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Warum ich meinen Facebook Account nicht löschen werde

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Von allen Ecken und Enden des Interwebz1 hört man, dass Facebook böse ist und deshalb löschen jetzt einige Web Celebs2 ihre Facebook Accounts. Die Holzmedien3 freuen sich über sowas und helfen mit und erklären der Masse2, wie gefährlich Facebook ist. Ich bleibe trotzdem dort und erkläre in diesem Beitrag warum.

Facebook Logo

Die Anfänge von Facebook

oder: Der kleine Mark
Foto: kk+

Am 28. Oktober 2003 sitzt der kleine Mark Zuckerberg in seinem Zimmer und ist traurig, weil er sitzen gelassen wurde. Böse Frauen. Und wie er so dasitzt versucht er sich abzulenken und klickt sich ein wenig durch die Online-Jahrbücher der Harvard Universität, wo er studiert. Daneben bloggt er. Etwa wie hässlich manche Menschen sind. Und dass er ihre Bilder neben die von Bauerhoftiere stellen will und die Leute entscheiden sollen, was von beiden hübscher ist. Da der kleine Mark recht begabt ist, hackte er sich mal eben in den Server der Uni, lädt sich die ganzen Bilder runter und codet eine Seite, wo immer zwei Bilder nebeneinander angezeigt wurden und man musste sagen, welches davon hotter ist. Mark nannte sie Facemash. Wenig später schrieb er auch noch, dass er ein Trottel sei, weil er die Seite gemacht hat, aber irgendwer hätte es machen müssen. Punkt. Punkt. Punkt. Die Seite machte schnell die Runde, wurde von der Uni entfernt und der kleine Mark mit Strafen bedroht, die aber fallen gelassen wurden. Was für ein rühmlicher Start.

Im nächsten Semester bastelte der kleine Mark thefacebook. Ein Netzwerk für alle Harvard Studierenden. Innerhalb von kürzester Zeit hatte es tausende Mitglieder. Auch das Team um den kleinen Mark wuchs und bald expandierte man an andere Universitäten und Firmen wie Apple und Microsoft bis man sich in facebook umbenannte und im September 2006 für alle über 13 Jahren öffnete.

Kurz nach dem Start von thefacebook traten drei ältere Studenten aufs Parkett und beschuldigten den kleinen Mark, dass er ihnen versprochen hätte zusammen mit ihnen ein Social Network zu bauen, aber am Ende nur ihre Ideen geklaut hätte. Der kleine Mark war wieder Mal angepisst und hat sich über die Daten, die die drei Studenten bei Facebook angeben haben (Passwörter und so) in zwei von ihre Email-Accounts gehackt. Darauf hin haben sie ihn dann angezeigt.

Quelle: Frei nach Wikipedia

Der kleine Mark hatte aber noch mehr auf Lager. Etwa nannte er die ersten 4000 User einfach mal „dumb fucks“ (Vollidoten), weil sie ihm ihre Daten anvertrauten.

Und da war da noch der Co-Founder, den der kleine Mark rausgeworfen hat.

Ich übernehme keine Garantie, dass auch nur ein Teil der Geschichten stimmt. Allerdings nehme ich für mich mit, dass Mark Zuckerberg intelligent, aber auch übermütig und respektlos ist. Sicher ist, dass Mark meint das Zeitalter der Privatsphäre sei vorbei.

Doch Facebook ist nicht Mark Zuckerberg. Auch wenn er möglicherweise großen Einfluss hat, ist Facebook ein großes Unternehmen, wo mehr Leute etwas zu sagen haben. Da kann der kleine Mark strampeln und schreien, wie er will.

Facebook hat Zugriff auf meine Daten

Uh, oh. Total schlimm. Angeblich gab es ein Master-Passwort mit dem man auf jeglichen Account zugreifen konnte. Und auch wenn es das nicht mehr gibt, kann man nun über ein Administrations-Panel die Accounts anschauen. Warum tut Facebook nichts dagegen? Das kann man doch nicht zulassen?!!

Und jetzt beruhigen wir uns wieder. Dann verrate ich4. euch etwas. Eure Bank kann auf euer Konto zugreifen. Die können sogar Geld hin und herschieben oder euer Passwort ändern. Eurer Mobilfunkanbieter kann euer Handy5 sperren. Oder nachschauen wie viel ihr telefoniert. Euer Mailanbieter kann eure Mails lesen, wenn ihr sie nicht verschlüsselt. Ich kann eure IP Adressen anschauen, nachverfolgen von wo ihr gekommen seid, welche Seiten ihr angeschaut habt und welchen Link ihr geklickt habt. Ich kann sogar die Stadt sagen, in der ihr lebt und wenn ihr Scheiße baut, kann ich mit hoher Wahrscheinlichkeit euren ISP dazu bringen mir eure Namen und Adressen rauszurücken. Wisst ihr wie viele Daten der Staat von euch hat?

Ich wollte ja eigentlich beruhigen, aber mir scheint, ihr sitzt jetzt mehr geschockt vor euren Bildschirmen. Zumindest die, die das Internet bisher vor allem genutzt haben.

Die Bank

Stellen wir uns einmal vor, dass die Bank keinen Zugriff auf euer Konto hätte. Das System ist so programmiert, dass nur ihr mit eueren Passwort darauf zugreifen könnt. Die Bank kennt das Passwort nicht6 und kann es nicht ändern. Sonst wäre es ja witzlos. Sobald jemand die Möglichkeit hat ein Passwort zu ändern, kann sie das Passwort auch gleich haben. Habt ihr das Passwort vergessen, ist das Konto verloren. Ihr könnt auch nicht mal eben in die Bank spazieren und euch erkundigen wie es um eure Finanzen steht. Ebensowenig wie die Bank überwachen kann, ob ihr auffällige Kontoaktivitäten habt und gegebenenfalls die Karte sperren.

