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Blogs sind scheiße! [metablogging]

25 Kommentare

Als Einstieg empfehle ich Julie Paradise. Wieder da? Nichts verstanden? Kein Problem, ich versuche einen sanften Einstieg schließlich soll ich ja Leser haben, die ansonsten gar keine Blogs lesen und somit auch wenig von solchen Blogsphäre-Diskussionen mitbekommen.

Gestoßen bin ich auf darauf bei Patsy Jones, die zuerst auf Don Dahlmann, f!xmbr und Nerdcore verweist bevor sie ihre Meinung zu Nullen und Einsen bringt. Die ganzen Beiträge, die nicht unbedingt kurz sind, sollte man sich nur zu Gemüte führen, wenn man sich für das Thema interessiert oder andere Meinungen lesen möchte. Ich werde jetzt eine kurze Zusammenfassung aus meiner Sicht schreiben und anschließend ein paar Punkte von mir hinzufügen.

Dahlmann meint, dass die deutsche Blogosphäre sich in einem Tief befindet. Er macht das an der sinkenden Verlinkung innerhalb der deutschen Blogcharts (s.a.:Piratenblogcharts) fest. Er spricht von Professionalisierung, die durch mehrere bloggende Journalisten erreicht werden soll. Weiters soll es den Deutschen an Diskussionskultur und Medienkompetenz fehlen.

Chris (f!xmbr) sieht das Problem wiederum in den käuflichen Journalisten, die sich in den Blogcharts breit machen. Blogger sollten unabhängig sein und wer Geld mit seinem Blog verdient ist sowieso schlecht und kann die Welt nicht verändern. Abschließend schließt er f!xmbr in diese Kritik mit
ein.

René (nerdcore) schreibt, dass Blogs, auch deutschsprachige, funktionieren und nimmt seinen eigenen als Beispiel. In seinen Augen sind nichtssagende Überschriften und unnötige Ausführungen eine Gefahr. Er meint, dass manche Blogs nicht funktionieren, weil sie Katzenbilder posten und über Blogs schreiben und zugleich findet er das gut.

Patsy Jones findet, dass die Themen uninteressant, die Blogs hässlich und die Blogcharts sinnlos sind. Blogger kommen beinahe alle aus dem Medienbereich und Leute aus anderen Bereichen keine Lust zum bloggen haben. Die meisten Blogs, die sie selbst liest, erzählen sowieso Geschichten und haben keinen Anspruch zu informieren. Eigentlich sind wie sowieso alle Arschlöcher.

Und noch ein paar Blogs, die für mich nicht funktionieren:
maYo weil sein Beitrag einfach langweilig ist. Testspiel weil ich nichts davon habe. electru weil ein Satz mit drei Links maximal ein Tweet sein dürfte. Moppelkotze weil er die Leser vor den achso langen Texten warnt. wildbits weil ihn die Diskussion nicht interessiert, er aber dennoch darüber schreibt. NetzNews weil mir beim Lesen des Beitrags schlecht wurde.

Ich finde die Diskussion spannend und sinnlos, gerate in eine selbstanklagende Situation und erkenne ein ständiges sich selbst widersprechen.

Das liebe Geld und Amerika
Eine Sache, die ich immer wieder lese und nicht verstehen ist die Geldfrage. Auf der einen Seite schaut man ständig zu den großen Blogs in Amerika, wo teilweise hauptberufliche Blogger dahinterstehen, und sagt dann, dass man mit dem Blog kein Geld verdienen soll, weil man dann käuflich ist und nur noch für hohe Besucherzahlen schreibt. Ich schreibe hauptsächlich für meine Leser, teilweise für Besucher, teilweise für Google. Ich schreibe bezahlte Beiträge und bin bereit Werbebanner zu schalten, reiße mich jedoch nicht darum und halte meinen Preis hoch. Blogs haben in Amerika vielleicht mehr Macht, aber sie sind auch käuflich, wie einige Skandale gezeigt haben. Verdiene ich meinen Lebensunterhalt mit Bloggen habe ich jeden Tag viele Stunden Zeit, um zu recherchieren und mich mit den Themen auseinanderzusetzen. Dadurch könnte ich eine höhere Qualität bieten. Auf der anderen Seite stünde ich unter Druck. Bleiben die Besucher aus hat es teils dramatische Folgen. So etwas kann man durch kluge Werbeformen vermeiden. Frei ist niemand. Irgendwoher muss die Zeit fürs bloggen kommen.

