Monat: Februar 2008

  • Eingang

    ink inc.Die Sonne war im Begriff, unterzugehen, und ließ das Gebäude rötlich erstrahlen, als Evelyn und Mort zum zweiten Mal vor seinen Eingang traten.

    „Kann es losgehen?", fragte Eve.
    Mort nickte.

    „Nummer eins!", sagte Eve.
    Mort hob die Serviette und begann, ganz oben, neben der kleinen 1. zu lesen.

    Gebäude betreten. Nach Augenschein das Interieur beurteilen. Jegliche Art von Informationen bezüglich des Zwecks des Gebäudes beachten. stand da.

    Alles klar soweit. Mort holte tief Luft und öffnete Evelyn die schwere Glastür.

    Die Eingangshalle mutete genauso modern, gläsern und hoch an, wie die Außenfassade. Morts Blick schweifte weit umher. Das ganze machte einen sterilen Eindruck und war riesig. Ein schmaler, rätselhaft weißer Teppich führte von der Tür geradewegs zu einer runden Theke, hinter der weitere glänzende Türen sehr den Anschein erweckten, Lifttüren zu sein. An der Theke stand eine Dame in Weiß, offenbar vertieft ins Tippen auf einer Schreibmaschine, deren klicken in der hohen Halle laut widerhallte.

    Nebst alledem sowie zwei an sich großen, im Verhältnis zum Raum jedoch lächerlich kleinen Topfpflanzen konnte Mort dort, wie er erstaunt bemerkte, absolut gar nichts erblicken.

    Bild: code poet

  • Der Weg ist das Ziel?

    Heute war ich wandern spazieren. Anders als in Wien, fehlt es hier in Tirol nicht an Möglichkeiten diesem Hobby nachzugehen, doch beginnen wir ganz vorne.

    Ob ich heute wandern will, wurde ich beim Frühstück gefragt. Nach kurzem überlegen, schließlich sind noch einige andere Dinge zu tun, willigte ich ein und es wurde begonnen eine Route auszuwählen. Die Vorgaben waren, dass wir um fünf wieder zurück sind und nicht mit dem Auto zum Startpunkt fahren müssen.

    Nach einem kurzen Blick auf die Wanderkarte entschieden wir uns für eine schon bekannte Rundwanderung von Mieders über Mutters, die Raitiser Alm und Telfes wieder zurück. Sollte sich in der Zeit ausgehen. Dachten wir.

    Das Wetter war ideal, sonnig, aber nicht zu warm. Meine Laune wurde immer besser und ich genoß die frische Luft, die Schönheit der Natur und das hinter mir lassen.

    Im ersten Abschnitt, der durch den Wald führte, stellte sich uns das erste Hindernis in den Weg. Besser gesagt lag es da. Eine zig Meter lange Eisplatte, die den Weg bedeckte. Links ging es steil hinauf und rechts stürzte die Böschung hinab. Schritt für Schritt tastete ich mich vor. Als der Weg auch noch anstieg, rutschte ich kurz aus. Doch ich konnte mich wieder fangen.

    Ich sollte noch erwähnen, dass mein Hund dabei war. Dem machte das Eis zwar nichts aus, aber er spielt später noch eine kleine Rolle.

    Nachdem das Eis überwunden war, stellten wir fest, dass wir bereits eine dreiviertel Stunde gebraucht haben, welches man normalerweise in fünfzehn Minuten geht. Also nahem wir eine Abkürzung. Quer durch den Wald. Es war zwar steil, aber durch die Abwesenheit von großen Bäumen hatte die Sonne den Boden bereits von Eis und Schnee befreit, sodass es zügig weiter ging.

    Unten angekommen gingen wir ein Stück neben dem Fluss, der Ruetz, entlang. Sie war noch teilweise mit Eis bedeckt, aber außer ihrer Schönheit, gibt es nichts besonderes von ihr zu berichten.

    Nach der Überquerung, blieb uns nichts anderes übrig als einige Zeit einen asphaltierten Weg zu benützen. Mich wunderte, dass wir noch niemanden begegnet waren, aber vielleicht empfindet niemand mehr das Verlangen nach frischer Luft, Bewegung und dem Genuss der Natur. Schließlich kann man sich das auch im Fernsehen ansehen, während man auf dem Hometrainer sitzt. Und wenn es sein muss, öffnet man halt auch noch das Fenster.

    Endlich war die Straße zu Ende und ein Schotterweg begann. Nicht ideal, aber besser. Der Wald hatte auch wieder begonnen.

    An dieser Stelle möchte ich sagen, dass ich dafür bin, dass man mit Handys nur maximal eine Minute telefonieren kann. Jedenfalls, wenn man spazieren ist. Es sei denn, man ist alleine.