Auch wenn ein Angestellter nicht einfach so mit eurem Konto was machen kann, gibt es irgendwo eine IT Abteilung, die die Möglichkeit haben muss, wenn etwas schief läuft, nachzuschauen was schief läuft und es gegebenenfalls reparieren.

Social Networks

Ich habe eine Zeit lang als Community Manger bei einem kleinen7 deutschen Social Network gearbeitet und konnte dort einige Dinge lernen. Stellt euch vor euer Profil wurde gehackt. Haben die Netzwerkbetreiber keinen Zugriff, können sie es euch nicht zurückgeben. Oder irgendetwas funktioniert nicht. Hätten die Betreiber keinen Zugriff, könnten sie nicht versuchen das Problem zu reduplizieren und euch weiterhelfen. Jemand hat ein Nacktfoto von euch hochgeladen und weigert sich es runterzunehmen? Ich hoffe der Betreiber kann es anschauen und gegebenenfalls entfernen. Jemand wird gemobbt? Verbreitet wer rechtswidrige Inhalte? Jemand hat ein Profil mit euren Namen und euren Fotos angelegt? Ich hoffe die Betreiber haben Zugriff auf alles und können darauf reagieren.

Facebook verkauft meine Daten

In letzter Zeit kommen immer mehr Menschen mit einem Absatz aus den Facebook AGB und sehen darin ein Geschäftsmodell.

You own all of the content and information you post on Facebook, and you can control how it is shared through your privacy and application settings. In addition:
1. For content that is covered by intellectual property rights, like photos and videos („IP content“), you specifically give us the following permission, subject to your privacy and application settings: you grant us a non-exclusive, transferable, sub-licensable, royalty-free, worldwide license to use any IP content that you post on or in connection with Facebook („IP License“). This IP License ends when you delete your IP content or your account unless your content has been shared with others, and they have not deleted it.

Facebook TOS

Klingt zu Beginn schrecklich. Aber man muss es im Kontext sehen. Hätte Facebook nicht die Erlaubnis unsere Inhalte weltweit, unentgeltlich zu nutzen, würden sie auch unsere Freunde nicht sehen. Facebook dürfte die Inhalte nur uns selbst anzeigen. Ich finde auch den Zusatz „subject to your privacy and application settings“. Vorbehaltlich der Privatsphäre-Einstellungen. Für mein Verständnis bedeutet dies, dass es unter Einhaltung der Privatsphäre-Einstellungen passiert. Sollte ich das falsch verstehen, bitte ich um einen Hinweis per Mail oder in die Kommentare.

sub-licenseable
„Die können ja meine Fotos verkaufen.“ Ja, könnten sie. Dann wären sie aber wirklich dumm und würden viele User verlieren. Mich eingeschlossen. Und wie wir wissen, entziehen wir ihnen die Erlaubnis indem wir unsere Inhalte löschen. Natürlich nur, wenn sie noch nicht weitergegeben wurden. Warum steht diese „sub-licenseable“ in den AGBs? Nach meiner Auffassung ist es nötig, damit es bei Facebook Apps geben kann und andere Webservices mit den Inhalten interagieren können. Wir haben ja nur Facebook die Erlaubnis gegeben, etwas mit den Inhalten zu machen, nicht den ganzen Apps und Services.

Dieser Teil der AGBs ist also, so wie ich es verstehe, nötig, damit Facebook überhaupt funktionieren kann, wie es funktioniert. Urheberrecht bleibt beim Urheber..

Facebook hat schlechte Privatsphäre Einstellungen

Schlecht nicht unbedingt, aber sehr komplizierte.

Facebook gibt sich zwar Mühe alles zu erklären und es gibt viele Möglichkeiten sehr genau zu sagen, wer was sehen darf, allerdings sind es für die meisten schon wieder zu viele. Da gibt es als Beispiel das Mädchen, das der Meinung ist, ihrer Mutter ihre Fotos nicht anzuzeigen, da sie sie nicht als Kontakt akzeptiert hat. Allerdings hat sie ihre Inhalte für Freunde von Freunden freigegeben und die Mutter ist mit ihrer Tante verbunden, welche wiederum mit dem Mädchen verbunden ist. Somit sieht sie die Fotos.

Gut finde ich hingegen, dass Minderjährige, als unter 18 Jahren, grundsätzlich ihre Inhalte nicht allen zur Verfügung stellen können, sondern nur ihren Freunden, Freunden von Freunden und ihrem Netzwerk (zBsp. Schule).

Ein großes Problem ist, dass Facebook so oft an den Privatsphäreeinstellungen rumwerkelt. Empfehlenswert ist diese interaktive Grafik, wo man nachvollziehen kann, wie sich die Standardeinstellungen vom geschlossenen Studierenden-Netzwerk hin zum offenen Netzwerk für alle entwickelt haben. Sodass einige Inhalte standardmäßig allen Internetusern angezeigt werden. Aktuelle Beispiele sind zwei Suchmaschinen (mit den gleichen Ergebnissen), die die öffentlichen Facebook Status Nachrichten durchsuchen. Bisher habe ich aber noch wirklich schlimmen Sachen dort gesehen.

Das Internet ist öffentlich

Ich habe schon vor einiger Zeit die Illusion abgelegt, dass es im Internet so etwas wie Privatsphäre gibt. Auf meinem eigenen Server kann ich verschlüsselte Dateien ablegen ohne groß in Gefahr zu laufen, dass sie jemand öffnen kann, aber überall sonst sieht es schlecht aus.

