Artikelformat

Club 2 | Schirrmacher und Facebook

22 Kommentare

Ich werde morgen, 28. 4., im Club 2 sein und gemeinsam mit Schirrmacher, Angelika Hager und Hubert Poppe darüber diskutieren, ob uns das Internet dumm macht. Moderation: Corinna Milborn. Da ich aus vergangene Diskussionsrunden mit Schirrmacher weiß, dass er das Gespräch gerne an sich reißt und darin recht gut ist, möchte ich mich etwas vorbereiten. Ich habe mir dafür einige Interviews angesehen, angehört und gelesen und in diesem Beitrag seine Argumente zusammengefasst. Und dazu jeweils die Gegenargumente, teilweise von mir, teilweise aus Blogposts. Kommentare erwünscht.


Bild von Magnus Manske

Ich halte Schirrmacher für einen intelligenten Menschen, anders wäre er wohl auch nicht in die Position gekommen, in der er heute ist, aber ich mag seinen Diskussionsstil nicht. Wie er seinen Diskussionspartnern Recht gibt und im Nebensatz das Gegenteil sagt. Wie er Fakten nimmt und aus ihnen falsche Schlüsse zieht. Wie er manchmal sagt, dass das Internet eigentlich gut ist, aber im Nebensatz darin den Untergang von Intuition und Menschlichkeit verkündet. Auch kommt mir hin und wieder vor, dass er sich mit bestimmten Dingen nicht so gut auskennt, wie er glaubt.

Veränderung des Gehirns

Ich habe das Gefühl, dass Schirrmacher hier immer wieder die Worte im Mund verdreht werden, vielleicht gibt er den Aussagen den Spin auch schon mit. Er beruft sich wiederholt darauf, dass sich das Gehirn aufgrund der Computer und Internetnutzung verändert, was durch die Wissenschaft auch bestätigt wird. Aber weder Forscher noch Schirrmacher, können sagen, ob es eine positive oder negative Veränderung ist. Bestimmte Bereiche des Gehirns werden weniger gebraucht, andere dafür mehr und dementsprechend entwickeln sie sich.

Das Gehirn von Taxifahreren, die ohne Navigationsgerät unterwegs sind, im Vergleich zu denen mit Navi, sei laut Forschern interessanter, sagt Schirrmacher. Das ist aber auch nur wieder eine hübsch verpackte Aussage, dass man die Auswirkungen (noch?) nicht einordnen kann. Interessant sind Zeitungen auch.

Konzentrationsverlust und Ich-Erschöpfung

Der Mensch ist nicht dafür geschaffen mehrere Dinge zugleich zu erledigen. Da kann Schirrmacher sich auf viele Studien berufen und mit einfachen Beispielen die Zustimmung von Moderation und Publikum erreichen. Doch diese Aussage alleine bringt noch nicht viel. Schirrmacher verknüpft das geschickt mit dem Internet und behauptet, dass uns dieses bzw. der Computer uns Multitasking aufzwängen, dass wir gar keine andere Möglichkeit hätten. Weiter geht es damit, dass wir am Ende des Arbeitstages sehr erschöpft sind, er bezeichnet es als Ich-Erschöpfung, womit er wiederum die Zustimmung vieler hat, und begründet es mit den ständigen sich zusammenreißen. Jedes Mal wenn man eine Mail bekommt oder jemand anruft, während man arbeitet, muss man sich zusammenreißen, nicht darauf zu reagieren, sondern weiterzuarbeiten. Dies würde uns so erschöpfen, dass viele am Abend nur noch so-genannte seichte Unterhaltung wollen.

Stop. Der Computer an sich ist ein Arbeitsgerät und schreibt uns noch nicht vor wie, wir ihn benützen. Er gibt uns bestimmte Möglichkeiten und Wege, in vielen Bereichen ist es auch nicht möglich ihn einfach abzuschalten, weil er für die Arbeit benötigt wird, aber den ständigen Unterbrechungen kann man entgegen wirken. Ich verwende zum schreiben längerer Texte etwa OmmWriter, ein Programm das alles andere am Computer ausblendet, sodass ich mich voll auf diese eine Sache, das schreiben konzentrieren kann. Unter Windows gibt es dafür Q10. Das Email-Programm kann ich abdrehen, das Telefon ausschalten. Wenn ich also bestimmte Vorkehrungen treffe, dann muss ich mich nicht ständig zusammenreißen, da ich gar nicht unterbrochen werde. Ich halte die Debatte darüber ebenso für wichtig, weil viele Menschen sich gar keine Gedanken darüber machen, wie sie arbeiten und wie sie es angenehmer gestalten können. Erschöpft ist aber auch meine Mutter, wenn sie den ganzen Tag im Kindergarten gearbeitet hat, wo sie weder Computer noch Internet hat.

