Wikileaks hat nach einer gewissen Zeit von kleineren Veröffentlichungen drei richtig große gemacht. War Logs, Diary Dig und jetzt Cablegate. Die kleinen hat fast niemand beachtet, leider finde ich sie momentan nicht mehr auf der Website, ich hoffe jedoch, dass sie wieder kommen. Die kleinen findet man weiterhin unter http://mirror.wikileaks.info/ (Danke Richard für den Hinweis). Schließlich waren auch einige interessante aus Österreich und der EU dabei. Die großen Veröffentlichungen sind ein Aufstampfen, durch die Zusammenarbeit mit großen, anerkannten Zeitungen wurde die Aufmerksamkeit weltweit erreicht.
Inzwischen lese ich immer öfter, Wikileaks und Assange seien nur mediengeil. Man will immer mehr Aufmerksamkeit, immer größer werden, immer mehr Spenden erhalten.
Ich finde das gut und wichtig. In meinem Bakk. Seminar hat sich letztens ein Student zu Wort gemeldet, der seine Arbeit über Wikileaks schreiben möchte und dies damit begründet, dass es so neu ist. Er hat vor allem Bestätigung bekommen, welch ein interessantes Thema. Ich warf ein, dass Whistleblowing nicht etwas neues ist, nur dass bisher die Informationen direkt zu den Zeitungen kamen und nicht über einen Drittanbieter wie Wikileaks. Außerdem gibt es da auch noch Cryptome, welches nicht auf große Veröffentlichungen schaut, sondern einfach tut was es tut. Dies ist aus meiner Sicht auch der Grund, warum es nur wenigen bekannt ist.
Ein weiterer Kritikpunkt ist die Veröffentlichung aller Cables, die Wikileaks erhalten hat und nicht nur der brisanten. Man müsse nur die richtigen Zeitungen lesen und wüsste das gleiche, das die Diplomaten an die Zentrale melden. Die Analyse von Politiker sei ihr ganz normaler Job und der sollte nicht untergraben werden, indem diese Nachrichten veröffentlicht werden. „Völlig trivialer Scheiß.“ wird da geschrieben.
Ich muss zugeben, dass ich noch nicht dazu gekommen bin, sehr viel zu lesen. Ich habe einzelne Cables direkt gelesen, aber noch ist nur ein winziger Teil veröffentlicht, und andererseits ein paar Schlagzeilen überflogen und finde, dass zumindest der Guardian doch einige interessante Dinge gefunden hat. Jetzt kommt der große Unterschied, zwischen klassischen Whistleblowing und Wikileaks. Bisher hat die Zeitung nur die Dinge veröffentlicht, die sie für relevant hielt (dazu haben sie sich bei Cablegate auch entschieden), Wikileaks veröffentlicht jedoch alles. Darunter ist sehr viel unwichtiges Zeug, aber es ermöglicht jeden, den es interessiert selbst nachzulesen was los ist. Man kann den, oft sinnvollen aber nicht immer ausreichenden, Filter der Zeitungen beiseite schieben und die Originale lesen. Positiver Nebeneffekt ist die Möglichkeit für andere Medien, die nicht direkt mit Wikileaks zusammenarbeiten, dass sie auch Zugang zu dem Material haben und somit nicht einige wenige entscheiden, was relevant ist sondern alle.
Cablegate wurde mit Klatsch und Tratsch über Promis verglichen.
Dem stimme ich zu. Doch geht es in dem Fall nicht um Einzelpersonen, die in der Öffentlichkeit stehen weil sie nackt um einen Baum gehüpft sind, sondern um Diplomaten, die für die Kommunikation zwischen unseren(!) Staaten verantwortlich sind. Es werden keine privaten Briefe veröffentlicht, sondern Analysen, auf denen Entscheidungen über Krieg oder nicht Krieg getroffen werden. Die die Grundlage für Verhandlungen sind und auch Stück unser aller Leben. Ich bin der Meinung, dass es richtig ist, dass diese Dinge öffentlich gemacht werden. Es sollte nicht über uns hinweg regiert werden. Doch das ist eine persönliche Meinung. Ich glaube, dass Transparenz die Politik verbessert. Weiters glaube ich, dass Transparenz nur funktioniert, wenn sie von allen Staaten betrieben wird. Aber irgendwer muss anfangen.
Open covenants of peace, openly arrived at, after which there shall be no private international understandings of any kind but diplomacy shall proceed always frankly and in the public view.
Dass es aber auch berechtigte Fragen und Vorwürfe gibt zeigt Don Dahlmann.
Wer sind die Quellen?
Man kann mit Wikileaks auch wunderbar Politik machen, indem man Staaten schädigt mit echter oder falscher Information. Dennoch spielt es für mich eine zweitrangige Rolle. Zu wichtig der Schutz der Personen, die Dinge an Wikileaks weitergeben. Wenn die Dokumente echt sind, ist es nicht so wichtig von wo sie kommen.
Die Fixierung auf die USA.
