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Der Vergangenheit nachweinen

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Das Internet als Erweiterung meines Körpers. Ich saß vor meinem Laptop und es spürte sich wie ein mächtiger Kontrollraum an. Nicht dass ich je irgendwas unter Kontrolle gehabt hätte. Aber ich konnte beobachten und hatte ein gutes Gefühl was los ist und wo ich meine Meinung einwerfen konnte, um gehört zu werden. Gehört werden. Gelesen werden. Kommentare, Mails, Rückmeldungen. Austausch. Heute bediene ich zu viele Kanäle und der Großteil meiner Worte verstummt auf halbem Weg.

Ich war so viel online, dass ich glaubte, dass alles auch funktionieren würde, wenn ich nur noch online bin. Eine Fehleinschätzung. Jedenfalls ohne mich neu zu erfinden. Haha. Worum es mir eigentlich geht: Spielen.

Wien bot mir fast jede Woche eine Veranstaltung. Und durch wundersame Begebenheiten kannte man mich. Kein ständiges neu vorstellen, sondern von fremden Menschen begrüßt und angesprochen zu werden. Auf jeder dritten Veranstaltung stand ich vorne oder war für irgendwas zuständig. Gefühlt. Und sei es nur ein Livestream. Nur.

Ausrichtungskrise. Wer bin ich. Wo will ich hin. Warum und überhaupt. Nichts neues. Alle Abonnenten auf einen stillen Blog umgeschaufelt. Jetzt die Überlegung sie zurückzuholen.

Visualiserungen. Verbindungen. Interaktionen. Zumindest vorerst. Arbeit wird mich immer begleiten. Livestreams sind nahezu verschwunden. Wissenschaft ist zurück. Ironblogger OWL und Uni für neue Begegnungspunkte.

Und ein Blog, der nur noch für mich da ist.

Hihi.

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

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