Monat: Juni 2012

  • Kundenfreundlichkeit bei Telekom und Media Markt

    Vor einiger Zeit wurde meiner Freundin das Handy gestohlen. Da auf der SIM Karte (xtra Wertkarte) nur noch ein paar Cent waren und sie die Nummer noch nicht vielen Leuten gegeben hatte, haben wir uns nicht weiter darum gekümmert. (Wir haben eine starke Vermutung, wer der Dieb war, und einige Beweise, aber darum kümmert sich die Polizei gerade. Ich schreibe dann drüber, wenn alles abgeschlossen ist.)

    Gestern ist ihr neues Handy gekommen und ich wollte ihr wieder eine Telekom Wertkarten SIM holen. Da wir in einem Einkaufszentrum waren, dachte ich mir, dass ich schnell bei Mediamarkt reinschaue und eine mitnehme.

    Während sie schon zum Auto weiter ist, bin ich schnell in die Handyabteilung und habe mir eine Karte mit netter Nummer rausgesucht. Etwas verwundert hat mich, dass sie in einer Hartplastikschutzverpackung war, während die restlichen Karten direkt an ihren Kartonhüllen aufgehängt wurden. War mir aber nicht weiter wichtig. Also an der Kassa gewartet. Und gewartet. Das mag ich ja am Internet. Dass da viele Leute zugleich etwas machen können und sich in den meisten Fällen nur im Millisekundenbereich gegenseitig aufhalten. Als ich dran kam, nahm die Kassiererin das Plastikpaket, schaute es an, dann wieder mich. “Das müssen sie aber erst freischalten.” klärt sie mich auf und deutet auf die Abteilung, wo ich es geholt habe. Perplex nehme ich das Ding wieder und jogge in die Abteilung zurück. Dort scheinen zwei Mitarbeiter in ein Gespräch vertieft zu sein. Könnt ihr euch noch erinnern, als man in diesen Großmärkten fast keine Mitarbeiter finden konnte, wenn man etwas brauchte. Inzwischen scheinen sie immer wieder in der Überzahl zu sein. Ich war in Eile und platze in das Gespräch hinein: “Entschuldigung, wo kann ich das denn freischalten lassen?”. Der Mitarbeiter deutet auf einen Tisch zwei Meter entfernt, wo zwei weitere Angestellte stehen. Ich bedanke mich und gehe hin. Während ich näher komme, sehe ich ‘Vodafone’ auf dem Namensschild stehen und bringe nur noch ein: “Freischalten?”, heraus, während ich selbst meinen Kopf schüttle. Also werde ich aufgeklärt, dass ich da in der ganz falschen Abteilung bin. Zuständig sei die Kollegin dahinten. ‘Die Kollegin dahinten’ ist wieder mit dem Mitarbeiter im Gespräch vertieft, den ich um Hilfe bat. Ich tappsle zurück. Bitte darum die Wertkarten SIM freizuschalten. Auf die Frage nach einem Ausweis, biete ich meinen Führerschein an. Personalausweis besitze ich nicht und Reisepass habe ich eher selten dabei, wenn ich einkaufen bin. Sie lehnt ab. So würde das nicht funktionieren.

    Genervt verlasse ich den Media Markt und frage mich, warum man sich für die Wertkarte mit Ausweis registrieren muss. Man möchte Missbrauch verhindern. Bei bob in Österreich bekommt man dazu einfach einen Vertrag per Post zugesendet, den man unterschreiben muss und in den nächsten Briefkasten wirft. Macht man es nicht, wird die Karte nach dem ersten Monat gesperrt.

    Auf dem Heimweg bleiben wir bei einem Supermarkt stehen, ich gehe zur Kassa, nehme eine Telekom xtra Wertkarten SIM, zahle 10€ und bin in einer Minute wieder draußen. Zuhause die Karte online aktiviert und ein paar Minuten später hat sie schon funktioniert.

    Ich verstehe das nicht.

  • Unsinnigkeit mehrerer Blogs

    Ich liege im Bett. Meine Freundin schlummert. Das Rollo geschlossen, um den Schlaf etwas länger zu genießen. Ich tippe am Handy.

    Inzwischen gibt es vier Blogs und zwei Twitter Accounts, bei denen es eigentlich um mich geht. Aber alle leiden unter Aktualisierungsarmut. Anderen erzähle ich immer wieder, dass dieses aufsplittern keinen Sinn macht. Zu viel Output gibt es bei einem Blog nicht. Zu schlechte Qualität sicherlich. Das ist jedoch ein anderes Thema. Der Blog sollte so viele gute Beiträge bekommen, wie möglich ist. Spaß sollte man auch haben.

    Dann tappte ich selbst in die Falle. Für ein anderes Publikum schreiben. Irgendwie privater. Losgelöst von den Erwartungen der Leser. In einer anderen Sprache. Gemeinsam mit jemanden.

    Es fühlt sich alles schlüssig an und gerade zu Beginn schreibt es sich leichter, weil noch keine Leser da sind, man selbst keine Erwartungen hat und voller Euphorie für das neue ist. Irgendwann kommt der Moment, an dem man realisiert, dass man den Rest vernachlässigt. Die wenigsten schaffen von einem Tag auf den nächsten doppelt so viel gleich gute Beiträge zu schreiben.

    Ein Blog ist ein Blog. Ein Blog ist meins. Entscheidend was man daraus macht.