Twitter hat im Gegenteil zu Facebook den Vorteil, dass sie schon immer öffentlich waren und auch nie etwas anderes behauptet haben. Optional kann man seine Updates schützen. Aber selbst dann muss einem klar sein, wie schnell ein Follower etwas geschütztes Retweeten kann und somit wieder öffentlich macht. Das gleiche bei Facebook. Du hast dich vergessen auszuloggen? Dein Account wurde gehackt? Du hast einen Kontakt angenommen, der dir schaden will? Der Account eines Freundes wurde gehackt? Ein Freund hat vergessen sich auszuloggen? Facebook hat wieder mal die Privatsphäre-Einstellungen geändert? Pech für dich, deine Inhalte sind öffentlich.

Es gibt zu viele Möglichkeiten, als dass ich annehmen kann, dass irgendwas privat bleibt. Aus dem Grund habe ich irgendwann fast alle Privatsphäre-Einstellungen auf öffentlich gestellt.

Ich kann zu allen Inhalten, die ich poste stehen. Man muss jedoch beachten, dass es alles nur Momentaufnahmen sind. Ein Statusupdate ist ein flüchtiger Gedanke. Meinungen ändern sich und es ist unmöglich aus allen Inhalten, die ich je veröffentlicht habe ein komplettes Bild von mir zu erschaffen. Es sind Schnipsel, die auf einer Zeitleiste aufgehängt werden können.

Ihr solltet euch vor jedem Update fragen, ob ihr damit leben könntet, wenn es morgen in der Zeitung erscheint. Bei mir ist es so, dass man vieles nicht so einfach verstehen könnte, aber fast alles kann ich erklären und somit geht es wieder in Ordnung. Ich habe auch noch nie einen Blogbeitrag, es sei denn ich wurde darum gebeten, aus meinem Blog gelöscht und so kann man in meiner Vergangenheit stöbern. Was für mich aber klar Vergangenheit ist, besonders weil ich mich in den letzten drei Jahren enorm weiterentwickelt habe.

Die Vorteile von Facebook

Da wird jetzt ständig gesudert, was Facebook alles böses macht und wie es uns ausnimmt und ich verteidige nur. Dabei wird bei der Diskussion oft darauf vergessen, was Facebook uns alles bietet. Ja, wir geben gewisse Dinge auf und Facebook macht mit uns Werbung und Zeug, aber wir bekommen dafür ja auch etwas. Ansonsten würden die Userzahlen nicht immer noch steigen.

Interaktives Adressbuch

Es passiert mir inzwischen nur noch selten, dass ich jemanden nicht auf Facebook finde. Ich kann ihm dort schnell eine Nachricht schicken und muss mir nicht erst per Telefon8 eine Mailadresse besorgen. Ich kann mal eben nachschauen, was die Menschen so machen, was sie mögen und was nicht. Vielleicht haben wir auch ein paar gemeinsame Kontakte. Ein bisschen durch die Fotos klicken. Ich finde das großartig.

In Kontakt bleiben

Kennt ihr ein anderes Tool, das es ermöglich mit mehreren hundert Menschen in Kontakt zu bleiben und sich auszutauschen? Twitter vielleicht, aber da sind nicht so viele und es bietet andere Möglichkeiten. Freunde gehen ins Ausland? Kein Problem, auf Facebook bekommt man weiter mit was sie so machen, kann mal schnell mit ihnen chatten und die neusten Fotos anschauen und kommentieren. Ich habe Freunde die in anderen Städten leben, dank Facebook weiß ich, was sie so treiben und wenn wir uns treffen können wir direkt in ein interessantes Gespräch einsteigen, anstatt ersteinmal aufholen, was in der Zeit in der wir uns nicht gesehen haben, passiert ist. Anschlusskommunikation. Du hast doch letztens geschrieben, du hast meinen Blog gelesen. Willst du nicht auch damit anfangen? Ich kann dir auch alles zeigen. Es gibt so viele Möglichkeiten.

Veranstaltungskalender

Ich bekomme jede Woche mehrere Einladungen zu interessanten Veranstaltungen zu Themen, mit denen ich mich beschäftige, von Leuten, die ich mag. Ich sehe auch gleich, wer noch hingeht und kann mich im Vorhinein wunderbar mit anderen Teilnehmern austauschen und möglicherweise Kontakte knüpfen. Geburtstagspartys werden in meinem Freundeskreis meist nur noch über Facebook angekündigt. Wer nicht drinnen ist, hat Pech. Natürlich werden enge Freunde auch noch angerufen oder per Mail informiert, aber es ist einfach schwieriger mit ihnen in Kontakt zu bleiben. Ähnlich wie bei Leuten, die sich gegen ein Handy wehren und immer nur zu bestimmten Zeiten erreichbar sind.

Ohne Facebook?

Geht auch. Mir wird ja gerne vorgeworfen, ich sei internetsüchtig. Da habe ich dann einfach 43 Tage lang aufs Social Web verzichtet. Habe es ohne bleibenden Schäden überlebt, weiß aber dass das Leben komplizierter wird und man schnell einmal den Kontakt zu bestimmten Personen verliert. Viele Informationen erreichen einen nicht mehr und mehr Bücher liest man deshalb auch nicht.

Ich lösche nicht

Facebook mag einige Probleme haben, was ihre Privatsphären-Einstellungen und Firmenpolitik betrifft, doch indem ich meine Einstellungen zu Privatsphäre im Internet angepasst habe, ist es für mich kein großes Problem mehr. Man muss es kritisch sehen, aber seinen Account löschen ist eher ein Schuss ins eigene Bein. Dass man seinen Account bei Facebook gar nicht löschen kann, ist übrigens auch ein blödes Gerücht. Über diesen Link kann man sich dauerhaft löschen. Man darf sich allerdings mindestens zwei Wochen nicht einloggen, denn in der Zeit ist der Account nur deaktiviert und wenn man sich einloggt wird der Löschvorgang abgebrochen.