Auf der anderen Seite muss ich auch erwähnen, dass es ja nicht so ist, dass man in den Unterbrechungen so unproduktiv ist. Schirrmacher zitiert eine Microsoft Studie, nach der man 25 Minuten braucht, um nach einer Unterbrechung wieder zur ursprünglichen Arbeit zurückzukehren. Das ist eine nette Zahl, wenn jemand aber unter Zeitdruck steht, eine Deadline einhalten muss, dann wird er sich diese Zeit nicht nehmen. Ich persönlich unterscheide bei der Arbeit nach der Konzentration, die ich dafür brauche, ob ich Notifications von Mail, Twitter und Facebook an lasse oder nicht. Dies bedeutet, dass sobald mir jemand ein Kommentar auf Facebook, eine Nachricht, eine Reply auf Twitter, ein Mail oder ähnliches schickt, ein Overlay rechts unten in meinen Bildschirm kommt und mich darüber informiert, was passiert ist. Damit kann ich in Sekundenbruchteilen bewerten, ob ich darauf reagiere oder nicht. Wenn nicht, ist die Ablenkung so gering, dass ich direkt weiterarbeiten kann. In der Microsoft Studie wird auch erwähnt, dass Menschen sich bei einer Unterbrechung denken, da sie schon aufgehört haben zu arbeiten, können sie auch noch kurz bei Facebook reinschauen, schließlich, und das kennen die meisten von uns1, will man immer wissen was los ist und sucht die Ablenkung. Das tritt bei mir nicht auf, weil ich durch die Benachrichtigungen schon weiß, ob es etwas neues gibt oder nicht.

Schlampiges Arbeiten

Wenn der Mensch mehrere Dinge zugleich machen, bekommen die einzelne nur eine geringere Aufmerksamkeit. Wir machen Fehler, brauchen länger und sind insgesamt unzufriedener.

Schirrmacher stellt dies als zur Ideologie gewordene Arbeitsweise hin. Auch hier bin ich ganz bei ihm, dass man sich damit beschäftigen muss. Sollte Multitasking nicht erlernbar sein, frage ich mich, wie es Journalisten schaffen zugleich ein Interview zu führen und sich dabei Notizen zu machen. Oder wie wir Autofahren können, wo wir zugleich auf den Verkehr achten müssen, lenken, Gas geben und daneben läuft oft noch das Radio.

Unterschiedliche Tätigkeiten erfordern unterschiedlich viel Konzentration. Wir können zwar Multitasking nicht lernen, aber wir können bestimmte Dinge zur Routine machen, wie es beim Autofahren passiert. Wenn wir den Körper bestimmte Dinge beibringen automatisch zu machen, haben wir den Kopf frei für andere. Nur so ist es möglich den Verkehr zu beachten, der sich ständig ändert und währenddessen das Fahrzeug zu bedienen. Dass das bei vielen Dingen am Computer schwierig ist, weil sie nicht gleichbleibend sind, stimme ich natürlich zu. Aber, wie oben erwähnt, kann ich lernen Informationshappen routiniert zu bewerten und somit beim aktuellen Gedanken, den ich im Kopf habe zu bleiben und zu Ende zu führen.

Allmächtige Algorithmen

Schirrmacher hat Angst davor und weist darauf hin, dass es bereits passiert, dass nicht mehr das menschliche Denken und seine Intuition ausschlaggebend sind, sondern Algorithmen. Nicht der Bankbeamte entscheidet darüber, ob wir einen Kredit bekommen, sondern der Computer. Es werden unterschiedliche Daten zusammengeworfen und berechnet, sodass es dem Mitarbeiter am Ende leichter fällt eine Entscheidung zu treffen. Dass der Mitarbeiter sich nicht gegen den Computer entscheidet, schließlich hätte er dann keine Ausrede, wenn etwas schief geht, erscheint auch logisch. Doch sollte man daher auf den Computer verzichten? Nein. Computer helfen uns mit großen Datenmengen umzugehen, aber wir müssen sie zu interpretieren verstehen. Und das geht nur, wenn wir uns darauf einlassen. Der Computer ist eine Unterstützung und sollte uns, wie auch Schirrmacher sagt, die Arbeit nicht komplett abnehmen. Ob der Bankbeamte einen Stapel Papiere bekommt oder ein grafisch aufbereitetes, wesentlich kompletteres Profil des Antragstellers, macht einen großen Unterschied. Wir können uns aber nicht auf den Computer verlassen.

Schirrmacher schlägt vor, dass Intuition, Bauchgefühl und wie man Urteile bildet, in der Schule unterrichtet werden soll. Finde ich einen interessanten Ansatz, wo es dann natürlich darauf ankommt, wie das in der Praxis tatsächlich aussieht.

Eine andere Sache ist, dass er möchte, dass Algorithmen in Narrationen übersetzt werden müssen. Mir fällt es schwer das vorzustellen, bin aber nicht grundsätzlich abgeneigt.

Wenn Schirrmacher sagt, dass Maschinen bestimmen, was im Netz sichtbar ist und was nicht, wobei er auf Google verweist, muss ich den Kopf schütteln. Google macht lediglich sichtbar, was Menschen gut oder schlecht finden. Eines der wichtigsten Bestandteile ist immer noch die Anzahl der Verlinkungen und die werden von Menschen gemacht. Es ist natürlich möglich Verlinkungen durch Programme zu erzeugen, aber Google versucht diese ja auch zu erkennen und ist sehr gut darin. Und die Algorithmen selbst werden ja auch von Menschen erzeugt. Womit wir beim nächsten Kritikpunkt von Schirrmacher sind.

