Monat: April 2008

  • Wohin geht es mit 2-Blog?

    Mauer ParisWas schon wieder ein In-Frage-Stellen-des-Blogs? Ja, so ist es.

    2-Blog begleitet mich seit 2 Jahren. Gutes Datum um aufzuhören. Tatsächlich habe ich daran gedacht, 2-Blog zu schließen. Meine Gedanken zur Blogosphäre und ähnliches kann ich auch woanders unterbringen. Die Geschichten gibt es jetzt schon nur noch auf ***** Edit: woanders.

    Doch ganz leicht ist es auch wieder nicht. Ich mag diesen Blog, schreibe recht gern etwas rein und freue mich, dass er ein paar Leser hat. Es sind mir zu viele von Google, aber die bekommen jetzt auch Werbung. Beim Rest frage ich mir, was er hier erwartet. Warum lest ihr mich?

    Früher konnte ich es vielleicht noch über die Texte erklären. Doch seit fast einem Monat gab es keinen interessanten Content mehr. Ich würde mich selbst nicht lesen. Habe ich schon einmal geschrieben, muss ich an dieser Stelle aber wiederholen. Vielleicht sollte ich eine Umfrage starten, was euch hier hält. Aber einfach wäre es, wenn ihr es einfach in die Kommentare posten würdet.

    Jetzt noch kurz zu meinen Ideen für die Zukunft. Was der Kern von 2-Blog werden wird. Das rundherum, wie Stöckchen, metablogging, und anderer Stuss wird nicht verschwinden. Das gehört für mich einfach dazu. Doch ein Thema will ich dennoch haben. Etwas worauf der Blog aufbaut. Der Grund für die Leser den Blog zu abonnieren und wieder zu kommen.

    Ich beschäftige mich sehr stark mit der Blogosphäre, studiere Publizistik- und Kommunikationswissenschaften und leite das Projekt Blögger. Was liegt da näher als über das Thema aus einer wissenschaftlich angehauchten Sicht zu schreiben?

    Das würde mir wieder den nötigen Schub geben anständige Beiträge für 2-Blog zu schreiben. Wie manche wissen, bin ich aber ein leserorientierter Blog, der nach eurem Interesse handelt und euch einfach ignoriert. Daher interessieren mich zwei Fragen:

    Warum lest ihr 2-Blog?
    Würdet ihr 2-Blog lesen, wenn ich ein wenig Wissenschaft mit Blick auf Blogs rein bringen würde?
    Sonstige Vorschläge?

    Bild: svenwerk

  • Blogtail 3 | Bloggertreffen in Wien

    Leider etwas kurzfristig, ich hoffe dennoch auf euer zahlreiches erscheinen.

    Am 30. April, also nächsten Mittwoch, findet Blogtail Nummer 3 im Lebemann + Hirn statt. Es treffen sich Blogger, Blogleser und Interessierte.

    Da dürft ihr natürlich nicht fehlen. Ja, ihr, meine Leser. Also wer sich zu der Zeit in Wien oder Umgebung befindet, ist herzlich eingeladen, mich persönlich kennen zu lernen. Ich freue mich auch auf alle Blogger.

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    Bitter weitersagen. Einen Gratis Willkommensdrink gibt es auch.

    Ich leite das Projekt Blögger ehrenamtlich. Falls jemand mithelfen will, einfach bei mir melden.