Was heißt funktionieren?
Von all den Bloggern ist sich keiner wirklich sicher was funktionieren heißt. Manche sprechen von Besucherzahlen, andere von Einnahmen und wieder andere von Macht und Einfluss. Funktionieren an sich kann etwas nicht. Ein Auto funktioniert nicht, sondern das Fahren mit dem Auto funktioniert. Das Einschalten des Fernsehers funktioniert. Das Geld verdienen mit dem Blog funktioniert. Das Macht ausüben mit dem Blog funktioniert. Das schreiben was man will funktioniert. Wie oben angedeutet funktionieren Blogs für mich, wenn ich sie gerne lese. Widerspruch? Ja. Funktionieren gibt es nicht. Zuerst muss man definieren, was funktionieren bedeutet.

Die oben als nicht funktionierenden Blogs aufgeführten funktionieren für mich nicht, aber sie sind ein Teil der Blogosphäre und leiten ihre Leser auf die Blogs, die die wichtigen Beiträge haben. Daher sind auch diese wichtig. Die helfen die Blogosphäre zusammenzuhalten.

Keiner liest uns
Es gibt viele Blogs. Blogs werden meist von Bloggern gelesen. Wenn man aus irgendwelchen Statistiken rauslesen möchte, wie viele Leser man haben könnte, dann sollte man erst nachschauen, was die Statistik bedeutet. Jemand ist online kann bedeuten, dass er ein 56k-Modem im Keller liegen hat, dass er einmal pro Woche seine Email abruft oder dass er täglich drei Stunden surft. Warum sollte man euch lesen? Behandelt ihr so wichtige Themen, die sonst nirgends vorkommen und niemanden interessieren? Seid ihr Sprachrohr für eine Minderheit? Muss die ganze Welt wissen, dass eure Katze heute nichts gegessen hat? René wird gelesen weil er Dinge postet, die Leute im Internet gerne haben. Da muss nicht viel Sinn dahinter sein, kann aber. Ich werde gelesen, weil ich meine Sicht der Dinge schreibe. Ich schreie einfach meine Meinung raus, manchmal gibt es Informationen, aber meistens nur Sichtweisen.

Die Massenmedien beachten uns nicht
Und das ist mir vollkommen egal. Ich besitze keinen Radio. Ich besitze keinen Fernseher. Ich besitze kein Zeitungsabo. Dennoch kann ich bei den meisten Themen mitreden, habe Informationen, die andere nicht haben. Während sie nicht einmal alle Infos aus der ursprünglichen Agenturmeldung bekommen, kann ich mit ein paar Klicks weitere Hintergrundinformationen erfahren, die es nie in ein „klassisches Medium“ schaffen würden. Die anderen vertrauen den Medien meist blind, weil die Zeitung, der Sender doch Reputation hat. Ich muss alles in Frage stellen und kann manchen vertrauen, weil ich sie kenne. Meine Infos sind oft durch mehrere Gehirne gelaufen, die wirklich Ahnung davon haben und auch die Zeit, die dazu nötig ist. Was im Beitrag vergessen oder verheimlicht wurde, erfahre ich in Kommentaren, Trackbacks und anderen Blogs. Mir wird keine Objektivität, die nicht möglich ist, vorgemacht, sondern ich erfahre verschiedene Meinungen. Ich kaufe mir vielleicht einmal eine Zeitung/Magazin, weil ein Blogger darin einen Artikel veröffentlicht hat, weil ich den Journalisten kenne.