Die Menschen würden oft gar nicht mehr verstehen, wie die Algorithmen funktionieren. Auch hier gebe ich ihm Recht. Wenn wir nicht verstehen, wie bestimmte Dinge funktionieren, haben wir ein Problem. Zugleich müssen wir nicht im Detail wissen, wie Google funktioniert, sondern nur grundlegend. Sobald wir dies kapiert haben, können wir uns auch als Arzt nicht mehr komplett auf das verlassen, was der Computer ausspuckt, sondern müssen das Ergebnis mit unserem Hausverstand, nicht dem von Billa, überprüfen. Aber es ist auch eine große Arbeitserleichterung und Google erleichtert bei der Suche im Internet extrem. Oder will Schirrmacher eine Alphabetische Liste von Websites durchgehen, wenn er etwas sucht?

„Intuition bildet man nur mit echten Menschen, nicht mit digitalen Menschen.“ (nicht wortgenau)
Diese Aussage ist in meinen Augen natürlich Unsinn, weil Menschen im Internet genauso echt sind, wie Menschen in der offlinen Welt. Die Intuition, die man dort lernt, wird vielleicht eine andere sein, aber es ist auch Intuition. Etwa wenn ich das Profil eines Menschen sehe und bewerten muss, ob das alles so sein kann oder ob es sich um ein Fake handelt. Ebenso wenn ich einen Text lese, ob der authentisch ist oder nicht. Und so weiter.

Privacy und die Cloud

Vermutlich das größte Thema der Diskussion, mit Schwerpunkt auf Facebook.

Schirrmacher sagt, dass Daten in der Wolke durch Algorithmen analysiert werden können. Etwa durch Google und den Cloudanbieter den man nützt. Da gebe ich ihm Recht, allerdings kann ich sensible Daten verschlüsseln, was eine automatische als auch eine manuelle Analyse unmöglich macht. Jedenfalls, wenn man es richtig macht. Man muss sich darüber bewusst sein, welche Daten man ins Netz stellt, aber zugleich muss sich auch die Bewertung der Menschen anhand solcher Daten entwickeln. Ich habe bestimmte Bilder auf Facebook, die ein klassischer Arbeitgeber als problematisch sehen würde, ich behaupte aber und würde das dementsprechend in einem Bewerbungsgespräch verteidigen, auch wenn ich das wohl nie haben werde, dass die Dinge nichts verwerfliches an sich sind, sondern von der Gesellschaft so bewertet werden. Nur wenige haben nie eine Nacht durchgefeiert oder sich im Fasching, ‚tschuldigung Karneval, peinlich verkleidet. Ebenso könnte ich sagen, dass ich Menschen komisch finde, die ein absolut sauberes Profil im Netz haben. Da sagt mir meine Intuition, dass da etwas nicht stimmt. Und ich glaube auch, dass es möglich ist weitgehend aus dem Netz auszusteigen und dennoch einen Job zu bekommen, wenn man begründen kann warum man das gemacht hat. Leichter wird es natürlich nicht.

Und das Profiling über mich stelle ich mir auch interessant vor, weil ich etwa zu Testzwecken, mehrere Identitäten im Netz besitze, wie ich sie auch in der offlinen Welt habe. Ich bin der Student, der Projektpartner, der Freund und noch vieles mehr. Manchmal sind da auch Dinge dabei, die sich widersprechen. Dinge, die sich über die Zeit verändern. Im Netz finde ich jedoch nur Ausschnitte von Momentaufnahmen einer Person, die ich im Kontext betrachten muss. Ich kann nun versuchen alle Einzelteile zu einem kompletten Profil übereinander zu legen, werde aber nicht ein komplettes, aktuelles Bild erhalten.

Wenn eine Frau aufgrund von Fotos auf Facebook kein Krankengeld mehr bekommt, dann muss sie die Möglichkeit haben, dies vor Gericht einzuklagen. Sollte sie die Fotos jedoch nicht erklären können, hat sie ein Problem. Würde die Krankenversicherung das gleiche machen, wenn sie anders an Beweise kommt, dass die Person nicht tatsächlich krank ist? Bestätigt wiederum ein Arzt die Krankheit, muss die Krankenversicherung verpflichtet sein, das Geld zu zahlen. Und Urlaub kann ich auch aufgrund eines Burnouts machen müssen.

„Wir in unserem Feuilleton.“ (Als Zwischen-Anekdote)

Ich kann in einem Social Network Meinungsführer identifizieren und versuchen für sein Produkt zu überzeugen. Passiert das in Zeitungen und Magazinen nicht? Ja, es wird einfacher, präziser, aber zugleich wird die Person nicht lange Meinungsführer bleiben, wenn sie nur Unsinn empfiehlt. Zu einfach ist es im Netz sich selbst zu informieren. Zu schnell entsteht ein Shitstorm.

Internet und das Denken

Wir drehen uns etwas.