Doch wozu löschen? Als Statement? Wenn ich dann Seiten wie quitfacebookday sehe, muss ich doch etwas grinsen. Schon 1000 die mitmachen wollen? Ahahaha. Ich gehe davon aus, dass sich das Vielfaches an Personen im gleichen Zeitraum angemeldet hat. Und wenn ihr nicht mehr bei Facebook seid, werden dadurch keine peinlichen Fotos mehr dort sein? Ich empfehle sich einmal face.com anzusehen. Selbst wenn ihr nicht getaggt seid, wird man euch finden. Es ist besser zu wissen, was online ist, als plötzlich davon überrascht zu werden.

Facebook bietet mir einige Dinge, die ich nicht mehr missen möchte und daher werde ich meinen Account nicht löschen, sondern verantwortungsvoll mit meinen Daten umgehen. Es bestimmt immer noch der User, was er online stellt.

Plant ihr euren Account zu löschen? Warum? Oder warum nicht?

  1. Also etwa 20 „A“-Blogs und den Twitterern mit mehr als drölf Zillionen Followern []
  2. Ahahaha [] []
  3. Sorry Frank []
  4. Danke @PrinceznaAndrea für den Hinweis, dass ich ein „ich“ vergessen habe []
  5. Die SIM-Karte []
  6. Tut sie heute auch nicht. afaik. []
  7. um die 2 Millionen User []
  8. ja, da steht ihr fast alle drinnen. MIT ADRESSE UND NUMMER!!!! []

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

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  1. „Ich habe schon vor einiger Zeit die Illusion abgelegt, dass es im Internet so etwas wie Privatsphäre gibt.“

    Danke. Das wird leider viel zu selten ausgesprochen.

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  2. Was ich ganz vergessen habe: Das Internet bietet als Alternative zur Privatsphäre ja Anonymität. Nur in einem bestimmten Rahmen, aber ich halte da sehr viel von. Muss ich aber einmal in einem eigenen Artikel darauf eingehen.

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  3. Klar gibt es wenig Privatsphäre im Netz. Doch wie Luca es schon schrieb, kann man sich zumindest etwas schützen. Mit Google Sharing und anderen IP-Verschleierungen können selbst Personen mit weniger Affinität etwas gegen die Datenkraken unternehmen. Wer sich in sozialen Netzwerken verirrt und sich dort anmeldet muss leider heutzutage damit rechnen, dass seine Daten missbraucht werden. Aber einfach nur zu sagen, „dass es halt so ist“, ist meines Erachtens auch der falsche Weg.

    Guter Artikel

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    • Bei Facebook sind es im Gegensatz zu Google weniger die Nutzungsdaten als die Nutzerdaten, die relevant sind. Und Nutzerdaten geben wir selbst ein, weil wir dadurch einen Nutzen haben. Ich gebe meine Interessen an, damit sich Menschen schneller ein Bild machen können, ich schreibe Statusupdates um mit Menschen in Kontakt zu bleiben, ich lade Fotos hoch um mich mit anderen auszutauschen, ich lege Events an, um Leute einzuladen. Facebook zwingt mich zu keiner dieser Handlungen.

      Ich würde nicht sagen, dass man damit rechnen muss, dass seine Daten missbraucht werden. Eher das Gegenteil. Aber da kommt es dann auf die Definition von missbrauchen an.

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  4. Wenn man den Zahlen von facebook glaubt, dann gibt es in Österreich alleine mehr als zwei Millionen facebook-User, mehr als die Einwohnerzahl von Wien. Wenn irgendwelche Probleme im Zusammenhang mit facebook auftreten, die einen gewissen Anteil aller User betreffen, dann ist dieser Anteil entweder groß genug, um eine politische Lösung sinnvoll zu machen oder klein genug, sodass die Wahrscheinlichkeit, selbst betroffen zu sein, sehr gering ist.

    Zum Vergleich: Ein Problem, das 0,01% aller facebookuser in Österreich betrifft, betrifft 200 Personen. Das ist lt. Medienberichten und Schätzungen die Zahl der Frauen, die in Österreich eine Burka tragen. In diesem besonderen Fall ist sogar diese kleine Gruppe noch genug, um eine politische Diskussion zu führen.

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  5. hallo luca, guess who? ;-)

    darf ich zumindest zum teil in anspruch nehmen, dich durch unseren gestrigen, kurzen gedankenaustausch zu einem genaueren studium der aktuellen fb agb’s bewogen zu haben?
    wenn ja, würde mich das sehr freuen. :-)

    zum ersten teil deiner sehr amüsanten wenn auch manchmal sarkastischen ausführung, möchte ich sagen: ja genau so ist es !!! jedes edv gestütze system ist darauf angewiesen, dass es zum zwecke des reibungslosen betriebs und auch des kunden supports, eine bestimmte anzahl von personen gibt, die zugriff auf geschützte daten haben. (im übrigen passieren, meines wissens nach, genau hier die meisten datenschutzverletzungen und nicht durch systemfehler oder hacker. siehe t-mobile.de letztes jahr)

    genau dieser tatsache, sind sich aber meiner meinung nach noch immer viele user, die vielleicht nicht so den it-technsichen background haben oder vielleicht noch nie richtig einblick in die abläufe von it prozessen bekommen haben, nicht wirklich bewusst.