Wie erreiche ich die Nichtblogger?
Ganz sicher nicht indem man darüber schreibt, ob Blogs funktionieren oder nicht. Die Menschen sind da draußen und ich behaupte, dass ein großer Teil Blogs lesen würde, wenn er wüsste was es ist und wie er damit umzugehen hat. Dafür muss die Medienkompetenz gestärkt werden. Man kann es auch Aufklärung nennen. Blögger, wo ich die operative Leitung übernommen habe, versucht unter anderem genau das. „Interessierte Laien informieren“. Wir versuchen Wege zu finden die Leute da draußen zu erreichen. Immer wieder treffe ich auf Menschen, die ich für Blogs begeistern kann. Manche fangen selbst an zu bloggen, manche lesen nur. Ich glaube nicht, dass jeder bloggen sollte, aber ich bin der Meinung, dass zumindest jeder wissen sollte, was ein Blog ist. Gespräche an der Uni mit Publizistik- und Kommunikationswissenschaften-Studenten haben mich schockiert. Viele wissen nicht einmal was ein Blog ist.

Man kann innerhalb der Blogosphäre noch so oft über das Thema diskutieren, so lange man es nicht schafft, die Menschen da draußen zu erreichen, bringen sie sowieso nichts.

Und jetzt gehe ich kochen und blogge danach drüber…

Bild 1: joelogon, Bild 2: robinhamman, Bild 3: donaldtownsend, Bild 4: doviende

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

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  1. Sorry, aber deine Aussage: „Die Menschen sind da draußen und ich behaupte, dass ein großer Teil Blogs lesen würde, wenn er wüsste was es ist und wie er damit umzugehen hat.“ halte ich für falsch. Eine menge menschen da draussen lesen blogs – und ich denke, die meisten wissen, wie sie lesen sollen!
    Das problem ist wohl eher, das die meisten menschen sich nicht für blogs interessieren, die über blogs schreiben – so bleibt das ganze einfach ein kreis… blogger schreiben über blogger schreiben über blogger… und dann über den spiegel, wenn er es wagt, sich einzumischen :-)
    Im übrigen denke ich, es vermischt sich so langsam, was früher strickt getrennt war. Es gibt menschen, die „für sich“ bloggen, weil sie etwas sagen wollen, es gibt menschen, die mit dem bloggen geld verdienen wollen und es gibt „journalisten“, die das eine oder andere oder auch beides tun. Das ist das neue, und viele kommen damit nicht klar, weil grenzen aufgehoben sind, die vorher ganz klar ersichtlich waren. Auf der einen seite die „medien“ mit journalisten, und auf der anderen seite alle anderen mit diddl-homepages ;-)

    Ach ja, und was ich noch sagen wollte… also mein blog funktioniert :-) ich verdiene damit kein geld, ich schalte keine werbung, ich schreibe einfach, weil ich da lust zu habe…
    wenn ich einen link setze und darauf hinweise das der text dahinter lang ist, dann deshalb, weil ich mich selbst kenne… die „aufmerksamkeitsspanne“ ist im internet ja nicht so gross und lange texte werden recht häufig einfach weggeklickt!

    So, und jetzt geh ich noch ein paar katzenbilder machen, das hilft immer :-)

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  2. Hm, irgendwie gehen solche Diskussionen an mir vorbei… Find ich aber auch nicht schlimm. Und ob ich mit meinem Kram jemanden erreiche oder nicht… ist mir irgendwie egal.

    PS: Lange Beiträge sind scheiße! ;-)

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  3. Mein Blog funktioniert! Für mich tut er es zumindest, denn ich poste das was ich will, wann ich will und will es nicht jedem Recht machen.

    Ich stimme dir zu, dass mein Post zum Thema Blogs in DE einzig und allein aus Verlinkungen besteht und sicherlich als tweet gereicht hätte, aber 1. hab ich nichts mit Twitter am Hut und 2. können die Meisten meiner Leser nichts mit Twitter anfangen ;-) Daher einfach ein kurzer Post mit Links für alle, die es interessiert zum Nachlesen.

