Monat: Februar 2014

  • Mit 2 Klicks Beiträge auf /r/blognetz posten

    Mit 2 Klicks Beiträge auf /r/blognetz posten

    Damit ihr /r/blognetz (Ankündigung) angenehmer nutzen könnt, habe ich euch ein Bookmarklet zusammenkopiert. Damit könnt ihr Blogposts mit zwei Klicks in /r/blognetz posten. URL und Titel werden automatisch übernommen, ihr müsst dann lediglich die Kategorie eingeben. Ziel ist es gemeinsam die besten deutschsprachigen Blogposts zu teilen. Ein wichtiger Teil dafür ist das posten von Beiträgen und der andere das voten im Subreddit.

    Bookmarklet nutzen

    Zuerst müsst ihr das das Bookmarklet in eure Lesezeichenleiste ziehen.

    ? /r/blognetz

    blognetz bookmarklet

    Falls das hineinziehen nicht funktioniert, könnt ihr irgendein Bookmark erstellen und dieses dann editieren. Einfach statt des Links folgenden Code einfügen:
    javascript:location.href='http://www.reddit.com/r/blognetz/submit?url='+encodeURIComponent(location.href)+'&title='+encodeURIComponent(document.title)+'%20%5B%5D'

    Wenn ihr nun einen interessanten Blogpost seht, könnt ihr einfach auf das Bookmarklet klicken und schon wird der Titel und die URL automatisch in der reddit-Eingabemaske angezeigt. Nun nur noch die Kategorie des Beitrags ergänzen und posten.
    reddit bookmarklet

    Bookmarklet mit Kategorie

    Falls ihr viele Artikel einer bestimmten Kategorie postetm könnt ihr das Bookmarklet direkt um die Kategorie erweitern. Für [Food] würde es etwa so aussehen:

    ? /r/blognetz [Food]
    javascript:location.href='http://www.reddit.com/r/blognetz/submit?url='+encodeURIComponent(location.href)+'&title='+encodeURIComponent(document.title)+'%20%5BFood%5D'

    Wichtig ist, dass die Kategorie richtig encodiert ist.

    Doppelte Links

    Im Moment habe ich noch wenig Sorge, dass Links mehrfach gepostet werden. Grundsätzlich gibt reddit auch Bescheid, wenn ein Links bereits gepostet wird und man sollte diesen dann upvoten. Allerdings klappt das nicht immer. Falles es zu größeren Problemen damit kommen sollte, werde ich mir Gedanken bezüglich einer Lösung machen.

    Viel Spaß beim posten, voten und entdecken.

  • #blognetz trifft reddit: Hundertausend Leser

    Blognetz

    In zwei Monaten wird #blognetz ein Jahr alt. Es ist still geworden um das Projekt. In der Facebookgruppe gibt es nach wie vor einen aktiven Austausch rund ums bloggen. Es gibt eine Vernetzung zwischen den Blogger_innen und unterschiedlichen Gruppen. Ende letzten Jahres habe ich darüber nachgedacht, wie es mit der Gruppe weitergehen soll. In diesem Beitrag möchte ich die erste Erweiterung des Projektes vorstellen. Ein Ort, wo man seine Blogbeiträge teilen kann, um neue Leser zu erreichen.

    Viele Menschen erreichen, wenige belästigen

    Facebookgruppen funktionieren relativ gut für Diskussionen, aber wenn 4000 Blogger beginnen ihre Links abzuladen kann nur Chaos entstehen. Nicht jeder Blogbeitrag interessiert jeden, nicht jeder Blogbeitrag hat die gleiche Qualität. Facebookgruppen sortieren lediglich nach Aktualität und spucken zusätzlich nach Edgekriterien in den Newsfeed. Kurz habe ich diskutiert, ob man je Thema eine Gruppe eröffnen sollte, aber das würde eher noch mehr Probleme schaffen. Beiträge, die mehrfach gepostet werden, Beiträge, die nirgends so richtig passen und Leser die von den vielen Beiträgen in ihrem Newsfeed genervt sind.

    Eine andere Möglichkeit wäre alle Beiträge der Blogs, die bei #blognetz registriert sind, auf einer Übersichtsseite anzuzeigen. Jede Blogger_in wurde genötigt eine Kategorie anzugeben, wodurch man eine grundsätzliche Übersicht erstellen könnte. Blogs ohne konkreter oder mit zu allgemeiner („Persönlich“) Kategorie, wie auch dieser, gehen unter, obwohl die einzelnen Beiträge sehr gut in eine spezielle Sparte passen. Außerdem ist der Zeitfaktor wieder schwierig. Die Beiträge würden nach Aktualität geordnet werden. Zu Stoßzeiten hunderte Beiträge. Wie viele soll man anzeigen? Nicht ideal, auch wenn ich mit den Feeds in Zukunft noch Pläne habe.

    Die Probleme sind schon mehrfach gelöst worden. Hackernews ist ein tolles Beispiel für eine Themenseite, die user-submitted links mithilfe von Voting und Algorithmen moderiert. Funktioniert das auch mit mehreren Themen? Ich finde reddit bekommt das ziemlich gut hin. Früher mal digg und die deutsche Kopie yigg, welche auch einen Neustart probiert. Möchte ich ein reddit für Blogs bauen? Nein. Stattdessen möchte ich die bestehende Infrastruktur nutzen und einen eigenen subreddit für deutschsprachige Blogpostings aufbauen.

