Monat: Oktober 2013

  • Human Enhancement – Inszenierungen der technischen Verbesserung des Menschen (Samuel Müller)

    Das letzte neue Seminar für mich. Das erste Seminar für Samuel Müller, das er leitet. Kommt aus der Soziologie und bevorzugt im Seminar zu duzen. Hashtag: #enhance.

    Wie der Titel schon sagt, geht es um den Umgang der Medien mit technischen Verbesserungen/Veränderungen des Menschen. Auch hier wird es Referate (15-30min) zu den unterschiedlichen Themen geben. Dabei werden einerseits wissenschaftliche Texte dazu gelesen und andererseits Medieninhalte vorgestellt, wo das Thema vorkommt. In der Diskussion wird beides miteinander in Zusammenhang gebracht.

    Human Enhancement finde ich ich sehr spannend, wie gut das Seminar mit neuen Erkenntnissen mithalten kann, wird sich, aufgrund des Medienfaktors, zeigen. Die Herangehensweise finde ich gut, habe aber eine geringe Befürchtung, dass es Wiederholungserscheinungen geben wird.

    Etwas verwundert hat mich die Aktivität der Studierenden und dass niemand etwas mit Quantified Self anfangen konnte oder es nicht zu erkennen gegeben hat. Das Thema habe ich mir auch direkt für mein Referat geschnappt.

    Unterlagen gibt es in koaLA und dem Seminarapparat.

  • »Botschaft oder Rauschen?« – Michel Foucault und die Medien bei Katrin M. Kämpf

    Schon so oft über Foucault gesprochen und gehört, dass es Zeit wurde, mich intensiver mit ihm zu beschäftigen. Hashtag: #rausch. wäre wohl klüger. Vielleicht in Zukunft.

    Wir werden unterschiedliche Texte von und rund um Foucault lesen und in Referaten jeweils Artefakte dazu suchen und darüber diskutieren. Etwa der Museumsraum oder ein Computerspiel als Heterotopie. Dabei geht es nicht darum, dass die Studierenden alles perfekt ausarbeiten. Auch Fragen sind in Ordnung. Ein Einstieg für die Diskussion und aktiver daran teilnehmen.

    Programm Teil 1, Teil 2.

    Als inhaltlichen Einstieg schauen wir einen Kurzfilm zu Foucault über den wir anschließend diskutieren. Ein paar Dinge die hängen blieben. Foucault wurde vor allem als Kontrast zu Sartre gesehen und Snobs fanden ihn großartig. Wobei mit Snobs vor allem die Hipster der damaligen Zeit gemeint gewesen sein dürften. In den Medien wurde teilweise mehr über seinen Erfolg als über seine Inhalte gesprochen. Eine Aussage von ihm “Wahrheit hat eine Geschichte” und sie ist stark von der jeweiligen Zeit abhängig. Foucault meldete sich immer wieder zu konkreten Themen anstatt sich mit absoluten Wahrheiten zu beschäftigen, wie es andere Philosophen der Zeit taten. Foucault widersprach, dass Macht besitzbar ist, viel mehr ist sie ein Geflecht und hat auch mit Zuschreibung zu tun. Macht erzeugt Wissen und Wissen Macht. Repression ist vor dann interessant, wenn jemand darunter leidet. Foucault wollte keinen Sinn geben, sondern eine Tat vollbringen. Am Ende eines Buches stand er am Anfang seines nächsten, weil das vorherige neue Fragen und Überlegungen aufgeworfen hatte. Etwa verlor er das Interesse an Macht als Thema und ging zu Wahrheit über. Foucault hat sich keine klassisch Wissenschaftlichen Archive angeschaut, sondern neue aufgetan. Etwa Krankenakten.

    In der Diskussion wurde ich anscheinend als jemand mit guten Vorwissen wahrgenommen. Selbst würde ich das nicht behaupten können. Aber ich finde sowohl das Thema als auch wie die erste Einheit ablief interessant und freue mich auf die folgenden Einheiten.

    Am 3.12.2013 werde ich ein Kurzreferat über Codes und Botschaften halten.

  • 10 Antworten

    Ich wurde nicht genannt, aber das hat mich bisher nur selten davon abgehalten.
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  • Unzufriedenheit bei Agenturen

    Ich habe Ambuzzador immer als positiv im Umgang mit Blogger_innen wahrgenommen. Das erste Mal habe ich vor 4 Jahre mit ihnen zum Start von Android zusammengearbeitet.