Es gab früher viele Dokumente aus anderen Staaten, dich niemals so große Veröffentlichungen. Ich hoffe sehr, dass die Aufmerksamkeit dafür sorgt, dass auch Menschen in anderen Staaten Dokumente leaken. Wichtige Dokumente. Um die Politik zu mehr Ehrlichkeit und Transparenz zu zwingen. Nicht nur die USA. Sonst funktioniert es wieder nicht.
Instrumentalisierung der Medien.
Ich sehe es etwas anders als Dahlmann. Dadurch dass die Dokumente komplett online gestellt werden, bietet Wikileaks Medien eine zeitliche Exklusivität an, die diese nutzen können und somit mehr Aufmerksamkeit für die Dinge und Wikileaks schaffen. Aber alle Medien haben Zugriff darauf, sobald sie online sind. Dass der Ruf von Wikileaks mit anerkannten Medien verbessert wird, ist so. Finde ich aber in Ordnung.
Wären die Dossiers ohne Wikileaks veröffentlich worden?
Weiß ich nicht. Empfehle euch aber nochmals Dahlmanns Artikel.
Unterschiedliche Blickwinkel gibt es bei opalkatze.
Am 30.11.2010 findet das nächste twenty.twenty statt. Thema We Produse. Medienproduktion und Mediennutzung im Jahr 2020. Als Gremiumsmitglied melde mich mit einer kleinen Themenverfehlung zu Wort und erzähle euch einen Geschichte, die ich im Jahr 2020 geschrieben habe werde. Für die Veranstaltung sind leider keine Plätze mehr frei, aber ihr könnt sie im Livestream verfolgen. Freue mich über Fortsetzungen zur Geschichte oder andere Beiträge zum Thema.
Vor zwei Jahren ist das letzte Mal eine Österreichische Zeitung aus einer Druckpresse gekommen. Es war der Tag, an dem die dritte Generation des Öslis von der Österreichischen Medienvereinigung an die Bürger verteilt wurde. Ein kleiner Ausflug, was die Medienvereinigung ist. Als 2012 die staatlichen Förderungen für Medienproduktionen eingestellt und die ORF Gebühren abgeschafft wurden, hat der Chinesische Medienmogul Chan Lang Ho, von dem noch nie jemand etwas gehört hat, Gespräche mit allen österreichischen Medienunternehmen geführt und sie an einen Tisch gebracht. Nur die Krone hat die Verhandlungen schon im Vorfeld abgesagt. Man wolle und bräuche kein ausländisches Geld. Sollen sich die anderen doch unterwerfen, die Krone bleibt unabhängig. Chan Lang Ho hat sich davon nicht beeindrucken lassen. Nachdem ORF, Moser Holding und Styria Medien bereits nach wenigen Tagen angekündigt hatten, Chang Lang Ho Corp. würde Mehrheitseigentümer werden, sind die kleineren Unternehmen schnell nachgezogen. Das war der Zeitpunkt, als sie unter der Österreichischen Medienvereinigung zusammengefasst wurden. Sowohl EU als auch der Staat Österreich hat die Deals wenig überraschend geduldet und schon Monate später wurden die ersten Printprodukte eingestellt. Kein Mitarbeiter wurde entlassen, jedoch gab es massive Umstrukturierungen. Der gesamte Anzeigenmarkt wird seitdem über die Online Plattform CLH.ads abgewickelt. Vollautomatisch und hochpersonalisiert. Alle Leser, die sich dazu entschieden haben, das neue Angebot der Österreichischen Medienvereinigung zu nutzen, bekamen einen Digitalen Reader, den Ösli, mit dem man nicht nur das Angebot der Österreichischen Medienvereinigung nutzen konnte, sondern auch auf das gesamte Web Zugriff bekam. Dank einer Kooperation mit der Telekom, war dieser Zugriff in ganz Österreich kostenlos. Es gab zwar einen Aufschrei, als bekannt wurde, dass die gesamte Webnutzung am Ösli getrackt und an CHL.ads übergeben werden würde, doch nur die wenigsten gaben aus diesem Grund das Gerät zurück. Ich habe in meinem Schrank noch alle drei Generationen liegen. Grundsätzlich ein tolles Gerät, das aufgrund des Vertriebs ohne Schwierigkeiten das iPad überholt hat. Heute gibt es in 95% der Haushalte zumindest einen Ösli.
