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Die unendliche Geschichte [stöckchen]

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Die Sternengreiferin hat mir ein Stöckchen rübergeworfen. Nicht irgendein normales, sodass ihr keine Sorgen haben müsst, ich würde wieder einmal zuviel von mir preisgeben1. Es geht darum eine Geschichte zu schreiben. Eine unendliche Geschichte. Bisher wurde jeweils etwa ein Absatz mit etwa hundert Wörtern geschrieben, aber soweit ich es verstanden habe, gibt es da keine spezielle Begrenzung. Ob ich mehr oder weniger schreiben werde, weiß ich noch nicht, das wird sich dann ergeben, aber ich gehe eher davon aus.

Noch bevor ich angefangen habe zu schreiben, war ich am überlegen, an wen ich das Stöckchen weitergeben könnte. Eingefallen sind mir viele, doch ich wollte einmal etwas neues ausprobieren und sicherstellen, dass es auch beantwortet wird. Schließlich ist das bei solch einem Projekt nicht gut, wenn es länger wo liegen bleibt. Daher habe ich bei Twitter gefragt, wer denn weiterschreiben möchte und sogleich hat sich Susanne Holzer gemeldet.

Möglicherweise wäre es sinnvoll eine Liste mit Bloggern zu erstellen, die gerne mitmachen würden. Einerseits findet man so weitere interessante Blogs und andererseits wird vermieden auf Personen zu treffen, die keine Lust oder Zeit haben.

Doch nun zum Stöckchen selbst.

Ich möchte eine unendliche Geschichte schreiben. Jeder Blogger, der Bock hat, kann sich sozusagen einmischen und das Stöckchen aufnehmen und weiterverarbeiten. Ich möchte euch bitten, dass ihr die jeweiligen vorherigen Postings übernehmt, d.h. wenn jemand zu euch auf den Blog kommt, dann soll er nicht nur einen einsamen Satz oder möglicherweise zwei Sätze in einem Posting bei euch finden, sondern er soll die Story finden, so weit wie sie bereits gekommen ist. In einem Monat gibt es von mir ein Update mit der Story, so weit wie sie bereits erzählt worden ist. Bitte vergesst nicht, einen Kommentar oder Trackback zu hinterlassen, damit die Leser unseres kleinen "Experiments” nicht plötzlich mit einem großen Fragezeichen auf der Stirn verzweifelt nach dem Fortgang unserer Story suchen müssen.

Tommy erwachte in der Dunkelheit. Es war so stockdunkel, dass er nicht das Geringste sehen konnte. War er am Tag oder in der Nacht erwacht, fragte er sich. Langsam spürte er Panik in sich aufsteigen. Die Dunkelheit schloss Tommy ein, umgab ihn mit einer so undurchdringlichen Schwärze, dass er sich fragte, ob die vage Erinnerung an Licht, die es irgendwo in der Tiefe seines Gedächtnisses gab, vielleicht nur ein Traum sei. (Tshalina)

Obwohl er seine Augen aufriss, war dort nichts als schwärzeste Finsternis. Langsam richtete Tommy sich auf und begann, sich einen Weg zu ertasten in diesem Raum, der ihm völlig fremd erschien. Ist er vorher schon einmal hier gewesen? Er ist sich nicht sicher, denn er verspürte einen vertrauten Geruch in seiner Nase und er hörte Musik, sanfte und wohlklingende Musik. Er hörte sie ganz deutlich. Seine Ohren brachten ein paar Farben in die Dunkelheit. Es musste doch einen Weg hier raus geben. (Konna)

Tommy fragte sich, wie er überhaupt in diesen Raum gekommen war. Er konnte sich undeutlich an ein Fest erinnern, bunte Lichter, Musik, zwei Männer, Sirenengeheul, dann nichts mehr. Wo war er hier gelandet? Tommy fühlte in der Dunkelheit eine Wand, die er entlangging, bis seine Hände eine kühle, raue Oberfläche ertasteten. Eine Tür! Er drückte die Klinke herunter – die Tür war abgeschlossen. (Jakob)

Die Musik, die noch immer zu vernehmen war, schien jenseits dieser verschlossenen Türe ihren Ursprung zu nehmen. Tommy legte sein Ohr an das rissige Holz und versuchte die anderen Geräusche zu identifizieren, die sich unter die Töne mischten. Er hielt die Luft an. Das Pochen seines eigenen Pulses jedoch ließ ihn Sekunden später schwer durchatmen. Erneut nahm Panik von ihm Besitz. Er wollte hier raus, und das sofort. Mit einem Mal war ihm völlig egal wo die Musik herkam, oder was sich hinter dieser Tür verbarg. In dem Moment, als er sich aufrichten wollte, flog die Türe auf und traf Tommy mit voller Wucht auf der Schläfe. Wage konnte er noch ein helles Licht und den Umriss einer Gestalt ausmachen, bevor er taumelnd zu Boden sank. (lexxa)

