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Text ist nicht das beste?

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Dieser Artikel ist Teil der Serie Die Zukunft Audiovisueller Medien

  1. Die Zukunft audiovisueller Medien
  2. Audiovisuelle Geschichtsfragmente
  3. Text ist nicht das beste?
  4. Die Zukunft von Audio

FilmDas letzte Mal bin ich ein wenig auf die Geschichte der Kommunikation eingegangen. Dieses Mal möchte ich an den ersten Beitrag anknüpfen. Es ist darum gegangen, dass wir uns heutzutage hauptsächlich in einer textbasierten Welt bewegen.

Die Krönung davon ist der Hypertext. Die Möglichkeit innerhalb eines Textes auf andere verweisen und direkt dort hinspringen. Was früher meist nur in der Wissenschaft gemacht wurde und dort auch nur im Sinne von Verweisen auf andere Texte, passiert heute in jeglichem Kontext.

Wenn ich über Personen schreibe, setze ich gleich einen Link zu ihrem Blog/Website oder einem Profil bei einem Social Network. Wer sich nun dafür interessiert, kann sich dort näher mit der Person beschäftigen. Die anderen können einfach weiterlesen. Das gleiche passiert mit Fremdwörtern, Ereignissen und allen möglichen Dingen.

Aber auch, wenn ich mich auf Erlebnisse, Ideen oder Gedanken von anderen Menschen beziehe, setze ich in einen Link zu dem entsprechenden Beitrag. Dadurch lege ich sozusagen meine Gedankengänge offen und ermögliche es den Lesern sich eigenständig damit zu beschäftigen. In den anderen Texten sind bestenfalls weitere Links, die noch mehr Informationen verbergen. Und ist etwas einmal unklar kann man meist sehr effektiv danach suchen.

Das ist die Sache mit dem Text. Betrachtet man Texte jedoch von außen im Zusammenhang mit dem Menschen, sind sie sehr unnatürlich. Texte sind eigentlich Codes. Die einzelnen Buchstaben besitzen keine Bedeutung. Auch nicht wenn man sie kombiniert. Erst durch Erziehung, Weitergabe des Wissens lernt der Mensch was diese komischen Zeichen bedeuten. Wir haben Regeln entworfen, damit wir uns untereinander damit verständigen können.

Ton ist natürlicher, aber auch nur in dem Ausmaß, dass wir die Sprache schneller erlernen und uns auch ohne den tieferen Sinnen damit verständigen können. Das Natürliche hierbei ist stärker die Tonlage und Lautstärke. Wir erkennen es, wenn jemand aggressiv spricht, auch wenn wir seine Sprache nicht kennen. Genau genommen ist es aber auch wieder nur etwas, was wir durch Erfahrung gelernt haben.

Kann man überhaupt von natürlich sprechen? Was ist natürlich?

Weiter geht es mit der Kombination aus Bild und Ton. Aber das Ende ist hier noch nicht erreicht. Fühlen, riechen, schmecken.

Ich bin früher oft davon ausgegangen, dass ich in Sprache denke. Diese stimmt zu einem gewissen Teil. Doch wenn ich darauf achte, kann ich mich auch an Geschmäcke erinnern, ich kann sogar Gefühle von bestimmten Situationen fühlen. Sehr oft denke ich in Bildern. Vorstellungsvermögen? Denken?

Ich bin kein Gehirnforscher, glaube jedoch, dass dies noch wichtig werden wird.

Ursprünglich war geplant, dass ich in diesem Beitrag meine kleine Vision für die nächsten Jahre vorstelle, aber nun werdet ihr euch noch bis auf das nächste Mal gedulden müssen.

PS.: Bei der Gelegenheit könnt ihr gleich den Text taggen. Ich denke, dass ihr das besser könnt, als ich.

Bild: chunyang

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

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