    Die Hälfte der Zeit war um. Jedoch nur ein Viertel des geplanten Weges. Sollen wir umdrehen? Nein, aber wir biegen nach links statt nach rechts ab. Über die Telfer Wiesen ist es auch angenehmer zu gehen. Viel Sonne, nur kleine Höhenunterschiede.

    Plötzlich ein Paragleiter. Ein paar hundert Meter über uns. Mein Hund mag das nicht. Er bekommt Panik, fängt an zu zittern und läuft im schlimmsten Fall nachhause. Ich habe ihn an die Leine genommen. Ist sowieso Pflicht im gesamten Dorfgebiet. Zittern hörte er trotzdem nicht auf, dafür konnte er nun auch an der Leine ziehen.

    Nach einer weiteren Abkürzung über einen vereisten Hang und der erneuten Überquerung der Ruetz ging es ohne weiteren Zwischenfällen zurück. Bis auf die drei Hunde, die versuchten uns anzufallen. Im Endeffekt nur Kläffer mit fünfzig Kilo Kampfgewicht.

    Pünktlich um fünf waren wir wieder daheim. Darum ging es ja auch. Rechtzeitig zurück zu sein. Vielleicht ist ja inzwischen was wichtiges im Internet passiert.

    Bild: robw1882

  • PuKW Auswahlverfahren Rangliste

    Vor ein paar Tagen ist die Rangliste des Auswahlverfahren 07/08 für Publizistik- und Kommunikationswissenschaften an der Uni Wien in mein Postfach geflattert.

    Wie schon bei STEP 3 habe ich mich ein bisschen mit den Daten beschäftigt.

    Teilnehmer: 978
    Studenten, „die auf den Plätzen 1 – 962 gereiht sind, können ab dem SoSe 2008 nach den Bedingungen des Studienplans weiterstudieren.“
    16 Studenten ist die Teilnahme an Lehrveranstaltungen und die Absolvierung von Prüfungen im Sommersemester 2008 nicht gestattet. Es gibt die Möglichkeit im Wintersemester 08/09 erneut am Auswahlverfahren teil zu nehmen.

    Gesamtpunkte aller Studenten: 226450
    Höchste Punktezahl: 465
    Niedrigste Punktezahl: 6
    Durchschnittliche Punktezahl: 236,4370447

    Verteilung
    >401: 1
    301-400: 188
    201-300: 550
    101-200: 125
    0-100: 114
    Verteilung Auswahlverfahren Publizistik- und Kommunikationswissenschaften Wien 07/08

    Rangliste Auswahlverfahren Publizistik- und Kommunikationswissenschaften Wien 07/08

    Sobald ich die Noten von STEP 1 und STEP 4 erhalte, geht es weiter.

  • Evelyns Plan

    ServietteNoch heute gilt Evelyns Plan als einer der besten, die jemals zu irgendeinem beliebigen Zweck entwickelt wurden.

    Er war so durchdacht, dass für jede denkbare Konstellation im Phasenraum des Ink Inc.-Gebäudes eine eigene Lösung gefunden wurde. Vom Hauptplan spalteten sich hunderte Unterpläne ab, für-den-Fall-dass-Pläne, die untereinander hochgradig komplex verwoben waren und ineinander griffen wie ein gut geöltes Perpetuum Mobile.

    Das Problem mit diesem Plan war, dass er alles andere als einfach war. Und wenn jemand behauptet, einfache Pläne wären die besten, so hätte er zumindest in dem Fall recht, dass Mort darin eine Rolle spielen sollte.

    Kurz nachdem Evelyn begonnen hatte, schwirrte Mort der Kopf dergestalt, dass er sie um eine kurze Pause bat und begann, auf einer Serviette mitzuschreiben.

    Siebenundzwanzig Servietten später stellte er sachlich fest: „Das merke ich mir nie."
    Evelyn seufzte. Sie hatte vergessen, wie schwierig es für andere zu sein schien, eine beliebig lange Reihe unwichtiger Informationen auswendig zu lernen.
    Doch auch hierfür hatte sie einen Plan, den sie in den Hauptplan eingliederte.
    So gut war Evelyns Plan.

    Bild: todmaffin

  • Hurricane 2008

    Hurrican 2008Malcolm will zum Hurricane 2008 und die Blogosphäre hilft ihm dabei. Als Dank verarbeitet er die Namen der Unterstützer in einem Gedicht. Dies will er beim Hurricane 2008 vortragen.

    Das Ganze funktioniert, indem man seinen Blogbeitrag „Hurricane 2008 – Mein Angebot“ bei Google anständig pusht. Die Veranstalter vom Hurricane Festival sollen so auf ihn aufmerksam werden und ihn einladen.

    In meinen Augen ist das Angebot zu gut. Die Aufmerksamkeit, die Hurricane 2008 in der Blogosphäre bekommt steigt dadurch ungemein und das alles gegen einen Backstagepass und ein bisschen Verpflegung, welches die Veranstalter des Hurricane 2008 fast nichts kostet.