    Meine Meinung zum Thema: Jeder einzelne Blogger muss für sich wissen, ob sein Blog funktioniert. Egal ob anhand von Besucher-Statistiken, Einnahmen oder Einfluss. Ich mache so weiter wie bisher, solange ich selbst damit zufrieden bin. Ich blogge weder für Geld, noch für mehr Besucher, sondern just 4 fun und wohl auch aus Interesse, Langeweile, …

    Sehe das im Prinzip ähnlich wie mein Vorredner. Jetzt muss ich mal weiter arbeiten, sonst killt mich meine Chefin ;)

    Viele Grüße, Thang

    P.S.: Blogs SIND Scheisse ;-)

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  4. @Carlos
    In meinem Freundeskreis wissen inzwischen die meisten was ein Blog ist, aber wenn ich einmal ein bisschen über den Tellerrand schaue, beim ausgehen, bei Freunden von Freunden frage, dann sind Blogs nicht bekannt. Man kann Blogs auf einen Satz runterbrechen, aber damit wird man niemanden dafür begeistern können. Es gibt so viele Dinge, die dazugehören und die sollte man nicht einfach vernachlässigen. Ich glaube auch, dass Meta-Blogging dazu gehört.

    @Julia
    Gut so. ;)

    @Thang & @Carlos
    Eure Blogs funktionieren für mich nicht. Ein paar Absätze weiter habe ich auch geschrieben, warum ich sie dennoch gut finde. Das Ganze ist natürlich provokant geschrieben und es wäre nicht schwer jetzt noch weiter darauf rumzureiten, aber das geht dann am Sinn (haha) vorbei.

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  5. @ Luca: Die ironischen Ansätze haben mich ein wenig verwirrt. Jetzt mit klarem und nicht mehr verkaterten Kopf liest sich das Ganze schon anders ;-)

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  6. Da steht man bei der ewigen Grundsatzfrage: Was ist ein Blog?

    # Ist ein Blog eine Nachrichtenseite mit RSS-Feed? Dann ist http://derStandard.at/ ein Blog.

    # Ist ein Blog eine Website basierend auf WordPress, Blogger, Movable Type, etc.? Dann wär Peter Pilz‘ Blog keiner, weil er auf keiner mir bekannten Blog-Plattform aufsetzt.

    # Ist ein Blog eine umgekehrt chronologisch sortierte Artikel-Liste? Dann sind http://readwriteweb.com/ und http://gigaom.com/ (bzw. Blogs mit redaktionell gewarteter Startseite) keine Blogs.

    # Ist ein Blog etwas, das ohne kommerzielle Interessen geschrieben werden muss? (Und ist man sonst nicht mehr Blogger, sondern schon Journalist?)

    Erst, wenn man das beantwortet, kann man sagen, wie gut Blogs funktionieren.
    Um weiter am Beispiel amerikanischer Blogs zu basteln: Das sind keine Blogs, das sind Medienhäuser. Techcrunch ist ein einflussreiches, bestens informiertes Medium, das eine bestimmte Nische abdeckt so ernst genommen wird, dass es Firmen mit einem einzigen Beitrag mehrere Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung geben oder nehmen kann.
    Das ist kein Blog mehr, das ist ein Medienkonzern ohne klassische Distributionswege.

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  7. Vielleicht funktionieren ja auch die Blogger gerade nicht so besonders gut. Vielleicht muss man ja auch gar nicht funktionieren.

    Eine Krise ist für mich vor allem dann zu sehen, wenn wieder einmal wochenlange Nabelschau betrieben wird und keine richtigen Geschichten mehr kommen. Was bedeutet: Den „Alpha“ Bloggern fällt gerade nichts ein und sie haben dasselbe Sommerloch wie der klassische Journalismus auch.

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  9. Ich habe zum selbigen Thema ja auch meinen Senf dazu gegeben. Warum sinkt denn die Verlinkung innerhalb der Top 100 der Blogcharts? Weil viele der möchtegern Journalisten immer weniger gelesen werden. Ein Grund könnte sein, wenn man versucht in jedem Artikel, dass gesamte deutsche Sprachgut inkl. des Fremdwörterlexikons unterzubringen, dann könnte das wiederum zu dezenten Verständnisproblemen führen. Außerdem will nicht unbedingt jeder wissen was die Katze des Nachbarn gestern gegessen und wieder hervorgebracht hat. ;)

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  10. @Toni
    Fast hätte ich ein no-follow dran gepappt.

    @Sebastian
    Für mich ist ein Blog eine Website auf der in chronologisch umgekehrten Reihenfolge Beiträge mit einem persönlichem Charakter erscheinen. Meist mit Kommentarfunktion. Ausnahmen möglich. ;)

    Kannst du mir jetzt sagen, ob die funktionieren?