Drei Jahre habe ich für die Österreichische Medienvereinigung gearbeitet. Es war ein tolles Angebot und ich mochte die Idee, dass alle Österreicher kostenlosen Zugang zum Internet bekommen. Der Staat hat zwar oft darüber geredet, aber außer ein paar Marketingkampagnen ist nie etwas herausgekommen. Doch die Österreichische Medienvereinigung hatte die Reichweite, das Produkt und das Geld. Zu den Grundregeln gehörte nicht mit Presseaussendungen zu arbeiten. Stattdessen bekamen Firmen einen eigenen Bereich, wo sie ihre Artikel veröffentlichen konnten. Es erschien mir nahe liegend, dass man nicht die wertvolle Arbeitszeit von Journalisten damit vergeudet, dass sie Pressemitteilungen lesen und ein paar davon leicht umschreiben und veröffentlichen. Damit der Bereich auch für Leser interessant bleibt, konnten sie nicht für die Platzierung bezahlen, sondern es gab nur eine Pauschale, um in dem Bereich veröffentlichen zu dürfen. Die Reihung der Artikel wurde über einen Algorithmus berechnet, der eine Vielzahl von Faktoren beachtete. Wichtig sind etwa, die Interessen der Leser anhand der bisher gelesenen Artikel (wie lang, wurde etwas angeklickt, weitergeleitet,…) als auch die Interessen der Kontakte. Zusätzlich konnte man die Artikel von Firmen abonnieren, damit man diese immer bekam. Zu Beginn waren die meisten Firmen überfordert, da ihre Aussendungen keine Beachtung fanden, doch mit der Zeit lernten sie besser zu schreiben, stellten Leute ein, die gut darin waren und es entstanden neue Agenturen, die speziell darauf ausgerichtet waren. Etwas im Verborgenen entwickelte sich ein Markt für Interesse, wo Firmen dafür zahlen konnten, dass ihre Artikel höhere Platzierungen erreichen würden. Die Österreichische Medienvereinigung hat dagegen vieles unternommen, doch noch heute ist es ein Wettrennen, wo immer wieder neue Möglichkeiten auftauchen, die dann wiederum gestoppt werden.
Die Kronen Zeitung wurde zu einem Nischenmedium, ihr Hauptthema ist der Kampf gegen die Österreichische Medienvereinigung. Immer wieder deckt sie Schwächen und Fehler auf, doch außer ein paar Studenten interessiert sich fast niemand dafür. Vor allem aus dem Grund, dass man bei der Österreichischen Medienvereinigung überall Kommentare schreiben kann, dort ebenso Fehler angemerkt werden und diese Kommentare, dann sehr populär präsentiert. Somit geben sich sowohl Firmen, als auch Journalisten besonders viel Mühe Fehler zu vermeiden.
Der Ösli hat alle anderen Medien verdrängt und es wird aktuell darüber verhandelt die Satellitenfrequenzen für andere Zwecke freizugeben, da fast niemand mehr klassisch fern sieht. Am Ösli kann man sich die meisten Filme und Serien kostenlos und in jeder verfügbaren Sprache anschauen oder gegen eine geringe Gebühr auch werbefrei.
Erst vor kurzem habe ich mitbekommen, dass viele Journalisten die Österreichische Medienvereinigung verlassen haben. Der Grund war nicht das Gehalt oder wie sie arbeiten mussten, sondern das fehlende Leserinteresse. Einer hat mir erzählt: „Wenn du jeden Tag in der Früh, deine Statistik siehst und wie sie immer weiter sinkt, dann macht dir das keinen Spaß mehr. Ich habe mich an alle Regeln des Journalismus gehalten, habe lange recherchiert und großartige Artikel geschrieben. Das hat mir auch jeder bestätigt. Doch gelesen wurden die dennoch nicht. Ich werde als Egoschreiber weitermachen.“. Egoschreiber kann jeder sein. Man hat im Ösli eine eigene App, über die man Inhalte erstellen kann. Welche Inhalte das sind, ist jedem selbst überlassen. Meist sind es persönlich angehauchte Kolumnen. Mit der integrierten Kamera ist es sowohl möglich Fotos zu machen, als auch Videos und diese am Gerät nachzubearbeiten. Durch die hohe Verbreitung gibt es von den meisten Ereignissen Liveberichte und ein riesiges Archiv, das jedem zugänglich ist.
Mein Lieblingsbereich ist Government Data. Dort hat man Zugriff auf alle Daten des Staates und kann sie verknüpfen, Grafiken erstellen und vieles mehr. Ein ähnlicher Bereich ist für Firmen geplant. Und wenn man etwas interessantes entdeckt hat, kann man es direkt in seinen Egobereich holen und dort darüber schreiben oder ein Video machen.
Jeder Bürger hat mit dem Ösli die Möglichkeit, seine Meinung zu sagen und über Algorithmen werden ähnliche Inhalte zusammengefügt, sodass man sich schnell verknüpfen kann und Dinge verändern. Eine Freundin von mir hat ihre Firma dadurch gegründet, dass sie darüber geschrieben hat und andere Leute fand, die sich auch dafür interessierten. Der Ösli verbindet Menschen und hat für viel mehr Verständnis gesorgt, indem man auf einer anderen Ebene darüber kommuniziert.
Ich würde euch gerne noch mehr davon erzählen, aber wenn ich nicht alle 2 Stunden meine Position ändere…Ich muss los. Ihr werdet es selbst erfahren.
Google hat eine neue Plattform gestartet. Google Hotpot. Im April 2010 hat Google Places eingeführt, eine Metasuche für Orte und Bewertungen davon. Die Bewertungen kamen von Plattformen wie Qype, Yelp oder Tupalo. Diese wurden nicht nur als Suchergebnisse angezeigt, sondern auch in Google Maps. Man konnte sogar schon Bewertungen schreiben, das war aber etwas versteckt und für die meisten User nicht ersichtlich.