  • Audiovisuelle Geschichtsfragmente

    PhonautografWir haben das Bedürfnis zu kommunizieren. Wenn zwei Personen in einem Raum stehen ist es ihnen meist unangenehm wenn keiner spricht. Kinder teilen ihren Eltern von ihrem Tag mit. Erwachsene auch. Haben wir nicht die Möglichkeit direkt mit Menschen unsere Erlebnisse zu teilen, schicken wir ihnen Nachrichten oder halten Dinge für uns selbst in einem Notizbuch fest. Manche nenne es Tagebuch, doch das würde den Geschäftsmenschen nicht gefallen. Jugendliche sprühen ihre Botschaften an Wände, Prominente schreien sie über das Fernsehen hinaus. Menschen schreiben Bücher, Briefe, Kurznachrichten, telefonieren, sprechen, schreien, malen, basteln. Wir drücken uns aus. Heute haben wir Weblogs. Wie wenden uns an die ganze Welt. Jeder soll uns lesen, hören, sehen. Jeden Gedankenschnipsel kommt zu Twitter. Unsere Videos zu YouTube, Bilder zu flickR. Unser Leben wird von uns selbst dokumentiert. Informationsüberfluss, Reizüberflutung.

    Das Bedürfnis sich auszudrücken ist nicht neu. Die Möglichkeiten dazu haben sich in den letzten Jahren enorm entwickelt.

    Aufnehmen kann man schon lange. 1875 konnte man mit dem Phonautograf ((http://de.wikipedia.org/wiki/Phonautograph)) von Edouard-Leon Scott de Martinville Stimmen aufzeichnen und abspielen. 1956 gibt es einen einsatzfähigen Vide Tape Recorder ((http://de.wikipedia.org/wiki/Videotechnik#Geschichte)) der Firma Ampex. Die Geschichte der Fotografie geht bis in das 13. Jahrhundert ((http://de.wikipedia.org/wiki/Fotografie#13._Jahrhundert)) zurück. Die Geschichte der Schrift beginnt einige tausend Jahre ((http://de.wikipedia.org/wiki/Keilschrift)) früher. Noch älter ist die Höhlenmalerei, über 29000 Jahre ((http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6hlenmalerei#Altersbestimmung)).

    Doch erst mit dem Internet hat jeder die Möglichkeit bekommen sich an ein disperses Publikum zu wenden. Noch hat nicht jeder Zugang dazu, es wird von vielen nur zu einem winzigen Teil verwendet. Erneut fällt die Unterscheidung zwischen Text zum Informieren und Bild und Ton zur Unterhaltung auf.

    Das nächste Mal werde ich aus meiner Sicht erläutern, welche Entwicklungen benötigt werden, damit wir Ton und Video in unsere Informationslandschaft integrieren können.

    Bild: Phonautograph of Leon Scott, The Century Dictionary 1911, Vol. VI, Page 4450, Pholadidae to Phonikon. 1911

  • Die Zukunft audiovisueller Medien

    MultimediaWir leben in einer textbasierten Zeit. Davon bin ich fest überzeugt. Oft versucht man mir zu erklären, dass wir in einer multimedialen Welt leben. In meinen Augen ist das Schwachsinn. Aber warum? Was fehlt uns, damit das multimediale Zeitalter beginnen kann?

    Das Jetzt ist vom Text bestimmt
    Wenn sie nach Informationen suchen, dann werden sie in den meisten Fällen zuerst Google befragen. Manche beginnen auch bei Wikipedia. Doch dort suchen sie nicht etwa nach Bildern, Audiofiles oder Videos, sondern nach Textstellen. Sie geben ein oder mehrere Worte ein und bekommen verschiedene Seiten als Ergebnis. Google bestimmt was sie sich anschauen, doch das ist nicht Thema dieses Beitrags. Nun kommen sie also zu einer Website, die in den meisten Fällen zum größten Teil aus Text besteht. Sie überfliegen ihn und sehen sich interessant erscheinende Teile genauer an. Manchmal wird der Text durch Bilder oder Video unterstützt. Der Informationsgehalt dieser hält sich meist in Grenzen. Bei Nachrichtenportalen sind auch Symbolfotos sehr beliebt.

    Nehmen wir zum Beispiel diesen Beitrag. Das Bild links oben sieht nett aus, ermöglicht vielleicht eine Einordnung des Textes ohne ihn zu überfliegen, aber es ändert am Informationsgehalt des Textes nichts.

    Beschäftigen sie sich mit einem Thema genauer, werdet ihr auch eine Bibliothek aufsuchen bzw. allgemein eine Buchrecherche durchführen. Wieder lest ihr viel Text, der hin und wieder ein Bild beinhaltet.