Im Gegensatz zu seinem letzten Erwachen, war es dieses Mal so hell um ihn herum, dass es seine Augen sofort wieder zudrückte. Im gleichen Moment spürte er einen stechenden Schmerz im Kopf und versuchte sich zu erinnern was passiert war und wie er hier her kam. Ein Fest, Musik, ein dunkler Raum, die Holztür… Jemand muss die Tür ruckartig aufgemacht haben gerade in dem Moment wo er den Ausgang fand.
Noch einmal versuchte er seine Augen zu öffnen, das grelle Licht im Raum brannte in seinen Augen. Als er wieder etwas sehen konnte, erkannte er, dass er in einem Krankenhaus sein musste, neben ihm sass seine Freundin und lächelte ihn an. (Autor ohne Talent)

Alles war weiß. Die typische Sterilität eines Krankenhauses. Tommy richtet sich in seinem Bett auf, der Polster plusterte sich wieder auf. "Hallo.”, sagte seine Freundin, "Du hast ja lange geschlafen.” Er hatte also geschlafen, doch viel eher kam es ihm vor, als wäre er gerade erst aus einem monatelangen Koma erwacht. "Emilie.” Er stockte. Seine Stimme kam ihm unheimlich vor. Doch er wagte einen weiteren Versuch. "Emilie. Wa-, was mache ich hier?” Und sie begann ihm alles zu erklären und je länger sie sprach, desto unglaublicher und dubioser erschien ihm seine eigene Geschichte. (just4ikarus)

Er hörte Emilie aufmerksam zu, doch je mehr sie erzählte, desto weniger konnte Tommy glauben, dass das alles wirklich geschehen sein sollte. Die Bestellung von 70 Pizzen, ein Anruf mit verstellter Stimme beim BKA, ein Striptease bei den Nachbarn, und eine Bombendrohung im nahegelegenen Bahnhof. Das alles sollte auf sein Konto gehen. ".. und als die Polizei schließlich kam, hast du geschrien, dass du dich jetzt im Bunker verstecken wirst, und bist in den Keller gerannt, wo du dich selber eingesperrt hast.” Er sah an Emilie vorbei aus dem Fenster, durch das helle Sonnenstrahlen in sein Krankenzimmer fielen. Jetzt, wo sie alles erzählt hatte, spürte er, wie die Erinnerungen des gestrigen Tages langsam zurück kamen. Es war ihm unangenehm und er hatte ein schlechtes Gewissen, dass Emilies Geburtstagsfeier so ausgegangen war. "Doch leider ist das noch nicht alles..” (Sternengreiferin)

Emilie beugte sich näher zu Tommys Kopf und sprach mit leiser Stimme. „Das alles wären Streiche eines dummen Jugendlichen. Hättest du nicht alles in einer Nacht gemacht, würden sie ein Auge zudrücken.“, sie wurde schneller und aufgeregt: „Verdammt, Tommy, WARUM?!“ Sie starrte ihn an. „Sie haben schon einen Bluttest gemacht und keine Anzeichen auf Drogen gefunden. Der Alkohol war es auch nicht. Du dürftest sogar noch mit dem Auto fahren.“ Kopfschüttelnd saß sie da.

Tommy sah wieder aus dem Fenster. Er konnte sich an nichts erinnern. Nur einzelne Bilder kamen zurück, als Emilie ihm erzählt hat, was er getan haben soll. Er sah sich selbst, wie er ihm Bahnhof steht, eine Art Bombengürtel um den Körper. Sah sich schreien, doch hörte nichts. Warum. Krampfhaft versuchte er sich an den Moment zu erinnern, als er noch bei Bewusstsein war.

Der Weg zur Party. Es war ein sonniger Frühlingstag. Die Vögel zwitscherten, er genoß die Wärme und freute sich auf den Abend. Nach all dem Stress in der Schule einen Abend komplett entspannen mit den Menschen, die er seine Freunde nannte. In seinem Rucksack das Geschenk für Emilie, ein schwarzer Kapuzenpulli mit pinken Ohren. Schon lange hatte sie sich einen solchen gewünscht, doch bisher konnte sie ihn nirgends finden. (Luca)

Weiter geht es dann bei Susanne.

  1. Das kommt sowieso []

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

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2 Kommentare An der Unterhaltung teilnehmen

  1. Schicker Blog – kannte ich vorher noch gar nicht. :) Die Idee mit dem Sammeln der möglichen „Teilnehmer“ für das Stöckchen finde ich klasse. Ich mag auch die Wendung, die die Story bei dir nimmt…

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