Artikelformat

Definitionssache

5 Kommentare

FesntertropfenDu weißt nicht was ich glaube. Ich weiß es. Ich weiß es ganz genau. Doch ich traue mich nicht. Habe Angst es mir selbst einzugestehen.

Das Leben ist kein Spiel. Auch wenn es viele Ähnlichkeiten gibt. In einem Spiel kann ich abspeichern. Ich kann immer wieder am gleichen Punkt einsteigen und den richtigen Weg durch ausprobieren finden. Hier gibt es keinen richtigen Weg. Es gibt kein Ziel, außer dem, das wir uns selbst setzen. Egal was die Gesellschaft erwartet. Am Ende zählen nur wir selbst.

Ich strecke gerne die Zunge hinaus. Die Welt kann mich mal. Denn ich lasse mir nicht sagen, was richtig ist. Ich nehme gerne an. Ich habe keine eigene Meinung. Wie bei einem Mixtape hat ein kluger Mann einmal geschrieben. Er hat recht. Man pickt sich die guten Dinge raus und versucht sie zu vereinen. Von anderen und doch ganz persönlich. Ich lebe um Spaß zu haben. Ich lebe um zu weinen.

Dann blicke ich wieder aus dem Fenster. Ist es wirklich so lächerlich? Dieses Konstrukt aus Werten, die alle wichtig sind. Ohne würde es nicht funktionieren. Gut und Böse. Die Überbegriffe für jegliches handeln. Manchmal abgewandelt als gut und schlecht. Es gibt Win-Win-Situationen. Doch im eigenem Leben. Man erkennt sie nicht. Es gibt keine Zahlen mit denen man sich ausrechnen kann. Wie gut schneidet man ab? Keine Zwischenbilanzen und keine Endabrechung. Bin ich zufrieden oder nicht?

Ich sehne mich nach so vielen Dingen. Ich weiß und verlaufe mich in Unsicherheit. Das ist das Leben. Das ist es. Ist es das wirklich? Ja. Es gibt kein anderes und man muss hin und wieder eine Illusion zerstören um zu bemerken was wirklich los ist. In dieser Realität, die niemand wahrnehmen kann. Sie ist und wir sind es auch. Zusammen kommt es nie. Zu komplex. Ich träume. Lebe. Träume mein Leben. Lebe meine Träume. Bin gestorben und wieder auferstanden. Es führt nicht jeder Weg nach Rom und Sprichwörter sind zu einfach. Sie beschreiben kleine Sachverhalte. Lassen sich oft anwenden und sagen etwas aus.

Interpretationssache.

Bild: nanayof2

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

| | | Newsletter

5 Kommentare An der Unterhaltung teilnehmen

  1. Ein interessant-schöner Text. Ja, so ist das Leben. Hm.

    Was soll ich noch groß sagen. Sprichwörter sind doch nur dazu da, um sie klischeehaft einzuwerfen. Aber du weißt ja: Schweigen ist Silber, Reden ist Gold. Oder war das doch umgekehrt. Ach … verdammt.

    Und schön, wieder einmal deine Welt zu sehen.

    Antworten

  2. Schöner Text. Aber versuch nicht zu viel zu denken. Lebe einfach. Nur leben. Mehr braucht man nicht. Dafür bewusst.

    Antworten

  3. Es geht wieder weiter. Nicht nur hier.

    Lisa, ich kann nicht einfach leben. Auch wenn es für dich im Moment logisch erscheint. Mir fällt es schwer. Ich will es gar nicht.

    Antworten

  4. Ich kenn das. Das Nachdenken belastet zwar, oder räumt dem Leben schlussendlich nicht genug Platz ein. Aber das Denken tut gut und hilft und ist einfach oft nur schön. Auch wenn es nicht immer nur gute Gedanken sind.

    Antworten

  5. Pingback: 2-Blog - Definitionssache [podcast]

Schreibe eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.