    Wenn ich ihnen nun die Frage stellen würde, welche Form von Information in unserer Gesellschaft am wichtigsten ist, werden sie mit Text antworten.

    Audio und Video, die Hauptvertreter der angeblichen multimedialen Welt werden hauptsächlich zur Unterhaltung genutzt.

    Das nächste Mal geht es mit der Geschichte weiter.

    Bild: Dan Zen

  • Ideen zum realen Netzwerken

    NetzwerkenIch komme gerade vom Webmontag Nr. 11 zurück. Es gab zwei Präsentation und eine Diskussion, zu der ich ein paar Gedanken schreiben werde. Doch zuerst zum Rest. Die erste Präsentation, beschäftigte sich mit dem Relaunch der Webmontag-Seite. Die zweite galt dem Logbuch Accessibility. Teilgenommen haben Eric, Robert, Meral, Beate, Jürgen, Susanne, Martin, Max, Adalbert, Jürgen, Stefan und Olaf. (Falls ich jemanden vergessen habe, bitte melden)

    Nach dem letzten Digitalks habe ich einen Beitrag über das Netzwerken nach den Präsentationen geschrieben. Aus meiner Sicht stellen sich zu schnell immer wieder die gleichen Personen zusammen und verhindern so den Wissensaustausch, welcher durch die Veranstaltung passieren sollte. Meral hat nun zum Crowdsourcing (übrigens das Thema des kommenden Digitalks) aufgerufen und fragt nach unseren Ideen dazu.

    Sie hat auch schon den ersten Vorschlag eingebracht. Beim First Tuesday (Geld trifft Internet. Oder so.) gab es verschiedene Aufkleber für die Teilnehmer. Je nachdem ob man Startup, Venture Capitalist oder Business Angel ist bekommt man eine andere Farbe. So weiß man gleich wen man für was ansprechen muss. Das wichtige dabei ist auch, dass man einen Einstiegspunkt für ein Gespräch hat.

    Dieses System kann man allerdings nicht 1 zu 1 für Digitalks übernehmen. Beim Webmontag wurde es daher weiter entwickelt.

    Bei den Digitalks gibt es Personen mit unterschiedlich ausgeprägten Wissen zu verschiedenen Themen. Der erste Gedanke, zwei Farben, kam sehr schnell zu dem Ende, dass sich niemand gerne als unwissend hinstellen lässt. Somit ließ man die Einteilung Experten-Dumme wieder fallen.

    Als nächstes wurde eingeworfen, dass die Digitalks zwar immer ein Thema behandeln, aber die Leute, die kommen sich auch oft für vergangene Themen interessieren und sich die Gespräche nach den Vorträgen ideal dazu eigenen würden auch Fragen zu diesen zu beantworten. Man könnte also Sticker mit verschiedenen Symbolen machen. Dies würde aber sehr schnell kompliziert sein und anstatt dass man weiß wer sich wo auskennt, wird man nur verwirrt.

    Ich gehe nun aber davon aus, dass sich die meisten Personen nicht nur mit einem Thema, das bei Digitalks vorgestellt wird auskennen, sondern mit mehreren. Aber es gibt auch welche die Experten für ein Thema sind. Wiederum bieten sich zwei Farben an. Einmal für Personen mit allgemeinen Wissen zu den Themen und andererseits für solche, die sich mit dem Thema der jeweiligen Veranstaltung auskennen.

    Um die Hemmschwelle weiter zu senken könnten die Personen bereits im Vorfeld auf der Website präsentiert werden und einmal nach dem Vortrag kurz vorgestellt werden.

    Dies sollte es für alle Interessierten einfacher machen sie anzusprechen und auszufragen. Natürlich brauchen sie noch einen tollen Namen. Wie Digituts oder Digimeister. Ich vermute, dass andere Personen bessere Vorschläge haben. ; )

    Bild: emiplaneta