Schirrmacher meint, dass wir uns besonders mit dem Internet auseinandersetzen müssen, weil es sich im Gegensatz auf die Folgen der industriellen Revolution direkt mit dem Denken zu tun hat. Da stelle ich die Gegenfrage, ob sich der Buchdruck oder das Fernsehen nicht auch auf das Denken auswirken? Die Informationsflut der Zeitungen? Wir können mit dem Internet interagieren meint Schirrmacher. Wie er seine Zeitung liest, frage ich mich. Ob er mit anderen Menschen darüber spricht, was er gelesen hat. Ob er umblättert. Aber wahrscheinlich sind das alles keine Interaktionen.

Computer im Kindergarten kann ich mir vorstellen. Aber dann bitte mit kleinkindgerechter Bedienung und Software. Ich finde es gut, wenn Kinder verstehen wie Computer funktionieren. Warum nicht in der Volksschule selbst einen zusammenbauen und zugleich die Grundlagen der Programmierung lernen? Man lernt Gedichte zu interpretieren, in Österreich ist Programmcode als Literatur geschützt. Warum nicht lernen Code zu interpretieren? Man muss nicht eine Masse an Informatikern heranzüchten, aber wir werden ja auch nicht von Dichtern überschwemmt. Ich sehe da sehr viel Potential, wenn man es richtig macht. Computer haben eine so wichtige Position in unserer Gesellschaft, deshalb sollten alle verstehen, wie sie funktionieren.

Die Aussage, dass sie im Kindergarten keinen Sinn haben, weil sich die Technologie zu schnell verändert, ist ja auch Schwachsinn. Dann dürfte man nur noch jahrelang etablierte Dinge unterrichten. Man muss aufpassen, dass in der Zeit von Persönlichkeitsprägung und so weiter nicht das falsche an die Kinder kommt, aber grundsätzliche Anlehnung wird nicht funktionieren. Und bekommen die Kinder es nicht in der Schule mit, dann woanders.

Fazit

Wir müssen die Möglichkeit haben Einspruch zu erheben, wenn Computer über uns entscheiden.
Auch diese Aussage stammt von Schirrmacher und ist in meinen Augen vollkommen richtig. Die Frage ist wie man dies erreichen kann.

Links
Radio-Interview bei SR, Fragen an den Autor
Weltenkampf – Dahlmann
Älteres Interview mit Schirrmacher gefunden bei wirres
Payback Rezension von Wittenbrink
von Peter Glaser
von Jörg Wittkewitz
Die Angsto vor der Moderne – Dahlmann
Wie Schirrmacher sich seine Experten aufbläst
Leben im Schwarm Vortrag und Podiumsdiskussion
Frank Schirrmacher Mega Mixtape diverse Interviews mit ihm

Falls ihr dem ganzen noch etwas beizufügen habt, freut mich das. Einfach in die Kommentare damit. Ich werde zumindest vor der Sendung einen Livestream machen und möglicherweise auch währenddessen. Ihr könnt mich auch über Twitter erreichen.

Und wer in Wien ist kann schon um 18:00 Uhr zur Podiumsdiskussion, ohne mir, mit Schirrmacher kommen.

  1. Ja, ich kopiere die Schirrmacher-Taktik. []

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni. | | | Newsletter

22 Kommentare An der Unterhaltung teilnehmen

  1. Pingback: Tweets that mention Club 2 | Schirrmacher und Facebook | Alltag Medienzukunft -- Topsy.com

  2. Pingback: uberVU - social comments

  3. Wichtige Punkte und ich glaube eine gute Vorbereitung für die Diskussion!
    Bin jedenfalls gespannt wie sich das Gespräch morgen entwickelt.

    Antworten

  4. ad neurale Änderungen
    wie kann sich etwas Verändern, das bei der Geburt noch nicht fertig war? D.h. „Wie kann es sich NICHT verändern“? Alles andere, eine neuronale Stagnation, wäre peinlich für die Evolution.
    Small zB bezieht sich ja auch nur auf einen Nachteil als Conclusio, wenn physische soziale Kontakte vernachlässigt werden (da würde ich nicht argumetieren, dass diese durch Social Media getilgt werden): http://www.welt.de/wissenschaft/article2849928/Veraendern-Computer-und-Internet-unser-Gehirn.html
    zu Social Media würde ich sagen: Brieffreundschaft im komplett überholten Sinn. Sei es freundschaftlich, oder professionell (auch Einstein & co führen professionell/freundschaftlichen Briefverkehr)

    ad Konzentrationsverlust
    Punkt für ihn – nicht lange herumdiskutieren.
    Gesellschaftlich kann man da möglicherweise den Nutzen hinterfragen. Es gibt hoffentlich/offensichtlich ein Grundbedürfnis instant infos zu haben. Informationssucht ist kein neues Phänomen sondern prägt die kulturelle Evolution. Solange es um eine gewisse Produktivität oder Wissensgenerierung kommt & nicht im Sumpf der Onlinepokerseiten nebs Pr0nning (gibts das Wort schon?), kann nur profitiert werden (außer man hat Angst vor Klugscheißern)

