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Ausbildungsplätze für spanische Jugendliche in Deutschland

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Im Radio davon gehört, noch nicht weiter eingelesen. Aber möchte meine ersten Gedanken dazu festhalten. Arbeit, Beschäftigung, Sinn. Mein neues Lieblingsthema.

Ich finde es super, dass man Jugendliche dabei unterstützt nicht nur im eigenem Land, sondern in ganz Europa nach möglichen Ausbildungsplätzen zu suchen. Wenn das funktioniert, dann hilft es höchstwahrscheinlich dem Zusammenhalt und der gegenseitigen Akzeptanz. Wenig ist dafür hilfreicher, als sein Umfeld und damit seine Perspektiven zu wechseln. Zugleich bekommen Menschen in ausbildenden Betrieben eine neue Perspektive durch die Jugendlichen. (“Spanier sind faul. Der in unserem Betrieb ist nur eine Ausnahme.” Hust.)

Es wurde etwas von einer europäischen Datenbank für Ausbildungsplätze gesprochen. Davon halte ich schon wieder weniger. Das klingt zuerst auch ganz gut, aber ich stehe ihm eher kritisch gegenüber. Solche Projekte sind oft sehr teuer und werden nach ein paar Monaten bis Jahren wieder eingestampft, weil sich entweder die Leute nicht dafür interessieren oder weil das Budget aufgebraucht ist und sich niemand mehr darum kümmert. Bin für Gegenbeispiele offen.

Während ich die Förderung des intereuropäischen Austausches toll finde, fürchte ich, dass es kurzfristig wenig Verbesserung für die Arbeitslosensituation in Spanien bringt. Je nachdem wie das ganze aufgezogen ist, natürlich. Ich gehe einmal davon aus, dass es sehr strukturiert mit Bewerbungs- und Verteilungsphasen und zahlreichen Kriterien abläuft. Statt viele spanische Jugendliche nach Deutschland karren zu versuchen, würde ich als Gegenentwurf Deutschen (oder wem auch immer) Geld in die Hand geben, um Ausbildungsbetriebe in Spanien aufzubauen. Die Leute vor Ort unterstützen lokal etwas aufzubauen, wo die Gemeinschaft von profitiert und was sie im Idealfall später selbst erhält oder mit geringen Zuschüssen betrieben werden kann.

Und daneben wäre es noch toll, wenn man mehr über Vollbeschäftigung und Alternativen sprechen würde. Bedingungsloses Grundeinkommen. Dazu empfehle ich diesen Text, den ich glaube ich im jawl entdeckt habe.

Jugendlichen Denkweisen und Perspektiven geben ist gut, sie in bestimmte Berufe drängen weniger.

Und jetzt lese ich mich etwas ein, um zu sehen, wie lächerlich dieser Beitrag für Leute klingt, die sich auskennen. Gerne auch Hinweise in die Kommentare.

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite freiberuflich als Social Media Analyst und veröffentliche jährlich einen Blogbeitrag. | | | Newsletter

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