    @Frank
    Auch beim anschauen deines Blogs wurde mir schlecht. Ich halte übrigens recht viel von den bloggenden Journalisten. Sie bringen oft Qualität, auch wenn sie nicht die Zukunft der Blogosphäre sind, aber sie sind ein Teil davon.

    Ich habe lange nur des schreibens wegen gebloggt. Die Sprache war mir wichtig und ist es noch immer. Eine Sache, die ich ihn vielen Blogs vermisse.

    Die meisten Blogs die ich lese, sind privater Natur. Blogs von Menschen, die ich gerne mag. Menschen, die tolle Geschichten zu erzählen haben. Menschen, die ihre Meinung sagen und Menschen, die einfach gut schreiben.

    @Denis
    Deine Kommentare sind super. Am liebsten würde ich es schon wieder in den Beitrag packen. Eigentlich könnte man ihn damit ersetzen.

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  11. Pingback: Weitergeht | gorgmorg:ungelesen

  12. Ich zitiere mal: „Blogs sind scheiße“. Das trifft wohl auf die zu, die Blogbeiträge als Linkschleuder verstehen, oder? Aber mal zur Sache: Ironie scheint dein Fall nicht zu sein, denn dann hättest du meinen Beitrag verstanden. Und ob mein Blog funktioniert oder nicht, ist mir letztendlich egal, denn es geht mir nicht ums funktionieren. Aber auch das hast du offensichtlich nicht verstanden.

    Wer sich so weit aus dem Fenster hängt wie du, sollte sich zumindest die Mühe machen, richtig zu lesen, statt ständig nur zu sagen, im würde schlecht. Aber Pauschalurteile treiben ja die Quote hoch…

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  13. @Thomas
    Da hast du wahrscheinlich recht. Mit Ironie, da tue ich mir sehr hart. Und dann kommen auch noch Leute, die dann Ironie herauslesen, wenn es einmal nicht geplant ist.

    Es geht nicht um Ironie sondern Genauigkeit. Einerseits habe ich geschrieben, dass eure Blogs für mich nicht funktionieren und andererseits ein paar Absätze weiter, warum ich sie dennoch gut bin, worauf ich auch in den Kommentaren noch einmal hingewiesen habe.

    Schlecht wurde mir nur bei zwei SEO-Werbe-verseuchten Blogs. Jedoch nicht bei deinem.

    Ironisch war der Titel.

    Das mit der Linkschleuder musst du mir auch erläutern. Ich empfinde 10 Links auf 1000 Worte eher noch als wenig.

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  14. Topp! Gefällt mir, der Beitrag! Wobei, ein Tief? Wenn manche einfach nicht vernünftig schreiben, darf man sich nicht über Nicht-Leser beschweren! :-)

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  15. @Luca: Der springende Punkt bei meinem Blog ist: er muss nicht funktionieren. Blogen gehört für mich zu den trefflichen Tätigkeiten.

    Linkschleuder bezog sich auf den ersten Part – da ist die Linkdichte enorm – im Rest bist du ja etwas spärlicher damit umgegangen.

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  16. yes, gut geschrieben, luca hammer.

    vielen leuten, auch (oder erst recht) bloggern, scheint immer noch nicht klar zu sein, was für eine großartige plattform so ein weblog ist:

    nichts und niemand dazwischen geschaltet, zwischen deinem text und der veröffentlichung. kein redakteur, kein lektor, nichts.

    du bist ganz alleine für deinen text (oder dein katzenfoto oder was auch immer) verantwortlich.

    dummerweise auch für die qualität.

    denn auch das ist wahr: mit einem blog steh ich in der öffentlichkeit, ich mache mich angreifbar, und das soll auch so sein. nur muss ich dann auch kritik akzeptieren können, und nicht gleich angepisst sein, wenn mal jemand kommentiert: das ist scheisse, was du da schreibst (oder was auch immer.)

    kritikfähigkeit geht aber ner menge bloggern ab. (vielleicht auch nicht so einfach in einer durchweg angepissten gesellschaft.)

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  17. Das mit der angepissten Gesellschaft gefällt mir ziemlich gut, weil es wahr ist. Angepisstsein ist richtig Mode.