    Die Leser verschwinden wenn man nichts mehr veröffentlicht. Alle. Würde man diese neuen Dinge posten, die man nun woanders in die Welt setzt, würde auch ein Teil gehen. Aber ein anderer würde bleiben, weil ihn auch das neue interessiert. Neue Leser kommen hinzu.

    Immer wieder von vorne anfangen ist ähnlich sinnvoll wie nach dem Spielzeug der anderen zu trachten. Man übersieht dabei, was man an den eigenen Dingen hat.

    Und trotz all der Einsicht fällt es mir schwer etwas zu beenden. Der englische Blog für kleine Gedanken. Könnte ich hier auch schreiben. Auch in englisch. Der private Blog mit literarischen Ausbrüchen. Schon schwieriger, aber hat es hier früher oft gegeben und die Menschen sich daran erfreut. Nur dass zu viel autobiographische Elemente hineininterpretiert wurden, nervte. Der Gemeinschaftsblog lässt sich nur schlecht integrieren.

    Immer wieder der Blick auf andere Blogs, bei denen gefühlt Themen zentraler sind. Besinne mich darauf, dass mir das nicht so wichtig ist. Ich, ich, ich. Themendings kann frei fliegen. Gastbeiträge, Startupblog und so. Hier ist auch Meta wie jetzt willkommen. Auch wenn es sich immer wieder wiederholt. Manche interessiert es. Andere nicht. Ignorieren ist einfacher als etwas finden, das es nicht gibt.

    Und: Weniger Sorgen machen.

    Inspiriert durch Max.

  • Alpha Vorbereitung

    Ein neuer Server wurde eingerichtet. Ganz sauber und blitzschnell. Dann wurde etwas Zeug draufgepackt. Und noch etwas Zeug. Und dann hievte man unsere Platform drauf. Mit Schweißperlen auf der Stirn, aber glücklich lächelnd, setzte man eine Email auf und schrieb mir: “hab jetzt mal die seite soweit schon am laufen”. Darunter stand noch etwas von Mehraufwand, sysops, der suche einen tritt geben, bundleserver und weitere Dinge. Ich jubelte in mir. Verglichen mit anderen haben wir nicht lange gebraucht, aber wir waren auch nicht die schnellsten. Schlimmer sind die eigenen Vorstellungen und Erwartungen. Das schnell zusammendingsen und dann geht schon das erste testen los. Aber jetzt. Jetzt gehe ich auf den Alpha Server und er läuft. Quietsch.

    Weil die Suche nach dem idealen Bugtracking Tool vorerst auf Eis gelegt wurde, nutzen wir im Moment ein Google Spreadsheet, wo die Bugs eingetragen werden. Zwei kritische gibt es noch, dann können wir loslegen.

    Im ersten Schritt, der closed Alpha, geht es darum das Service technisch durchzuklopfen und sehen, welche Schrauben rausfallen. Zugleich wird weiter verifiziert. Wir arbeiten noch mit fiktivem Geld, aber halten die Leute an, echte Aufträge zu erstellen und nach Möglichkeit zu erfüllen, damit unser Gefühl, wohin die Reise geht, etwas verbessert wird. Closed heißt auch, dass nur zehn bis zwanzig Freunde und Bekannte reingelassen werden und noch nicht die ersten von der Early Access Liste.

    Organisiert wird das ganze über eine Facebook Gruppe. Vor allem der Einfachheit wegen und weil die Leute sowieso dort sind. Dort kann man diskutieren und wir einfach Updates reinstellen. Dazu habe ich zwei Dokumente erstellt, ein FAQ, wo auch der Ablauf der Alpha beschrieben wird und eines wie man work.io nutzen kann. Wenn das gut läuft, werden wir wohl für die Beta ebenfalls eine solche Gruppe, vielleicht die gleiche nutzen.

    Geplant sind 2 Wochen. Danach geht es mit der Beta weiter, wo langsam die Early Access Liste abgearbeitet wird. Mit einer Regelung, die gerade noch diskutiert wird. Mehr dazu, wenn es dann soweit ist.

    Ich bin ziemlich aufgeregt.

  • Webservices für Selbständige

    Wenn Herr Pyrker den Aufruf zu einer Blogparade mit einem Zitat von mir beginnt, kann ich gar nicht anders als teilzunehmen. Es geht um Tools für Selbständige (Aufruf) und als Startupmensch habe ich da einiges beizutragen.

    In Wirklichkeit geht es um eine perfide Marketingaktion für bookamat (Buchhaltung für Selbständige), eines von den Services, um welche es bei der Parade geht. Deshalb gibt es für alle, die mitmachen oder einen Blog der Mitmacher lesen, einen Gutscheincode: blogsommer2012. Wer sich damit anmeldet bekommt 25% Rabatt. Solche Codes eignen sich auch wunderbar, um den Erfolg einer solcher Parade zu messen. Aber darum soll es hier nicht gehen.

    Einen tollen Beitrag habe ich schon entdeckt. Roland gewährt Einblick in seinen Email/Newsletter Workflow. Sauberes und tolles Setup. Detailreich beschrieben, sodass ich mich jetzt schon etwas schlecht fühle, weil es bei mir mehr eine Aufzählung an Tools wird. Mit kurzen Beschreibungen. Aber wenn etwas konkretes interessiert, kann man in den Kommentaren nachfragen.
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