    Inside ambuzzador

    Gestern Nacht habe ich auf Twitter eine Direktnachricht aus Berlin bekommen. Ob ich jemanden aus der Firma kenne mit Link zu http://ambuzzador-insider.tumblr.com/. Ein anonymer tumblr, der sich über die Arbeitsbedingungen bei Ambuzzador beschwert. Beiträge seit Ende August 2013. Entweder hat die betroffene Person noch nicht gekündigt oder ist weiterhin im nahen Umfeld der Agentur. Darum geht es aber gar nicht.

    Zentrale Kritikpunkte sind die großen Arbeitsmengen bei schlechter Bezahlung und wenig Anerkennung von oben. Auch fehlende Rückenstärkung, wenn es Probleme gibt und lieber ein Mitarbeiter vor den Zug geworfen wird, als dass Kritik eingesteckt wird. Nichts was mich besonders verwundert. Ich kenne es bisher aus fast jeder Agentur für oder mit der ich gearbeitet habe, dass die Mitarbeiter ständig überarbeitet sind. Was ich aber auch kenne, sind die Gründer_innen, die selbst am härtesten arbeiten.

    Was finde ich am tumblr nun berichtenswert? Dass es wer veröffentlicht. Selbst wenn es anonym ist. Und ich finde, dass dies noch viel mehr Menschen machen sollten. Natürlich ist es wichtig Dinge im Unternehmen anzusprechen, aber das klappt nicht immer so. Und gerade Unternehmen, die nach außen ständig glänzen, haben oft intern einen gewissen Glücksdruck.

    Ich weiß nicht was aus dem tumblr tatsächlich stimmt und was nicht, aber ich weiß, dass diese Probleme in fast allen Agenturen, die ich kenne, vorhanden sind. Und das ist nicht gut.

  • Kulturtechniken bei Christoph Neubert

    Die letzte Lehrveranstaltung meiner Uniwoche beginnt am Mittwoch um 16:00 Uhr. Möglicherweise kommt später noch ein Tutorium, das zeitlich daran anschließt hinzu. Gebäude W, einmal über die Straße. Ich habe es als #ktech verhashtaggt.

    Ein weiteres Lektüreseminar. Finde ich gut. Die Studierenden sind bunt gemischt. Erstes bis neuntes Semester, viele aus den Medienwissenschaften, einige aus den Populärmusikzweig. Für den großen Schein bedarf es einer Arbeit von etwas dreizehn(?) Seiten. Vorab ist ein einseitiges Exposé mit Literaturliste und Gliederung nötig, welches mit Neubert in seiner Sprechstunde durchgegangen wird. Für einen kleinen Schein (qualifizierte Teilnahme) wird ein Kurzreferat gefordert. Finde ich durchaus ansprechend. Weiters ein Reflexionspapier mit 1 bis 1,5 Seiten. Wie sich die Inhalte des Moduls aufeinander beziehen. Hier bin ich mir nicht sicher, ob das nur für Modulabschluss oder innerhalb des Seminars vorgesehen ist.

    Unterlagen gibt es im eSeminarapparat. Mit zweistelligen Passwort. Dieser wird übrigens von der Bibliothek verwaltet, was ich als einen der sinnvolleren Ansätze im eLearning Dschungel empfinde.

    Weiter mit Inhalt. Wo ist die Verbindung zwischen Agrarwirtschaft und Medienwissenschaften? Der Begriff der Kulturtechnik kommt von dort. Es folgen einige Minuten wilde Spekulationen und Diskussionen. Der Tag war schon etwas lange und ich verliere hin und wieder den Faden. Manchmal kann ich den Gedanken gar nicht folgen. Kultur, Technik und Natur. Der Mensch unterscheidet sich über die Kultur von Tieren. Wobei auch diese Trennung nicht immer eindeutig ist. Ameisen und Bienen als “Kulturvölker”. Mensch-Tier, Kultur-Natur.

    Gatter als Medium. Wege. Kornspeicher.

    Telekommunikation als Folge des sesshaft werden. Als Jäger hineindenken in die Beute, ähnliches Verhalten. Sobald man die Tiere einzäunt, eine klare Trennung.

    Zauberwort Eigentum.

    Berliner und Weimarer Schule prägten den Begriff der Kulturtechnik. Gruppe ‘Bild, Schrift, Zahl’ fällt.

    Wir werden grundsätzliche Texte lesen und das Feld ordnen. Körper, Architektur, Symbole, Raum, Sozialtechniken und Medizin.

    Zum Abschluss nochmals der Hinweis, dass wir jederzeit Texte einbringen können. Finde ich auch gut.

    Das Seminar hat unter einem etwas schleppenden Start gelitten. Auch bin ich mir unsicher über die restlichen Teilnehmer_innen. Es ist alles etwas theoretisch. Finde ich spannend, aber auch schwer. Nun hängt vieles von den Texten ab und wie lebhaft die Diskussionen werden. Ich werde mich bemühen.