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  18. @sub
    Ich kann mich auch nicht beschweren. ;)

    @Thomas
    Dann ist es gut, dass du meine anderen Blogs nicht kennst.

    @500Beine
    Ich vermute, dass vielen Menschen & Bloggern der Hintergrund fehlt, um erst auf solche Gedanken zu kommen. Was mich unter Betrachtung der Tatsache, dass einige Journalisten sind doch verwundert. Der Großteil ist es eben nicht und nur die allerwenigsten haben versucht ein Buch zu veröffentlichen.

    Deine Gedanken sind vollkommen einleuchtend und lassen die meisten anderen zum „funktionieren“ von Blogs als unwichtig erscheinen.

    Bloggen ist Freiheit zu schreiben was man will.

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  19. Ich glaube, dass Blogs es schwer haben werden, solange ihre Usability so schlecht ist. Wer über Google kommt, bleibt selten lange. Man muss sich wirklich Zeit nehmen, um sich mit einem neuen Blog auseinanderzusetzen. Die nehmen sich nicht-Blogger einfach zu selten.
    Das ist jedenfalls meine Beobachtung.

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  20. Ich gebe zu, dass viele Blogs eine miese Usability haben, aber ich muss auch sagen, dass die meisten Websites noch viel schlechter sind.

    Leute, die über Google kommen suchen auch nur selten einen Blog, bei dem sie regelmäßig bestimmte Dinge erfahren, sondern sie suchen nach der schnellsten bzw. besten Lösung für ein konkretes Problem. Daher sage ich auch, dass es nur bedingt sinnvoll ist seinen Blog auf Google zu optimieren, wenn man dadurch seine Leser vernachlässigt, weil die, die wieder kommen empfehlen einen weiter und kommen eben wieder, während Google-Besucher einmal kommen und das wars. Andererseits habe ich persönlich schon mehrere interessante Blogs gefunden, wenn ich bei Google etwas spezielles gesucht habe.

    Zeit ist sicherlich ein Problem. Mit ein Grund, warum ich nicht mehr so viele Blogs, wie früher lese. Dennoch würde ich meinen Blog nicht einfacher designen, weil ich denke, dass der wiederkehrende User, die Funktionalität braucht, die das Ganze aber auch etwas ausbläht.

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  21. Leider sind viele Blog Themes immer noch sehr unübersichtlich. Neue Besucher (z.B. Google Suche) sind mit Sicherheit von den vielen unterschiedlichen Erscheinungsarten von Blogs verwirrt.
    Denke gerade darüber nach, wie man einen Blog übersichtlicher gestalten kann.

    SPAM

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  22. Wenn etwas *nichts* mit dem Erfolg von Blogs zu tun hat, dann das Design.

    Vor allem Google ist das völlig schnuppe, weils zwar sehr viele Designs gibt, der darunterliegende Code aber im Wesentlichen immer das gleiche ist.
    Außerdem ist das „restliche“ Web auch nicht immer gleich, ganz im Gegenteil.

    Die Usability ist auf eine Tagebuch-mäßige Verwendung ausgerichtet, das passt nicht immer, ist aber oft auch wurscht.

    Ich erwarte allgemein, dass es auf lange Sicht mehr Zeitungs-ähnliche Templates geben wird, bei dem nicht nur alle Beiträge chronologisch sortiert werden, sondern verschiedene Einträge unterschiedlich positioniert werden.
    Siehe http://www.inquisitr.com/ oder http://www.gigaom.com/

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  23. man kann auch am bloggen sterben. hat zu mindest einer geschafft, in amerika (war ja klar). wollte ich nur mal gesagt haben.

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  24. Ich glaube nicht, dass Blogs nur von Bloggern gelesen werden. Gerade die regelmäßig gepflegten Blogs ranken in den Suchmaschinen sehr gut, oftmals viel besser als die 0815 Shops, was bedeutet, dass sie auch häufig z.B. bei Produktsuchen gefunden werden. Und schwupp habe ich gute, interessierte Besucher auf meiner Seite, die meinen Blog zuvor nicht kannten.

    Viele Grüße, Stefan

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