    Zum zweiten teil deiner ausführung (social network und fb im speziellen) finde ich es persönlich wichtig, die leute darauf aufmerksam zu machen, dass fb unter den eben in den aktuellen agb’s beschrieben umständen sehr wohl in der lage ist, user generierten content zu vermarkten und auch weiter zu geben. dein einwand mit den 3rd party apps ist zwar richtig, ändert aber an sachlage nichts.

    ist man sich dieser beiden fakten bewusst, kann jeder für sich selbst entscheiden wie er damit umgehen will.

    für den einen, wie in deinem fall, sind die damit zusammenhängenden risiken vernachlässigbar und die vorteile überwiegen. für den anderen ist die konsequenz, die abmeldung oder die erst gar nicht gemachte anmeldung.

    ein fb bashing wie du es auch erwähnt hast, finde ich deshalb nicht nur unnötig, sondern auch kontraproduktiv und wird es auch von meiner seite aus nicht geben.

    lg, ein fb verweigerer

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    • Ja, du warst mitverantwortlich, dass ich das ganze ausführlicher gemacht habe. Damit ich in Zukunft einfach einen Link schicken kann, anstatt zu versuchen mich in 140 Zeichen zu erklären. Wird nach dem dritten Mal nervig.

      Den Missbrauch durch Mitarbeiter könnte man zumindest teilweise entgegenwirken, wenn man es technisch so löst, dass jeder Support-Mitarbeiter jeweils den Grund für den Zugriff eintragen muss und der User diese Informationen inklusive mit Zeitpunkt und genutzten Dingen angezeigt bekommt. Natürlich gibt es weiterhin Personen, die dies theoretisch umgehen könnten, aber zumindest schränkt man die Möglichkeit erheblich ein.

      Ich bin mir eben nicht sicher, ob Facebook tatsächlich alles weiterverkaufen kann, wie sie möchten. Entscheidend ist eben der Absatz „subject to your privacy and application settings“, wo ich zugeben muss, dass ich mir nicht sicher bin, wie er verstanden werden muss. Ich werde bei Gelegenheit einen Anwalt dazu befragen. Im Moment verstehe ich es so, dass Facebook etwa Fotos nur weiterlizensieren kann, solange meine Privatsphäre Einstellungen beachtet werden. Sage ich, dass sie nur meine Freunde sehen dürfen, darf Facebook sie zwar weitergeben, aber der Lizenznehmer darf sie nur meinen Freunden anzeigen.

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      • ad datenschutzverletzung von mitarbeitern:
        dein vorschlag wäre vermutlich ein guter schritt in die richtige richtung. wobei auch hier die möglichkeit besteht, diese richtlinien zu verletzen und damit dem user vielleicht ein stück mehr an datensicherheit zu suggerieren, daß er aber unter umständen gar nicht bekommt. der user am frontend kann auch mit dieser methode die richtigkeit der angezeigten, mitgeloggten daten nicht überprüfen.

        ad daten weitergabe/weiterverkaufen:
        ich als nicht jurist hätte das auch so verstanden, daß daten abhängig von den privacy einstellungen weiter gegeben/verkauft werden dürfen oder eben auch nicht.

        nun ist es aber so, daß wie auch schön von Thomas Hutter in seinem guten leitfaden beschrieben, viele oder alle, (ich muß es mir gleich nochmal durchlesen) einstellungen per default so gesetzt sind, daß fb die daten eben verwerten darf.

        so dann gibt es per opt-out die möglichkeit, das zu unterbinden, was dann aber wiederum eine reichweiten einschränkung meines contents bzw vielleicht das benutzten einiger 3party apps unterbindet. ich nehme jetzt einmal an (wissen tu ich es als nicht fb user nicht), daß dieser umstand etwas im konflikt mit den bedürfnissen des durchschnitts fb users steht. ist das nicht bissl so wie ein iphone haben, aber ohne datenflatrate ?

        deshalb habe ich die annahme getroffen, daß bei der mehrzahl an usern, die settings so gesetzt sind, daß fb ohne probleme deren daten verwerten darf.

        ps: möchte noch auf einen interessanten link hinweisen der auch in Thomas Hutter’s leitfaden zu finden ist. http://mattmckeon.com/facebook-privacy/

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        • Es geht mir beim loggen auch darum, dass das Unternehmen selbst eine gewisse Kontrolle hat, was die Mitarbeiter alles treiben. Klar gibt es Admins die die Logs entfernen oder umgehen können, aber für den Durchschnittsuser bedeutet es auch, dass er überhaupt mitbekommt, dass dies möglich ist.

          Die Website mit der Infografik habe ich bereits im Artikel verlinkt. Ich zitiere mich selbst: „Ein großes Problem ist, dass Facebook so oft an den Privatsphäreeinstellungen rumwerkelt. Empfehlenswert ist diese interaktive Grafik, wo man nachvollziehen kann, wie sich die Standardeinstellungen vom geschlossenen Studierenden-Netzwerk hin zum offenen Netzwerk für alle entwickelt haben. Sodass einige Inhalte standardmäßig allen Internetusern angezeigt werden“

          Es stimmt, dass es inzwischen standardmäßig so ist, dass fast alles öffentlich ist. Da muss Facebook eine klare Entscheidung treffen und es dem User mitteilen. Entweder es ist alles öffentlich, wie etwa bei Twitter, oder es ist privat. Solange es so halb-halb ist, bringt es wenig. Dem User wird Privatsphäre suggeriert, die er nicht hat.

          Mir ist keine App oder Service bekannt, das man aufgrund der Privatsphäre Einstellungen nicht im vollen Umfang benutzen kann. Wobei man da wieder beachten muss, dass man den Apps je eigens Zugriffsrechte gewährt, die manchmal weitreichender sind, als die Privatsphäre-Einstellungen.

          Dass ich die Reichweite meines Contents einschränke, wenn ich die Rechte von Facebook einschränke, ist für mich vollkommen logisch. Facebook darf die Inhalte dann gar nicht mehr so vielen Personen zugänglich machen.

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  6. Danke fuer den ausfuehrlichen Artikel! Wirklich schoen, dass es noch Leute gibt, die nicht auf das hirnlose Facebookbashing ohne eigenes Nachdenken aufspringen sondern mal drueber nachdenken!