    ad schlampiges Arbeiten
    auch siehe http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung/hirnforschung-mythos-multitasking;2528164 (insbes S2)
    Disziplinlosigkeit würde ich nicht mit Dummheit gleichsetzen. Wenn Schirrmacher das machen will, ok…

    ad Algorithmen
    siehe Fermi-Problem http://de.wikipedia.org/wiki/Fermi-Problem
    Weiß nicht, ob das so leicht erlernbar ist.
    Jedenfalls muss man einen Unterschied ziehen zw user generated data & selbstgefundene Algorithmen. Ersteren ist so oder so Skepsis zuzugestehen (wiki ftw) – aber mit Maß & Ziel – im zweiten Fall darf man die Ausrede nicht sofort bei der Technik suchen. Das ganze hat in der Diskussion wenig verloren imho, da gehts mehr Richtung: vertraue ich den Ergebnissen von CERN, NASA & co. oder?
    Jedenfalls ist es imho seit der Etablierung des wwws leichter denn je, Sachen kritisch zu hinterfragen. Wo man früher jeder Verschwörung aufgesessen ist, findet man im Netz leicht Experten, die wirklich was dazu zu sagen haben.

    ad Privacy
    jo eh…
    möchte aber noch was einbringen: wenn mir google aufgrund eruierter Daten statt Staubsauger- & Tamponwebrung etwas Interessanteres bietet, sehe ich das als Win-Win-Situation. Ich bin aber auch der Meinung, dass ich _besonders im Internet_ wenig zu unterbewusster Beeinflussung zu haben bin (da die Kaufentscheidung im Netz noch weiter hinausgezögert wird & man eine Vergleichsmöglichkeit hat, die im Supermarkt durch Verkaufsgespräch, Kundenkarte, Neuromarketing viel weniger gegeben ist).
    Ein scheinbares verkonservativieren der Ansicht durch „Ihhh, der hat ein Foto auf Facebook, auf dem er ein Bier in der Hand hält“ ist fern ab der Realität. Da gehört ein Umdenken hin, aber nicht der Nutzer, sondern der peinlich naiven Vorgehensweise von Assessment-durchforstern (nur weil wer im Web brav keine Spuren hinterlässt ist er noch kein besserer Mensch, evtl sogar asozialer?)

    ad Kindergarten
    phu – weiß nicht, ob das der Diskussion dienlich ist. Finde es persönlich nicht wirklich gut, da ich davon ausgehe, dass sich in der Zeit lieber physische Interaktionen bilden sollen & kein großer Mehrwert durch Internet besteht.

    sry für den großen Spam-Post.
    Extrem viel Spaß morgen!

    Antworten

  5. Ich kann Dich eigentlich nur bestärken. Du sprichst alle wichtigen Punkte an und liegst auch mit der „Tonlage“ goldrichtig. Schirrmacher hat einen Punkt, sonst hätte er auch nicht die Aufmerksamkeit. Du gehst auf seine Argumente sachlich ein. Im Kern geht es immer um das langsame Lernen der Gesellschaft mit doch beträchtlichen Änderungen und neuen Werkzeugen „umzugehen“ und auftauchende Nachteile oder Schwierigkeiten in den Grif zu bekommen. Das ist beim Internet nicht so viel anders als viele Male davor. Um ein aus heutiger Sicht extrem wirkendes Beispiel zu nennen: als die Brille erfunden wurde, hatten die Menschen instinktiv Angst davor, dass es sich womöglich um einen zu weitgehenden Eingriff in die Natur (die „Schöpfung“) handeln könnte. Mögliche Konsequenzen des Brille Tragens waren nicht sofort absehbar. Diese Vorsicht ist aber nicht nur lächerlich, sondern hat auch eine wichtige Funktion. Umwälzungen/Veränderungen lösen weiters immer auch Generationendifferenzen aus, weil sich die Jungen (noch) etwas schneller anpassen können.

    Antworten

  6. ad Nutzung von Internet und Social Media: Echtes Multitasking ist zwar wirklich nicht möglich, aber wir haben gelernt – lernen müssen – zwischen Routineaufgaben schnell umzuschalten. Sonst wären, wie Du richtig sagst, banale Dinge wie Kochen, Maus bedienen *und* Bildschirminhalte rezipieren, etc. gar nicht möglich.

    Ich denke, die „Problematik“, die Schirrmacher anspricht durchaus eine ist – und zwar für den „Durchschnittsuser“. Wir („alte Hasen“ ;-)) konfigurieren uns die Notify-Boxen, das Betriebssystem und die entsprechende Softwareausstattung so, dass wir einen guten Mix an Arbeit und Ablenkung konfigurieren *könnten*. Ob wir es dann auch tun, steht auf einem anderen Blatt.

    Ich persönlich bin immer wieder erschüttert, wenn ich sehe, mit welchen Einstellungen oder Herangehensweisen nicht so Internetversierte im weiten Netz agieren.

    Aber im Wesentlichen glaube ich, dass sich diese „Problematik“ in einer Generation erledigt haben wird. So wie für Viele die Vielzahl an TV-Sendern und gleichzeitigen Einblendungen in TV-Sendungen kein Problem mehr darstellen, so wird das durch Selbstverständlichkeit und Aus/Vor-Bildung auch für „das Internet“ und Social Media Gültigkeit haben.