Mit Hotpot hat Google nun eine eigene Bewertungsplattform ins Leben gerufen. Auf den ersten Blick gefällt sie mir sehr gut. Saubere, angenehme Oberfläche. Schnell. Die Bewertungen führen zu Empfehlungen, die nicht nur in Hotpot sondern auch in Maps und der Suche angezeigt werden. Somit sorgt die Bewertung von Orten dazu, dass man in Zukunft bessere Ergebnisse bekommt, wenn man nach neuen Orten sucht. Ein weiteres nettes Feature ist die Bewertung von schon gesuchten Orten. Dabei wird die Webhistory verwendet und die Orte angezeigt, nach denen man in letzter Zeit gesucht hat.
Ablauf der Bewertung
Suchen nach Orten. Man kann nach einer Stadt, nach Bezirken, nach Cafés in der Stadt oder auch nach konkreten Orten suchen. Oder wie erwähnt schon gesuchte Orte anzeigen lassen.
Die Ergebnisse werden wie kleine Spielkarten dargestellt. Name, Bild (falls vorhanden), Adresse, Kategorie (falls vorhanden) und durchschnittliche Bewertung.
Man vergibt 1-6 Sterne, wobei die 6 Sterne nur 10mal vergeben werden können und somit für die Lieblingsplätze reserviert sind.
Alternativ kann man sagen, dass einen der Ort nicht interessiert oder dass man ihn für später speichern möchte. Etwa wenn man plant ihn zu besuchen und danach bewerten möchte.
Nach der Bewertung dreht sich das Kärtchen um und man hat die Möglichkeit eine kleine Review zu schreiben. Dies kann auch zu jedem späteren Zeitpunkt passieren. Auch kann man die Bewertung nachträglich verändern.
Ich bin gespannt wie sich das Service entwickelt und ob es von den Usern angenommen wird. Weiteres wird es spannend sein, wie stark es Google pusht.
Habt ihr Google Hotpot schon ausprobiert? Was haltet ihr davon?
Zehn Tage mit einem Windows Phone 7 (HTC Trophy) als Hauptmobilgerät unterwegs. Über ausgezeichnetes Design, wenige Apps, kryptischen Fehlermeldungen und einer Karte ohne Suchfunktion. Viele Bilder statt Screenshots und ein verschwommenen Video.
Vorgeschichte
Ein Handy von Microsoft? Wirklich? Ich war kritisch, als ich gehört habe, dass man wieder mitspielen möchte. Windows Mobile war jetzt nicht unbedingt als besonders toll verschrien. Auch der Ausflug mit dem Microsoft KIN gehört schon fast in die Kategorie der Sagen. Es war einmal. Und da war es nicht mehr. Eigentlich war es gar nicht. Ich war lange Zeit Verfechter von Microsoft, nicht dass ich es immer toll gefunden habe, aber ich habe meinen Weg gefunden und war damit recht zufrieden. Dann kam das iPhone. Hat mich nicht interessiert. Dann kam das iPhone 3G und ich habe es mir vorbestellt. Ich war begeistert. Ein Jahr lang gab es nichts anderes für mich. Fanboy. Aber so richtig. Irgendwann wurde ich eingeladen Android auf dem G1 zu testen. Dort gab es auch einige coole Apps, ich blieb aber beim iPhone. Plötzlich wurde Nokia auf mich aufmerksam. Oder ich auf sie. Begonnen hat es mit dem N96, die Beiträge dazu sind irgendwie verschwunden. Fazit davon jedoch recht enttäuschend. Weiter mit dem N97, gute Hardware, schwache Software. Auch das 5800 konnte nicht überzeugen, auch wenn Nokia Music Unlimited ein ziemlich cooles Konzept ist. Momentan ist das 5800 mit meiner Schwester auf Weltreise, weil ich einfach 2GB Kartenmaterial für alle Länder, die sie besucht, draufladen konnte. Ich kam an ein Nokia N900, welches ich noch immer für das beste Gerät von Nokia halte. Jedenfalls, was die Software betrifft. Kompletter Torrent Client, TOR, programmierbarer Infrarot Sender oder Radiotransmitter. Lässt das Herz jedes Nerds höher schlagen. Mein iPhone hatte ich inzwischen meiner Freundin geschenkt, da ich selbst nicht mehr wirklich dazu kam es zu nutzen. Das N900 wurde mein Hauptgerät. Zwischendurch ein HTC Legend mit Android, dessen Sense Oberfläche cool war, aber nicht darüber hinwegtäuschen konnte, dass Android noch nicht auf dem Niveau eines iPhones ist. Vor kurzem bekam ich ein Nokia N8, welches ich im Moment nutze. Ein Bericht dazu folgt noch. Und vor zwei Wochen dann Post von A1, welche mir ein HTC Trophy mit Windows Phone 7 als Betriebssystem zur Verfügung stellten. 10 Tage hatte ich, um das Gerät durchzutesten. Danach musste ich es leider wieder zurückschicken, weshalb ich euch in Zukunft keine Fragen dazu beantworten werden kann.