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  7. Klasse Artikel, den ich zu 100% unterschreiben würde. Leider verstehen den Inhalt nur sehr wenige Menschen…vor allem niemand in den Printmedien.

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  8. Pingback: Die Grenze zwischen Privat und Öffentlich neu ziehen « Dotcom-Blog

  9. Pingback: Facebook - Ja? Nein? Vielleicht? | Web, Life & Stuff

  10. Sich bei Facebook zu löschen ist wie hier schon beschrieben keine gute idee. Das ist dann eher nur ein Anreiz für diese Komiker die Daten (mal wieder) weiter zu verkaufen. Lieber alle Daten auf einem (halbwegs) guten Fakeprofil umwandeln (samt Foto) und dann ist die Welt wieder in ordnung.

    Und zu Zuckerberg: ein geldgeiler Abzocker mit vielen Gesichtern. Wenn man mal genau nachließt wie er so wirklich drauf ist, will man schon alleine deswegen nichts mit Facebook zutun haben.

    Es ist leider schade, dass die OpenSource Community noch nicht so richtig auf Facebook und co. reagieren konnte. Hätte man schon früher alles richtig gemacht, hätten wir heute EINE Webseite die mindestens so viel bietet wie Facebook nur ohne dass man(ihr) dabei verarscht wird(werdet) bzw. jeder weiß was genau mit den Daten passiert. Der Zug ist aber schon leider abgefahren. Ist wie mit Jabber: Perfekt, aber kam zu spät – das kann noch so gut sein, wenn alle meine Freunde ICQ und MSN nutzen, was bringt dann Jabber genau?

    Gruß

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  11. Pingback: links for 2010-05-16 « just another weblog

  12. Ich möchte „facebook-Aussteigern“ – klingt irgendwie sektenhaft – die Frage stellen: Aus welchen Gründen seid ihr facebook beigetreten?

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  13. Pingback: Holy Moly » Blog Archive » Ist Facebook das neue Facef*ck ?

  14. Pingback: Prismablick (2): Social Media Links und News der Woche | 13. Stock Online Relations

  15. sehr subtil – vor allem das unkommentierte eigeninserat aus dem kurier ;-)

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  16. Falsch! Habe zwar den ganzen Text nicht gelesen, aber der Anfang reicht glaube ich schon.

    Zum einen stimmt es schon, dass seit den Anfängen des Internets fast alle Informationen nicht mehr sicher sind, sobald sie hochgeladen/eingegeben wurden.

    Aber du scheinst etwas nicht ansprechen zu wollen: Facebook erzeugt eine trügerische Sicherheit.

    Vielleicht weißt du dies nicht, wenn du kein Spiegel liest: Facebook verkauft das vollständige Profil für ein paar lächerliche Cent an Anfragende wie Firmen usw.. Zudem sollte man wissen, das Facebook leider sehr sehr viele Sicherheitslücken hat und somit leider auch die privaten Nachrichten oft auch einlesbar sind (nicht nur von Facebook aus technischen Gründen).

    => Facebook ist für verantwortungsvolle Menschen nicht so schlimm wie oft in den Medien dargestellt. Aber man sollte wissen, dass dort gar nichts etwas privat ist (leider). Kinder oder Leute in ähnlichen Stadien/Zuständen werden aber schon unwissend dort hineingeritten. Ja, Kinder sollten Erwachsene als Beobachter haben, aber andere Leute haben keinen solchen Beistand.

    => Wenn man Facebook beitritt, sollte man sich eher einlernen, was es ist und welche Gefahren es mit sich bringt. Aber unbedarftes Eintreten ist nicht sehr schlau. Nur solche Leute wie Aigner sind einfach nur lächerlich. Und Leyen weiß gar nichts über Internet und schadet sogar statt gewollt produktiv zu sein.

    Antworten

    • Falsch! Habe deinen Kommentar zwar nicht gelesen, aber der erste Satz sollte reichen, glaube ich.

      Ich habe nicht geschrieben, dass sie nicht mehr sicher sind, sondern dass sie einfacher verbreitet werden können als in der offlinen Welt.

      Diese trügerische Sicherheit wurde in den Kommentaren besprochen. Lies die und versuch deine Argumentation mit den neu gewonnen Erkenntnissen nochmal zusammenzubauen.

      Ich lese keinen Spiegel und bin daher dumm. (Das war Ironie, was meine regelmäßige Leser erkennen, aber bei Spiegellesern bin ich mir da nicht so sicher.)

      Facebook hat im Vergleich zu vielen anderen Plattformen und Services wenige Sicherheitslücken. Dass vollständige Profile für ein paar Cent verkauft werden, musst du mir erst beweisen. Und nein den Spiegel lasse ich als Quelle nicht gelten. Woher hat er das und wie sieht es genau aus.

      Dass ich eine bessere Ausbildung, was Medienkompetenz betrifft, in Schule und der Gesellschaft allgemein fordere, steht auch in den Kommentaren.

      Wenn man Facebook beitritt sollte, man sich klar machen, welche Vorteile das mit sich bringt und was diese Vorteile für Konsequenzen haben, was Inhalte die ich online stelle betrifft. Die Politik hinkt den technischen Entwicklungen leider weit hinterher.

      Antworten

  17. Wo ist mein Kommentar? Ich finde es nicht mehr, obwohl ich ständig Emails über diesen Artikel bekomme!?!?!?!
    War darin unangenehmer Inhalt, denn du lapidar gelöscht hast ohne darauf hinzuweisen? Ohne darauf hinzuweisen ist glaube ich strafbar! Naja, mir ist es egal …

    Naja, abgesehen davon:
    1. Facebook scheint unsere Profile für ein paar lächerliche Cent zu verkaufen. Dies stand im Spiegel und nicht im SpOn, weshalb diese Aussage schon vertrauenswürdiger ist. Und kommt jetzt nicht mit diesem Blödsinn, dass der Spiegel nur Kinderkacke erzählt. Wenn man Facebook vertraut, dann muss man umso mehr Spiegel bertrauen.