    Nach einer Anfangsphase von Social Media (und teilweise noch immer auch des Internets), in der man sich gewissermaßen das Allheilmittel oder -tool erwartet (hatte), gilt es jetzt (auch wie du richtig sagst), PC, Netz, Kommunikationstools als ganz normale Werkzeuge einzusetzen. Aber das braucht wohl generell noch Zeit (und entsprechende Ausbildung – die aber durchaus auch schon mal der Sohnemann oder das Töchterchen übernehmen kann).

    Übrigens, weil Herr Schirrmacher „Bauchgefühl“ unterrichten möchte. Wir entscheiden größtenteils nach Bauchgefühl. In einer informierten Gesellschaft findet man für eine Entscheidung rasch soviele Argumente für und gegen eine Sache, dass eine objektive Entscheidung gar nicht möglich ist. So ist schlussendlich jede (nicht überlebensnotwendige Entscheidung) mehr oder weniger eine „Bauch-Entscheidung“.

    Umgelegt auf das „Banker“-Beispiel bedeutet das weniger eine Verdammung der Algorithmen, da diese (sofern sie durchdacht sind) Informationen abwägen und einbeziehen, die man als Mensch kaum noch intellektuell „verwalten“ könnte. Vielmehr bedeutet das auch hier (wie bei vielen Themen, die Schirrmacher anspricht), dass wie bei so vielen neuen Werkzeugen gelernt werden muss damit umzugehen. Weder der Allheilungsanspruch noch eine Algorithmenverbrennung kann (und wird) eine „Lösung“ sein.

    Und jetzt hör ich auf, sonst, wird das ein Blog-Eintrag und kein Kommentar *gggg*

    Antworten

  7. finde (die richtung) deine(r) überlegungen gut, und auch, wie du dich auf die diskussion vorbereitest! du hast zwar schon erfahrung im präsentieren & mit öffentlichkeit, aber ich merke es trotzdem an: nicht zu sehr in details verlieren bei der diskussion! schirrmacher argumentiert mit und appelliert an emotionen, und punktet damit. man muss das nicht genauso machen, jedoch sich dessen bewusst sein. deine oben ausformulierten überlegungen zu seinen argumenten sehe ich daher eher als hintergrundwissen, das du mitbringst, und nicht primär als das, was du sagen möchtest (da sonst zu defensiv). liege ich damit richtig?
    freu mich schon & wünsche viel spaß!

    Antworten

  8. Bei ähnlichen Diskussionen (Scobel, Illner, …) fiel mir auf, dass Schirrmacher Gedanken über das Internet auf der Meta-Ebene („Wie verändert das Netz unsere Kultur, unsere Gesellschaft, unser Denken, etc.“) immer wieder mit gaaaanz platten Beispielen herunterholt („Also ich war neulich beim Zahnarzt. Da tippt die was über mich in den Computer. Haben Sie sich schon mal gefragt, was die da tippt. Haben Sie schon mal versucht, das zu erfahren, was die da tippt, oder versucht, auf den Bildschirm zu schauen?“ … usw.) Die Beispiele sind einleuchtend, richtig und für Internet-Zaungäste 100%ig nachvollziehbar. Der Zuschauer stimmt innerlich zu, dann folgt wieder mehr oder weniger (abstruse) Angstmacherei im nächsten Argument.

    Ich wollte den Club 2 (trotz erstmaliger „Twitter-Wall“) schon zugunsten einiger guter Blogs ignorieren weil die beiden Themen „pädophile Prieser“ und „Wie böse ist das Internet?“ schon in knapp vier Dutzend anderen Formaten besprochen worden sind, freue mich aber nun darauf, nachdem Du und Helmut Spudich dabei seid und hoffe, dass ihr (trotz Schirrmacher) zu einer niveauvollen Diskussion findet. (ähm… das war jetzt sehr böse, oder?)

    Antworten

  9. Könnte das nicht auch eine Diskussion „Digital Visitor“ vs. „Digital Resident“ werden (im Sinne des Kruse-Vortrags http://re-publica.de/10/event-list/what%E2%80%99s-next/)? Du bist – etwa mit deinem Arbeitsstil, wie du ihn beschreibst – ein prototypischer Digital Resident, jemand der souverän in dieser Realtät agiert, – mit den Objekten und Akteuren, die für sie typisch sind. Schirrmacher ist ein Visitor, der nicht souverän mit der digitalen Realtät umgehen kann, der seine Souveränität durch die bedroht sieht. Daraus macht er eine Unmöglichkeit, überhaupt souverän in der digitalen oder digital vermittelten Welt zu agieren, und damit steht er in der Tradition der Kritiker von Zivilisationsschüben (Platons Schriftkritik, Trithemius‘ Kritik des Buchdrucks).