Erster Eindruck: Crisp
SIM Karte einlegen, einschalten. Es wird nach einem Windows LIVE Account gefragt. Ich hatte noch einen sehr alten ((MSN Messanger, erinnert ihr euch noch?)), entscheid mich aber dazu einen neuen anzulegen. Ging schnell und ohne Probleme. Musste auch keine zusätzlichen Daten eingeben. Und dann sieht man das erste Mal die Oberfläche. Hachz. Der Homescreen. Ich muss zugeben, dass ich überrascht war. Die meisten News zu Windows Phone 7 hatte ich ausgeblendet, war nicht besonders wichtig. Die versuchen es halt wieder. Doch der Homescreen ist einfach hübsch. Und anders. Das iPhone ist voller glossy Effekten und Schatten. Android noch schlimmer, je nach zusätzlicher Oberfläche sehr durchwachsen. Windows Phone 7 ist einen neuen Weg gegangen. Klare Grafiken. Saubere Linien, keine Schatten, keine Verläufe kein glänzen. Mag das iPhone vor einigen Jahren designmäßig das beste gewesen sein, ist es für mich momentan Windows Phone 7. Aber lasst die Bilder wirken. Da es momentan noch keine halbwegs einfache Möglichkeit gibt Screenshots zu machen (Warum, Microsoft, warum!?), müsst ihr euch mit dem abfotografierten Screen begnügen. In echt sieht es nochmal besser aus.
Viele kennen die Möglichkeit bei Nokias die Oberfläche zu personalisieren. Hauptsächlich durch klickibunte Themes oder neuerdings mit batteriesaugenden Widgets (Die letzten drei Tweets anzeigen ist supersinnvoll.). Beim iPhone gibt es Hintergründe. Das Windows Phone 7 hat das eleganter gelöst. Man kann sich zwischen zwei Basisthemen entscheiden, hell oder dunkel, und dann noch eine Signalfarbe auswählen. Damit sieht es immer großartig aus und dennoch hat man einen gewissen Spielraum das Gerät an den eigenen Geschmack anzupassen. Basis und Signalfarbe ziehen sich dann durch das gesamte System durch und werden von vielen Apps genutzt.
Neben den Farben kann man am Homescreen noch die sogenannten Kacheln anpassen. Das ist eine Mischung aus den Symbolen beim iPhone und den Widgets von Nokia. Teilweise kann man darüber einfach ein Programm starten, teilweise haben die Kacheln bestimmte Funktionen. In den meisten Fällen sind diese aber vernachlässigbar. Kleine Bildchen der Kontakte, die sich verändern wer zuletzt ein Update geschrieben hat. Nicht sinnvoll. Anzeigen wie viele neue Mails da sind oder den nächsten Termin im Kalender. Sehr sinnvoll. Alle Apps sind weiters in einer Liste auf der zweiten Seite. Einmal nach links wischen und schon sieht man sie. Und wisst ihr was? Ich stehe auf Listen. Das iPhone war mit den ganzen Symbolen für die Apps cool. Als ich drei Seiten hatte. Aber irgendwann hatte ich acht und ich musst öfters suchen bis ich etwas fand. Inzwischen gibt es Ordner und eine Suche. So ganz gefällt es mir aber nicht. Beim Windows Phone 7 kann ich sehr schnell zur gewünschten App scrollen. Finde ich toll.
Minifeature, das das klare Design unterstreich sind die Statussymbole für WLAN, Empfang und Akkustand, welche ausgeblendet werden und erst wieder auf den Bildschirm rutschen, wenn man auf die Uhr rechts oben klickt. Solange alles funktioniert interessieren sie mich schließlich nicht. Der Akku wird ab 10% oder so dauerhaft eingeblendet. Die Meldung dazu lautet in etwa „Der Akkustand ist niedrig. Wenn sie nichts verpassen wollen, sollten sie das Gerät bald anstecken.“. Wording. Nicht „dann kann sie niemand mehr anrufen/erreichen“, sondern ich verpasse sonst was.
Smoothe Effekte
Beim iPhone gibt es das typische reinzoomen beim öffnen einer App und rauszoomen beim schließen. So ungefähr. Auch hier ist Microsoft mit dem Windows Phone 7 (ein kürzerer Name wäre super. Phone 7?) einen neuen Weg gegangen. Statt zu zoomen wird geblättert und geschoben. Funktioniert sehr sauber, kein ruckeln, keine Fragmente. Sieht auch hübsch aus. Könnt ihr euch im Video ganz unten selbst anschauen. Beschreiben bringt da nicht viel. Wie ein Buch, das man umblättert, aber nicht als eine Seite, sondern als mehrere Streifen, die durcheinander und doch geordnet rüberschlagen.
