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Unsinnigkeit mehrerer Blogs

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Ich liege im Bett. Meine Freundin schlummert. Das Rollo geschlossen, um den Schlaf etwas länger zu genießen. Ich tippe am Handy.

Inzwischen gibt es vier Blogs und zwei Twitter Accounts, bei denen es eigentlich um mich geht. Aber alle leiden unter Aktualisierungsarmut. Anderen erzähle ich immer wieder, dass dieses aufsplittern keinen Sinn macht. Zu viel Output gibt es bei einem Blog nicht. Zu schlechte Qualität sicherlich. Das ist jedoch ein anderes Thema. Der Blog sollte so viele gute Beiträge bekommen, wie möglich ist. Spaß sollte man auch haben.

Dann tappte ich selbst in die Falle. Für ein anderes Publikum schreiben. Irgendwie privater. Losgelöst von den Erwartungen der Leser. In einer anderen Sprache. Gemeinsam mit jemanden.

Es fühlt sich alles schlüssig an und gerade zu Beginn schreibt es sich leichter, weil noch keine Leser da sind, man selbst keine Erwartungen hat und voller Euphorie für das neue ist. Irgendwann kommt der Moment, an dem man realisiert, dass man den Rest vernachlässigt. Die wenigsten schaffen von einem Tag auf den nächsten doppelt so viel gleich gute Beiträge zu schreiben.

Ein Blog ist ein Blog. Ein Blog ist meins. Entscheidend was man daraus macht.

Die Leser verschwinden wenn man nichts mehr veröffentlicht. Alle. Würde man diese neuen Dinge posten, die man nun woanders in die Welt setzt, würde auch ein Teil gehen. Aber ein anderer würde bleiben, weil ihn auch das neue interessiert. Neue Leser kommen hinzu.

Immer wieder von vorne anfangen ist ähnlich sinnvoll wie nach dem Spielzeug der anderen zu trachten. Man übersieht dabei, was man an den eigenen Dingen hat.

Und trotz all der Einsicht fällt es mir schwer etwas zu beenden. Der englische Blog für kleine Gedanken. Könnte ich hier auch schreiben. Auch in englisch. Der private Blog mit literarischen Ausbrüchen. Schon schwieriger, aber hat es hier früher oft gegeben und die Menschen sich daran erfreut. Nur dass zu viel autobiographische Elemente hineininterpretiert wurden, nervte. Der Gemeinschaftsblog lässt sich nur schlecht integrieren.

Immer wieder der Blick auf andere Blogs, bei denen gefühlt Themen zentraler sind. Besinne mich darauf, dass mir das nicht so wichtig ist. Ich, ich, ich. Themendings kann frei fliegen. Gastbeiträge, Startupblog und so. Hier ist auch Meta wie jetzt willkommen. Auch wenn es sich immer wieder wiederholt. Manche interessiert es. Andere nicht. Ignorieren ist einfacher als etwas finden, das es nicht gibt.

Und: Weniger Sorgen machen.

Inspiriert durch Max.

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

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  1. Es ist was es ist. Und ich finde es toll. Du bist einer der Gründe, weshalb ich selbst angefangen habe zu bloggen. Zweifel und Sorgen gehören dazu, sonst wäre es nicht echt.

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