    Antworten

  10. Gut vorbereitet ist halb gewonnen ;) Nur befürchte ich, dass es nichts zu gewinnen geben wird.

    Ich würde es spannend finden, wenn du die „Macht“ des Webs demonstrierst… So nebenbei mal das Handy auspacken, was eintippen und dann wie aus dem nichts eine supertolle Meldung schieben. Stichwort: Kollektive Intelligenz, Crowdsourcing,… oder sind Smartphones und Laptops verboten im Club2

    Antworten

  11. Die personelle Zusammensetzung der Diskussionsrunde läßt nicht erwarten, dass die Fragestellung in der headline der Sendung beantwortet werden könnte.

    Antworten

  12. Pingback: Holy Moly » Blog Archive » favit : stream & share

  13. Endlich bin ich dazugekommen den Eintrag zu lesen (dank Read It Later) und will eigentlich nur zum letzten Punkt Stellung nehmen: bei meiner Tochter gibt es im Kindergarten einen Computer für die Kinder, auf der kindgerechte (und NUR kindgerechte) Software zu finden ist. Die Kinder haben die Möglichkeit in einem gewissen ZEitraum am Tag diesen Computer zu benutzen und dort Lernspiele zu spielen. Ich finde das super. Meine 4jährige Tochter kann schon sehr gut die Maus bedienen und einige Tasten kennt sie auch schon. Ich verstehe da Eltern nicht, die diesbezüglich absolut ignorant sind. Ich lasse meine Tochter auch Nintendo DS spielen oder Harbour Master am iPhone. Und zwar nur kurz und auch nicht jeden Tag und immer wann sie will. Aber den Kindern dem Umgang mit diesen Dingen zu verbieten ist meiner Meinung nach ziemlich dumm, denn diese Kinder sollten LERNEN mit Technik umzugehen, von der sie tagtäglich umgeben werden. Und man sollte endlich damit aufhören Kindern dem Umgang damit zu verbieten bzw. versuchen sie davor abzuschirmen. Das wird zwangsläufig negative Folgen haben. Ich bin ehrlich gesagt froh, dass ich einem kleinen Menschen eine „Einführung“ geben kann. Ich will nicht, dass mein Kind in der 4. Klasse Volksschule das erste mal sieht, was Word ist und wie man auf der Tastatur schreibt.
    My two cents.

    Antworten

  14. @ ivy
    Das soll jetzt kein Glaubenskrieg werden & ich betone gleich, dass das nur meine persönliche Meinung ist, die ich großteils faulheitsbedingt nichtmal untermauern kann, aber…
    Der Umgang mit der Maus & dem PC als solchen ist auch später (Volkschulalter) innerhalb eines Tages erlernbar – ich bezweifle, dass da Kinder die das nicht im Kindergarten lernen einen Nachteil erleiden.
    Vielleicht denke ich da zu konservativ, oder leite aus meinem eigenen Umfeld zu viel ab (viele Freunde von mir, die mit PCs aufgewachsen sind finden sich trotzdem schlechter damit zurecht als ich. & das noch dazu, wo früher mehr an Know-How notwendig war um ein OS zu bedienen als heute); denke mir jedenfalls, dass gerade die ersten 5, 6 Jahre von Kindern enorm wichtig sind für die Entwicklung sozialer Wahrnehmungen & Normen. Ich bi mir sicher, dass fürsorgliche Eltern (zu denen ich dich zählen würde) wissen, wie das abzuwägen ist, das Groß der Eltern wird das allerdings nicht so handhaben.

    Antworten

  15. @fatmike: Ich glaube, es geht überhaupt nicht darum den Kindern jetzt beizubringen, wie man mit einer Maus oder mit einer Tastatur umgeht. Und natürlich sind andere Dinge in diesem Alter um einiges wichtiger. Aber Kinder sind so aufnahmefähig und multitaskingfähig, dass es in keinem Alter mehr so einfach sein wird so viele verschiedene Dinge zu erlernen. Alleine die Tatsache, dass Kinder bis zum 5. Lebensjahr SIEBEN(!!) Sprachen FLIESZEND erlernen können, zeigt, dass Kinder ein enormes Lernpotential haben.

    Mir geht es eher darum, dass Kinder ständig damit konfrontiert sind. Kinder sehen ja, dass Eltern am Computer arbeiten, mit dem iPhone spielen und abends vor dem Nintendo sitzen (also ich mach das zumindest *gg*). Und Kinder sind neugierig. Es wäre doch dumm, wenn man dem Kind ständig sagt „nein, greif das nicht an, das ist nur für Erwachsene“. Ich denke, dass Kinder dann einen irrsinnig negativen Bezug bekommen zu diesen Dingen. Ich sag meiner Tochter auch, dass das iPhone kein Spielgerät ist, sondern dass man damit auch ernsthaft Dinge machen kann (zB. eMails schreiben oder telefonieren). Das versteht sie aber auch. Und genau darum geht es. Im Gegensatz zu vielen ihrer Altersgenossen WEISZ sie, dass es gewisse Dinge gibt, die eben dieses und jenes können, aber dass es Geräte für Erwachsene sind. Andere Kinder sehen das erste Mal in ihrem Leben einen Nintendo und reißen sich darum, gehen falsch damit um. Oder sie machen Handies kaputt etc. Meine Tochter interessiert das nicht. Ich kann das MacBook, das iPHone, den Nintendo und den iPod neben sie hinlegen, es wird sie überhaupt nicht beeindrucken. Andere Kinder würden anfangen wie wild damit herumzuspielen. Ich weiß nicht, ob das jetzt so rübergekommen ist, wie ich es sagen wollte, aber ich hoffe du verstehst, was ich meine.