Das zweite wichtige Element ist das Schieben. Man kennt es aus diversen Berichten, dass die Apps wie lange Streifen aufgebaut sind, die man nach links und rechts schieben kann. Zu Beginn sieht es asymmetrisch aus, ist es auch, und teilweise macht es einen kaputten Eindruck. Zum Beispiel, wenn als Titel „Anwend“ da steht. Schiebt man die Seite nach links, geht also nach rechts, sieht man wenn man auf der dritten Seite angekommen ist, dass es „Anwendungen“ heißt. Daran gewöhnt man sich aber schnell, auch wenn ich zugeben muss, dass die deutsche Sprache mit ihren langen Worten nicht ideal dafür ist. Bei kürzeren Titeln sieht man auch einmal die Überschrift, der nächsten oder gar übernächsten Seite. Das ist auch erst verwirrend, stellt sich aber als angenehm heraus. So weiß man, wo es als nächstes hingeht und kann statt zu schieben auch auf den Titel klicken und wird rübertransportiert. Insgesamt hilft dieses Streifenlayout, dass man sich sehr schnell in den Apps zurechtfindet. Jedenfalls hatte ich das Gefühl.
Textwüste
Symbole, die schon alles erklären, wie es beim iPhone ist, findet man eher selten. Menüs bestehen hauptsächlich aus Text. Das kann man mögen oder nicht. Etwa in den Einstellungen ist es für iPhone User sehr ungewohnt, wenn man lesen muss, um zu verstehen, worum es geht. Auch gibt es keine hübschen Schiebeschalter, sondern sehr minimalistische. Oft gibt es Erklärungstexte, damit der User auch versteht um was es geht. Die sind leider nötig, aber nicht immer zielführend. Auch gibt es keinen zentralen Ort mit allen Einstellungen des Systems und der Apps, sondern es ist teilweise verteilt. Es kommt auch manchmal vor, dass Einstellungen doppelt sind. Allerdings habe ich das nicht weiter getestet, was wann passiert und überhaupt.
Mir persönlich gefällt die Textlastigkeit, weil ich mir angewöhnt habe Text schnell zu erfassen und zu verarbeiten. RSS-Adler lässt grüßen. Aber einige Leute, denen ich das Gerät gezeigt habe, waren nicht begeistert davon. Vielleicht würde es mich auf Dauer auch nerven.
Menüleiste
Bei den meisten Apps gibt es unten eine Leiste, in der über Symbole die Funktionen angezeigt werden. Nicht immer selbsterklärend. Tippt man auf die Leiste, werden die Beschreibungen zu den Symbolen angezeigt und gegebenenfalls zusätzliche Funktionen, wie Einstellungen. Finde ich gut gelöst. Nur die Symbole sind oft verwirrend.
Windows Phone 7 Apps
Während ich für alle bisher getesteten Systeme immer eine „Die besten Apps“ Liste geschrieben habe, werde ich das beim Windows Phone 7 nicht machen. Ein Problem war die kurze Testdauer. So konnte ich einige Apps nicht wirklich durchtesten. Andererseits ist die Auswahl noch recht bescheiden und kaufen wollte ich mir für ein paar Tage auch nichts. Ihr könnt im Marketplace selbst stöbern und ich freue mich natürlich über Kommentare, was euch besonders gefällt. Vielleicht bekomme ich ja wieder einmal ein Gerät in die Hand.
Allgemein würde ich sagen, dass die allerwichtigsten Apps vorhanden sind und jeden Tag einige neue hinzukommen, es aber noch eine Zeit brauchen wird, bis man den Marketplace als konkurrenzfähig beschreiben kann. Besser als der Ovi Store ist er aber schon. Ein Problem ist auch die Navigation, die ich noch verwirrend fand. Aber ein paar Worte zu dem, was ich regelmäßig nutzte.
Mail, Kalender, Kontakte
Die Apps von Microsoft selbst sind toll. Minimalistisch und doch mit allen benötigten Funktionen. Sehr angenehm fand ich auch das Syncing. Ich verwende für die meisten Dinge Google. Beim Windows Phone 7 musste ich nur einmal den Login angeben und konnte dann wählen was ich synchroniseren will. Bei mir waren es Mail, Kalender und Kontakte, was auf Anhieb funktionierte. Keine umständlichen Einstellungen, keine Probleme. Für die Kontakte habe ich zusätzlich Facebook als Sync-Quelle angegeben. Diese werden dann sauber mit den bestehenden Kontakten verbunden und wenn man im Kontaktbuch jemanden anklickt kann man sich direkt seine letzten Updates, Bilder und ähnliches anschauen. Auch kann man auswählen, worüber man die Person kontaktieren möchte.
Telefon und SMS
Sehr schön. Viel mehr muss man da nicht sagen. Telefon ist ok, aber die SMS App finde ich sehr toll. So klar, so einfach, so gut.
