieten, aber das hat alles seinen Preis und das wichtigste ist, dass ich mich dadurch nicht von irgendjemanden abhängig mache. Es wird auch eine Amazon-Wishlist geben. Irgendwann. Ich verbringe viel Zeit mit dem Blog und mache dies gerne. Ich sehe aber keinen Grund, warum ich dafür nicht auch etwas zurückbekommen darf. Dennoch will ich niemals Geld zum Hauptgrund machen. Nur als angenehmen Nebeneffekt.

    Um den Satz nicht mit ich anzufangen, schreibe ich, dass ich wieder öfter über Dinge schreiben werde, die mir einfach auffallen. Im Leben und im Internet. Ein bisschen über die Uni. Über Wien und was es sonst noch gibt. Zum größten Teil oberflächlich, aber trotzdem persönlich.

    Nun seid wieder ihr dran.

  • You are evil!


    How evil are you?

    [via via via]

    Ein bisschen Ablenkung. Versuche an einigen Projekten weiterzuarbeiten. Stress. War skifahren. Tolles Wetter.