    2. Facebook darf mit dem hereingestellten Inhalt veranstalten, was sie möchte (auch verkaufen, wenn sie möchte). Dies sind unglaublich tiefgehende Eingriffe in das eigene Datenschutzrecht, die niemand bräuchte. Sie müssten lediglich das Recht erhalten, die Inhalte für andere Nutzer zu verwerten. Aber es ist vollkommen unsinnig, dass sie mit dann automatisch Eigentümer über den Inhalt werden.

    3. Durch löschen der Inhalte entzieht man Facebook nicht das Recht sie weiter zu behalten. Wenn du des Englischen mächtig wärest, hättest du an der selbst zitierten AGB Stelle gelesen, dass deren IP verloren geht solange jeder „Freund“ den Inhalt gelöscht hat. Du kannst dir vorstellen, dass sicherlich nicht alle den Inhalt sogar auf ausdrücklichem Wunsch löschen.

    4. Ich wiederhole mich wie du im Artikel: Facebook muss administrative Rechte erhalten. Er MUSS NICHT Eigentümer des Inhaltes werden.

    5. Die Privatssphäreeinstellungen sind eigentlich ein Witz. 1. Hat es unglaubliche viele Sicherheitslücken. 2. Kann man mit solchen Einstellungen zwar virtuell auschließen, dass Firmen gewissen Inhalt nicht zu Gesicht bekommen, aber die Firmen können sich eh das vollständige Profil von einem selbst holen, wodurch die Privatssphäreneinstellungen eigentlich eher vorgegaukelt sind. Sie helfen vermutlich gegenüber Privaten, die das Profil vermutlich nicht kaufen (können oder wollen).

    6. Nicht alle verwenden Facebook sehr weit öffentlich. Die Privatssphäreneinstellungen gaukeln künstliche Sicherheit vor. Erst später merken vielleicht viele, dass dies eigentlich nur Datenschutz vortäuscht. Und genau diese Diskrepanz ist schlimm statt, dass sie wie in Twitter von vornherein sagen, dass alle Tweets in der Regel öffentlich sind.

    7. Viele veröffentlichen durch diese „Einfachheit“ zu viele Informationen und teilweise, weil es von Facebook gewünscht wird. Deshlab gibt es die nette Seite: http://pleaserobme.com/

    8. Dass es nicht möglich ist das Konto zu löschen, ist in der Tat ein Gerücht. ABER diese Möglichkeit ist absichtlich in der Hilfe versteckt. Also Facebook möchte das Löschen verhindern, aber baut diese Funktion versteckt ein, weil sie diese Möglichkeit bieten MÜSSEN. SO sieht es aus!

    Shlusswort: Ja, der Benutzer selbst bestimmt den Inhalt, ABER er sollte auch in Kenntnis gesetzt werden, was für Folgen diese Daten haben können. Dh. man muss nicht aufgeben Facebook zu nutzen. Man kann das Konto löschen und dann neu anangen mit der Beachtung, was Facebook alles kann, darf und was für Folgen der eigene hereingestellte Inhalt haben kann. => Das Plädoyer das Facebook Konto nicht zu löschen ist insofern unsinnig, dass gemacht Fehler nicht bereinigt werden sollten. Es sei denn: Du wirst von Facebook bezahlt für sie Werbng zu machen.

    Antworten

  18. Pingback: Tweets that mention Warum ich meinen Facebook Account nicht löschen werde | Alltag Medienzukunft -- Topsy.com

  19. Ich bin auch nicht wirklich ein „Fan“ von Facebook, aber: ich bin drin! Komisch. Ich würd’s auch nicht mehr hergeben. Warum erklär ich gleich:

    Neben den im Artikel genannten Vorteilen, ist mir selbst noch was anderes wichtig: Nur wer dabei ist, hat eine Chance mitzubekommen was über einen gesagt/geschrieben wird und eventuell darauf zu regieren. Aber das ist nichts neues, das war schon immer so – wer kennt noch nicht die Regel: „Wer nicht will, dass über einen schlecht gesprochen wird, muss immer bei den Letzten sein und bis zum Schluss bleiben.“

    Was stört mich an Facebook und Co?
    Dass ich soviel Zeit damit verbringe. Aber da bin ich nun wirklich selber Schuld, oder?

    Antworten

    • @Torben / Pesch:

      Warum dies? Ist dir dieser Eintrag zu unangenehm? Es geht nicht um das unbedingte Löschen vom Facebook Konto. Es geht darum, dass abgeschwört werden sollte, das Facebook Konto zu löschen.

      Mein Vorschlag ist, dass man sein Facebook Konto durch die Fehler löscht (woran Facebook selbst schuld ist und die Benutzer nicht hinreichend informiert hat) und danach das Konto neu anlegt mit Hinblick darauf, dass alles, was im Facebook Konto herein-stellt automatisch überraschend in deren Eigentum übergeht.

      => Dadurch genießt man weiterhin Vorteile mit dem Sozialnetzwerk und der Schaden ist nicht mehr so groß. Sonst ist im einfachen Kosten/Nutzen Verhältnis der Kostenaufwand deutlich größer als der Nutzen.

      => Ich animiere dadurch NICHT Facebook nicht mehr zu nutzen, sondern es soll mehr auf die Gefahren hinweisen.