Bing Maps und Suche
What the hell?! Microsoft, wirklich, was habt ihr euch da gedacht. Bing Maps sieht schön aus. Besser auflösende Bilder als Google Maps, zumindest in Wien. Auch die reine Kartenansicht ist in Ordnung, könnte bessere Kontraste haben und mehr Orientierungshilfen geben, aber soweit geht es schon. Sehr hübsch ist der Effekt beim zoomen und herumschieben. Es werden nicht einzelne Dinge geladen, wie bei Google Maps, sondern algorithmisch, so wurde mir gesagt, wird der jeweilige Bereich angezeigt. Fühlt sich sehr natürlich an und ist angenehm anzuschauen. Das war’s dann schon mit den positiven Dingen. Da ist eine Lupe neben dem Button zum zentrieren der Karte. Ich wollte eine Adresse suchen, also habe ich draufgedrückt. Dann hat sich die Bing Suche geöffnet. Ich war verwirrt, aber egal, Adresse eingegeben und abschicken. Dann kommt man zu einer Bing Ergebnisliste. Ich suche eine Adresse. Auf der Karte. Ich will dorthin. Auch zusammen mit anderen beim UX Camp haben ich es nicht geschafft eine Adresse zu suchen. Ich meine Android und Ovi Maps haben eine Turn-by-Turn Navigation. Ovi Maps offline und in einer ziemlich guten Qualität. Mit Bing Maps kann man nicht einmal eine einfache Adresse suchen. Doch das beste kommt erst noch. Wenn man in foursquare eine Location auswählt ist dort ein Button, um die Adresse in Bing Maps anzuzeigen. Und wisst ihr, was dann passiert? Dann öffnet sich Bing Maps und die Location wird inklusive Route angezeigt. Ziemlich schlecht und nur für Autos, aber sie wird angezeigt. Es ist also möglich. Nur nicht aus Bing Maps selbst heraus.
Und dann ist da noch die Bing Suche. Jedes Windows Phone 7 muss einen Suchbutton haben, so wie die Android Geräte. Das Ding sollte eigentlich App-spezifisch suchen, tut es momentan fast nie. Stattdessen öffnet sich immer die Bing Suche. (Falls sich jemand fragt: Ich habe bei Bing Maps sowohl das Symbol als auch den Button versucht, um etwas zu suchen.) Die Bing Suche mag auf englisch recht gut sein, auf deutsch kann sie aber mit Google nicht mithalten. Immer wieder habe ich mich geärgert, dass ich mehrfach suchen musste, um zum richtigen Ergebnis zu kommen. Wisst ihr, wie nervig es auf einem Mobilgerät ist mehrfach zu suchen? Zum Glück hat Google eine eigene App herausgebracht. Diese habe ich allerdings nicht getestet und ich weiß nicht, ob man den Suchbutton mit dieser verbinden kann.
Twitter
Es gibt eine offizielle Twitter App. Die sieht gut aus und lässt sich gut bedienen. Sie könnte etwas schneller sein, aber für den normalen Gebrauch reicht sie aus. Solange man nur einen Twitter Account nutzt. Die App unterstützt zwar mehrere Accounts, aber nicht zugleich. Man muss jedes Mal in die Einstellungen gehen, einen anderen Account auswählen, warten bis dieser geladen ist. Dann kann man einen Tweet schreiben. Noch kurz nachschauen, ob der andere Account eine Reply auf den letzten Tweet bekommen hat? Lieber nicht, das dauert wieder so lange. Ich nutze fünf Accounts. Es ist verdammt nervig. Daher habe ich mich auf zwei beschränkt. Eigentlich auf einen. Ziemlich uncool. Für so ein Social Media Smartphone. Notifications? Vergesst es. Windows Phone 7 kann kein Multitasking. Nur die eigenen Apps (Mail, Kalender,..) dürfen im Hintergrund laufen. Und wenn man das Gerät kurz auf Standby schaltet braucht es wieder ein paar Sekunden bis die App wieder geladen ist, nachdem man die Tastensperre ausgeschalten hat. Beim iPhone sieht man zuerst nur einen Screenshot bis die App geladen ist, aber ein Screenshot ist besser als diese Ladepunkte, die über den Bildschirm tuckern.
Facebook
Sieht in Ordnung aus, kann man für das meiste verwenden. Kann ich aber nicht viel sagen, da ich sie nur selten genutzt habe, da die wichtigsten Dinge für unterwegs (Nummern, Updates uä. nachschauen) schon in die Kontakte App eingebaut sind.
Foursquare
Hat die halbe Zeit nicht funktioniert. Irgendein Serverfehler. Ist immer wieder abgestürzt. Dann kam ein Update und es war besser. Etwas überladenes Design, jedenfalls für ein Windows Phone 7. Alle Funktionen von Foursquare enthalten, recht flink in der Benutzung.
Spiele
Da ich keine Xbox habe, konnte ich die Integration von Xbox LIVE nicht wirklich auskosten, finde die Idee aber cool, dass ich mein Avatar mit mir herumtragen kann und in Kontakt mit meinen Spielgefährten bleiben kann.
Spiele für das Phone gibt es einige, nichts spektakuläres. Wäre mir zumindest nicht aufgefallen. Gut finde ich, dass es oft eine Demo-Version gibt, die man sich vor dem Kauf installieren kann. Meist auf Level oder Zeit beschränkt. Man bekommt aber ein gutes Gefühl, ob ein Spiel Spaß macht oder nicht. Um mehr über die Spiele sagen zu könnten bräuchte ich das Gerät länger. Dann hätte ich vielleicht auch etwas gekauft.