    Zum Schluss möchte ich noch sagen, dass ich persönlich es einfach bevorzuge Kindern den Umgang mit diesen Dingen wirklich beizubringen bzw. sie intelligent heranzuführen als es ihnen zu verbieten bzw. zu versuchen sie davor zu bewahren. Denn das wird nicht funktionieren.

    Antworten

  16. Datenschutz ist eines
    der zentralen Themen der Zukunft. Nur die Prämissen, unter denen
    er betrieben wird, das Verhalten der Menschen zu den Daten – das
    ändert sich. Was ich ein bisschen lächerlich finde, ist, wie
    Datenschutz gerade in diesen Tagen diskutiert wird…. Mehr anzeigen

    Eine Ihrer Thesen lautet: Der Datenschutz wird in den nächsten zehn Jahren obsolet.
    In den nächsten zehn Jahren wird der Umgang, unserer und der der Wirtschaft, mit unseren Daten an Wichtigkeit noch zunehmen. Doch ich bin sicher: Der klassische Datenschutz ist überholt. So wie er vor 25 Jahren entstanden ist, ficht er sein letztes Gefecht.
    Ich glaube, unsere Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren massiv gedreht. Schauen Sie doch einmal,wie wir, vor allem die Jungen, mit ihren Daten umgehen.

    Warum investieren Unternehmen nicht mehr in den Schutz der Nutzerdaten?
    Wenn der Kunde seine Daten freigibt, dann haben Unternehmen die Chance, diese Daten so zu nutzen, dass sie ihrem Kunden passendere Angebote machen. Aus dieser Denke heraus ist das Datensammeln im Sinne des Kunden, denn es vermeidet unsinnige Werbung, die sowieso kommen würde. Das ist eigentlich diese Souveränität, die ich den jetzt kommenden Generation unterstelle: dass sie sehr wohl den Wert ihrer Daten erkennen und dass sie ihre Daten sehr bewusst freigeben – und im Zweifel etwas dafür fordern, zum Beispiel Rabatte.

    Die wünschenswerte Rolle der Politik sehe ich eigentlich in einem wichtigen
    anderen Feld. Die Wirtschaft strebt teilweise ein System an, Daten der Bürger zu analysieren,ihnen aber gleichzeitig die Handhabe zu geben, diese Daten zu kontrollieren.

    Solche Ideen sollte die Politik unterstützen, anstatt alle Firmen, die mit Daten arbeiten, pauschal zu verdammen.

    A.B.

    Antworten

  17. Ein Club 2 zu einem Thema, das sich mit dem Jetzt und der weiteren Entwicklung auseinandersetzen sollte. Die Diskussionsteilnehmer waren außer Luca zwischen 40 und 55 Jahre alt. Meiner Ansicht nach eine Fehlbesetzung zu diesem Thema. Für mich kam ein verzweifelter Kampf der nicht mit dem medium „social networks „Vertrauten, einfach zu alten Diskussionsteilnehmern herüber. Das Thema wurde nicht wirklich diskutiert, sondern es fand sehr viel Beschäftigung mit den Vermutungen und Ängsten der „Altvorderen“ statt. Ich selbst bin 50 Jahre alt.Einzig Helmut Spudich konnte zur Sache Beiträge leisten und war nicht, so wie die Anderen, ständig mit seinem Nicht-Zurandekommen mit social networks beschäftigt. Bei den restlichen älteren Diskussionsteilnehmern empfand ich ihre Beiträge als Selbstaufarbeitung ihres nicht „Up to Date“-Seins.
    Mein Dank an Luca, für seine authentischen Beiträge, die Normalität in den „Suchtrupp zum Festhalten an alten Zeiten“ brachten.

    Antworten

  18. Pingback: Luca im Club 2 | Alltag Medienzukunft

  19. @Werner: Du hast geschrieben: „immer wieder mit gaaaanz platten Beispielen herunterholt (“Also ich war neulich beim Zahnarzt. Da tippt die was über mich in den Computer. Haben Sie sich schon mal gefragt, was die da tippt. Haben Sie schon mal versucht, das zu erfahren, was die da tippt, oder versucht, auf den Bildschirm zu schauen?” … usw.)“

    Inwiefern war das ein plattes Beispiel, bzw. was meinst du genau mit „platt“?

    Ich halte das im Gegenteil für ein einfaches gutes Beispiel, wo man sich mal ein bisschen darum kümmern sollte, was denn gerade mal wieder über die eigene Person in die „allwissende große Datenbank“ eingetippt wird.

    Jan.

    Antworten

  20. Pingback: http://Newsnautica.com/ensure-home-security-set-wylex-customer-unit-heat-alarm-smoke-alarm/

Schreibe eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.