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Evelyns Plan

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ServietteNoch heute gilt Evelyns Plan als einer der besten, die jemals zu irgendeinem beliebigen Zweck entwickelt wurden.

Er war so durchdacht, dass für jede denkbare Konstellation im Phasenraum des Ink Inc.-Gebäudes eine eigene Lösung gefunden wurde. Vom Hauptplan spalteten sich hunderte Unterpläne ab, für-den-Fall-dass-Pläne, die untereinander hochgradig komplex verwoben waren und ineinander griffen wie ein gut geöltes Perpetuum Mobile.

Das Problem mit diesem Plan war, dass er alles andere als einfach war. Und wenn jemand behauptet, einfache Pläne wären die besten, so hätte er zumindest in dem Fall recht, dass Mort darin eine Rolle spielen sollte.

Kurz nachdem Evelyn begonnen hatte, schwirrte Mort der Kopf dergestalt, dass er sie um eine kurze Pause bat und begann, auf einer Serviette mitzuschreiben.

Siebenundzwanzig Servietten später stellte er sachlich fest: „Das merke ich mir nie."
Evelyn seufzte. Sie hatte vergessen, wie schwierig es für andere zu sein schien, eine beliebig lange Reihe unwichtiger Informationen auswendig zu lernen.
Doch auch hierfür hatte sie einen Plan, den sie in den Hauptplan eingliederte.
So gut war Evelyns Plan.

Bild: todmaffin

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