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  20. @Tiptop:
    Ich verstehe den Luca Hammer nicht. Ohne deinen Kommentar ganz gelesen zu haben, schreibt er dennoch eine lange dich abwertende Antwort. Dabei hast du Fehlendes im Artikel richtig angesprochen. Dabei geht es uns ja darum, dass wir wie viele Printverleger NICHT einfach so auf Facebook bashen möchten. Sondern wir sagen nur, dass durch diese Politik von Facebook 1. viele Benutzer in die irre geführt werden 2. Facebook wortlos immer wieder etwas wortlos ändert und dies oft nur zum Nachteil der Benutzer ist.
    => Dh. Luca versteht oder will wohl nicht verstehen, dass wir nicht gegen Facebook sind, sondern zur Vorsicht mahnen wollen. Ich war ja (vor allem wegen einem schweren Verkehrsunfall) in die Falle von Facebook getappt. Dort stand sogar meine Wohnadresse mit dem realen Namen und viel mehr. Erst später habe ich erfahren, was damit andere für Möglichkeiten geschenkt bekommen. Deshalb ist es notwendig, dass man das fehlerhafte Konto löschen kann und mit diesem Vorwissen neu anfangen kann. Und Facebook ist daran schuld, dass es nicht vorgewarnt hat.
    Und ja, sie haben natürlich einen AGB Text, wo drin steht, ABER wer liest den ganzen langen vertrackten Text in juristischem Form und interpretiert es richtig ohne juristischem Studium? Und falls man es durchliest, wer interpretiert es gleich auf Anhieb richtig?

    => So heftig auf Facebook bashen ist nicht sehr schlau. Aber auf ein Extrem folgt fast natürlich ein anderes Extrem. Und nur befürworten ist auch nicht schlau. Und das sollte Luca Hammer eingestehen, dass Facebook selbst produzierte Gefahren auferlegt hat, weshalb wohl die Printmedien gerne darauf herumgeritten haben (auch um ihre Auflage zu erhöhen).

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  21. Ich finde es durchaus interessant, dass die „Was stelle ich ins Internet“-Diskussion jetzt mit Facebook als vermeintlicher Zielscheibe wieder geführt wird. Spätestens seit dem Auftauchen von DejaNews 1995 sollte klar sein, dass potentiell alle Informationen, die irgendwie ins Internet gelangen, ab diesem Zeitpunkt nicht mehr kontrolliert werden können. Es ist daher ziemlich egal ob man seinen Facebook-Account behält oder nicht-die Infos sind ohnehin schon freigelassen (und es hat einen ähnlichen Effekt, wenn man einfach die entsprechenden Infos aus dem Account löscht).

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  22. Danke, ich muss mir jetzt nicht mehr die Mühe machen den Blog zu schreiben, da ich voll hinter dem Text stehe.
    Was mir vor allem wichtig ist zu erwähnen – und das gilt auch für E-Mail – schreibe nie etwas, das nicht veröffentlicht werden soll oder darf.
    Zumindest nicht unverschlüsselt.

    Ich habe schon Inhalte von Firmen-E-Mail-Nachrichten auf Google gefunden, die der Searchrobot wegen fahrlässiger Servereinstellungen indexiert hat.
    Admins sind eben auch nur Menschen.

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  23. Man kann nicht Facebook, Google und Co. die Schuld geben, wenn Sie das indexieren, was andere online stellen. In 80% der Fälle tun die Leute das bewusst und interessieren sich einfach nicht für mögliche Gefahren. Nach dem Motto „Nach mir die Sintflut“ sehen die meisten doch nur das vordergründige und haben auch gar keine Lust, etwas zu hinterfragen.

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  24. Pingback: Neues aus der Kreisverwaltung | Knicken

  25. Lächerlich…
    Wie naiv manche Menschen doch sind.
    Es gibt ein Haufen Menschen die über diesen Beitrag lachen, einfach nur weil man klar und deutlich herrauslesen kann, dass die Menschheit durch die Medien und die derzeitige Politik jeglichen Glauben an Freiheit und an das Menschenrecht verloren haben.
    Anonymus gibt es. <- Das allein reicht schon um den kompletten Beitrag zu zerstören mitsammt all den dämlichen Sätzen und Theorien über das ach so böse Internet.
    Übrigens, du kannst meinen Wohnort herrausfinden…
    In dem Moment, in dem ich auf die Seite gehe, weiß ich ob du pinkelst und wie oft du abschüttelst..

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    • Dass ich den Beitrag vor bald zwei Jahren geschrieben habe, hast du hoffentlich bemerkt. Seit dem gar sich einiges geändert, manches ist aber auch gleich geblieben. Falls du an einer Diskussion interessiert bist, greif dir bitte die Punkte aus dem Beitrag heraus, an denn du dich stößt und ich werde sie versuchen besser zu argumentieren oder meinen heutigen Standpunkt darlegen.

      Aber erstmal pinkeln gegen.

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      • nur kurz:
        „bald zwei Jahren geschrieben “ ist aber sehr seltsam definiert. Für dich ist „bald“ ein Zeitraum von mehr als 5 Monaten ein kurzer Zeitraum???

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        • Offtopic:
          Für mich sind fünf Jahre ein eher kurzer Zeitraum, gemessen an meinem Alter :-)
          Vieles liegt für mich bereits mehr als zwanzig Jahre zurück, wie z.B. meine erste E-Mail, die ich schrieb. Das Zeitempfinden verändert sich, die Frequenzen von Zyklen und Perioden erhöhen sich scheinbar. Aber das ist alles andere als seltsam, es ist normal.

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  26. Na, jetzt weiss ich ja, was für ein kranker Schwachmat der Mark Zuckerberg ist.
    Intelligent ist der sicher nicht.
    Jeder, der die Dienste von so einem verwendet, ist noch dämlicher als er selbst.

    Also, shut up dumb fuck!

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  27. Im Internet gibt es wenig Privatsphäre, aber man kann sich immer noch schützen wenn man nicht Private Dinge ins Netz stellt.

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