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INK

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„Wie sollen wir dieses Krankenhaus überhaupt finden?", seufzte Mort. „Hast du davon schonmal gehört?"
Evelyn schüttelte den Kopf.
Hätte Mort bloß den Rest jener Akte besessen, in der die Verlegung seines Freundes nach Prag beschrieben war. INK Krankenhaus. Wofür das wohl stand? Vermutlich irgendwas Tschechisches. INK…

Und diese Evelyn war ja auch eine schöne Hilfe. Wenngleich Mort freilich überaus glücklich war, eine freundliche Person getroffen zu haben, die nicht danach trachtete, ihn einzusperren oder in seinem Daumen zu wohnen. Sie schien sogar bereit, ihm bei seinem wahnwitzigen Unternehmen zur Seite zu stehen. Sie war genauso verrückt wie er.
Und dabei sah sie umwerfend aus.

INK.

„Ink!", rief Mort.
Evelyn wurde aus ihrer Oblomowerei gerissen.
„Wo?", fragte sie. „Was?", fügte sie hinzu.
Mort tastete in seiner Hosentasche nach einem kleinen Zettel. Oh wenn es nur die richtige Hose war…
Bingo. Nur gut dass er niemals, wirklich niemals seine Hosentaschen leerte.
Evelyn nahm verwundert den Papierstreifen entgegen, als Mort ihn aufgeregt aus seiner Hosentasche zog und ihn vor ihrem Gesicht schwenkte.
„Ein Weisheitsspruch?", erkannte sie, kaum bemüht ihre Enttäuschung zu verbergen.
Mort nickte. „Lies.", bat er sie.
„Du wirst in Kürze deinen besten Freund umbringen.", las sie vor, wobei ihre Stimme beim letzten Wort rasch abklang.
Nun fiel Mort erst auf, wie recht der Glückskeks gehabt hatte.
Halb recht.

Sein bester Freund war angeblich tot, aber er hatte ihn doch nicht umgebracht?
Doch darauf wollte er nicht hinaus.
„Dreh ihn um.", forderte er seine neue Gefährtin auf.
„Ink Inc.", las diese erstaunt vor und kniff die Augen zusammen, um die darunter stehende Adresse zu entziffern.
„Ich kenne diese Adresse!", rief sie schließlich. „Das ist hier in Prag!"
„Denkst du, da besteht eine Verbindung?", fragte Mort nachdenklich.
„Es gibt nur einen Weg, das herauszufinden.", antwortete Evelyn.

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