Browser
Ich habe einige Jahre als Webdeveloper, -designer oder sowas ähnliches gearbeitet. Wenn ich Internet Explorer höre oder lese ziehen sich meine Organe zusammen. Auf dem Gerät sieht man jeden Tag das verhasste Symbol und momentan hat man gar keine Alternative. Angeblich ist es ein Mischmasch aus IE7 und IE8. Zum grundsätzlichen Browsen hat es ausgereicht, aber man hat immer wieder gemerkt, dass das Dinge schnell an seine Grenzen stößt. HTML5 oder Javascript haben ihm gar nicht gut getan.
Ich hoffe, dass da bald eine Alternative kommt. Eine Gute.
Tastatur
Überrascht war ich von der Tastatur. Sie sieht zwar kaputt aus, weil sie komischen Whitespace (oder heißt das dann Greyspace) hat, aber überzeugt in der Benützung. Sowohl quer als auch hockant, wobei ich hochkant bervorzuge, da meine Finge kürzere Wege haben und somit schneller sind. Der ursprünglich als überflüssig gesehene Platz wird beim tippen mit Vorschlägen gefüllt. Leicht falsch geschriebene Worte werden automatisch ausgebessert, wodurch man sehr schnell tippen kann. Ich würde sie mit der iPhone Tastatur vergleichen, mit welcher ich auch sehr gut konnte.
Zurück Knopf
Wie schon erwähnt muss jedes Windows Phone 7 Gerät gewisse Dinge haben. Dazu gehören neben dem Suchknopf und dem Windows Knopf (bringt einen immer auf den Homescreen) auch der Zurück Knopf. Android hat den auch. Dort kommt man damit immer exakt einen Screen zurück. Das kann teilweise unnötig langwierig und verwirrend sein. Beim Windows Phone 7 kommt man einen logischen Schritt zurück. Es hat sich bei mir fast immer richtig angefühlt. Der Speicher dafür ist ziemlich groß und man kann auch über den Homescreen gehen. Falls man also eine App geöffnet hat, dann auf den Homescreen geht und etwas anderes öffnet und dann zweimal zurück klickt, kommt man wieder zu der anderen App. In meinen Augen ein Versuch das fehlende Multitasking auszumerzen. Funktioniert auch manchmal.
Lokalisieren, Fernsperren und löschen
Beim iPhone gibt es MobileMe um 99$ im Jahr, wofür man Speicherplatz und die Möglichkeit sein iPhone aus der Ferne zu lokalisieren bekommt. Windows bietet das gleiche kostenlos unter windowsphone.live.com an. Dort hat man seine diversen Handy, kann Daten syncen, das Gerät lokalisieren, läuten lassen, sperren und eine Nachricht auf dem Screen anzeigen oder es komplett löschen. Im unten eingebetteten Video hat es bis auf das lokalisieren nicht funktioniert. Als ich es später nochmal probiert habe, hat aber alles geklappt. Ich finde das ein ziemlich cooles Feature. Das Löschen setzt das Telefon komplett zurück, was für mich die schnellste Methode war, meine Daten zu entfernen, bevor ich es zurückgab.
Video Review
Vieles muss man sehen, um es zu verstehen. Noch besser wäre es, wenn man es ausprobieren könnte, aber dazu fehlt vielen die Zeit als auch das Gerät. Ich habe daher zum ersten Mal versucht eine Video Review zu machen. Ganz ohne Schnitte und Effekten, dafür umso verschwommener. Vielleicht lege ich mir für die Zukunft eine bessere Kamera zu oder diese bekommt einen Makro-Modus. Hoffe man bekommt durch das Video ein besseres Gefühl für das System.
Wow. Microsoft hat mich mit einem durchdachten und toll designten Gerät überrascht, das die meisten Aufgaben problemlos lösen kann. Bei genauerem Hinschauen tun sich allerdings noch einige Abgründe auf. Die fehlende Kartenfunktion, Bing als Suche, wenige gute Apps und diverse Fehler (einerseits App-Abstürze und kryptische Fehlermeldungen, andererseits sowas wie Bildschirmflimmern).
Ich kann das Windows Phone 7 noch nicht voll empfehlen, aber Microsoft hat damit gezeigt, dass sie wieder im Rennen sind und wenn sie sich ranhalten können sie die anderen bald einholen oder gar überholen. Bis dahin ist es etwas für Designliebhaber, die auf viel Text stehen und auf einige Features verzichten können.
Disclosure: Ich habe das Gerät von A1 kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Ich musste das Gerät im Gegensatz zu denen von Nokia nach 10 Tagen zurückgeben. Ich habe nicht einmal Geld bekommen. Dieser Beitrag hat knapp 3k Worte. Ich mag den Gedanken hinter Android und halte das iPhone 4 für das beste Gerät am Markt. Aktuell nutze ich ein Nokia N8.