    Website für Informationen und Visualisierungen zu den Blogs und Blogger_innen, Facebookgruppe für Diskussionen und subreddit für Blogbeiträge.

    Robuster Algorithmus, Stabilität und bestehende Nutzung

    Es gibt viele votingbasierte Plattformen und vermutlich auch einige mit besseren Features. Aber ich habe mich auch nicht für Facebook entschieden, weil es die bestausgestattete Plattform ist, sondern weil sie genutzt wird. Ähnlich ist es mit reddit, wobei das in Deutschland noch nicht so populär ist. Dank einer wirklich einfachen Registrierung (keine Mailbestätigung nötig) sollte das aber keine Hürde sein. Und ich nutze es aktuell intensiver als die meisten anderen Plattformen.

    reddit hält Millionen von Usern aus und ich muss mir keine Gedanken über scaling machen. Man kann träumen.

    Der Votingalgorithmus beachtet vor allem die Beschleunigung. Je früher für Beiträge gestimmt wird, desto wertvoller ist die Stimme. Damit wird verhindert, dass Beiträge lange auf der Startseite verharren. Beiträge können downgevotet werden, was zusätzlich hilft unpassendes frühzeitig auszusortieren. Über die Suchfunktion und CSS-Auszeichnungen lässt sich zusätzlich eine Kategorisierung realisieren, die wesentlich dynamischer ist als sie bei anderen Plattformen möglich wäre. Und wenn jemand unbedingt möchte gibt es auch Möglichkeiten Links automatisch, etwa über IFTTT zu posten. Was dort auch wesentlich unproblematischer ist als etwa in einer Facebookgruppe.

    Handlungsanweisungen: So nutzt ihr /r/blognetz

    Ich habe den subreddit so gestaltet, wie ich mir vorstelle, dass es am besten funktionieren wird. Das bedeutet aber nicht, dass es so bleiben muss. Wünsche und Kritik kann hier, auf Facebook oder per Mail geäußert werden.

    Blogbeitrag posten
    Blognetz_ submit

    1. Rechts oben auf Blogbeitrag posten klicken.
    2. Titel und Link eingeben.
    3. Kategorie in eckigen Klammern hinzufügen.
    4. Posten.
    5. Fertig.

    Links bitte nur einmal posten. Wenn ein Blog sehr negativ auffällt, wird die URL gesperrt. Nur falls jemand denkt, dass man einfach mehrere User anlegen kann.

    Lesen & Voten
    In der Seitenleiste sind einige Kategorien voreingestellt. Darüber könnt ihr euch Beiträge eines Bereiches anzeigen lassen. Über Suchoperatoren könnt ihr eure ganz persönliche Mischung zusammenstellen. Wenn ihr einen reddit Account habt, könnt ihr den subreddit abonnieren.

    Es gibt drei Beireiche, wo Links gelesen werden können.
    Hot – Algorithmisch bestimmte, beste Links.
    New – Hier findet ihr alle neuen Links.
    Top – Die Beiträge mit den meisten Stimmen innerhalb eines definierbaren Zeitraums.

    Das Ziel des Votings ist es die besten Beiträge für die meisten Menschen sichtbar zu machen. Jeder Beitrag hat die gleiche Chance, egal wie bekannt der Blog dahinter ist. Bitte downvoted Beiträge nicht nur, weil sie euch nicht interessieren. Beiträge, die für die angegebene Kategorie relevant sind, sollten hochgevotet werden. Spam soll logischerweise runtergevotet werden. Gute Beiträge hochgevotet.

    Kommentare hinterlasst ihr im Idealfall am jeweiligen Blog selbst.

    Los geht’s!

    /r/blognetz funktioniert am besten, wenn es von euch intensiv genutzt wird. Postet zum Start eure besten Beiträge und Beiträge von anderen Blogs, die ihr toll findet. Schaut euch die Links an und votet. Regelmäßig reinschauen und die eigenen neuen Beiträge posten lohnt sich.

  • Mein Problem mit Unternehmen, die ständig Praktikant_innen annehmen, aber nie welche übernehmen

    Nehmt euch in Acht vor Unternehmen, die regelmäßig neue Praktikumsstellen ausschreiben, aber noch nie jemanden übernommen haben.

    warum, wenn man dort als praktikant etwas lernen kann?

    Frank

    Ein Praktikum kann unterschiedliche Funktionen haben. Manchmal wird es von einer Gesamtausbildung, wie einem Studium, gefordert, manchmal dient es den Praktikant_innen zum reinschnuppern in unterschiedliche Berufsfelder, aber in Zentrum steht der Erwerb praktischer Fähigkeiten, die für den jeweiligen Bereich benötigt werden. Erwerb praktischer Fähigkeiten. Es geht also darum Dinge, zu lernen, die man bisher nicht konnte.

    Jemanden neue Dinge beizubringen ist aufwändig. Wir haben dazu Institutionen, wie Schulen und Universitäten, wo sich Menschen hauptberuflich darum kümmern anderen Menschen neue Dinge beizubilden. Theoretisches Wissen kann man recht gut optimieren und und somit mehreren zugleich etwas beibringen. Sobald es in die Praxis geht ist es schon schwieriger. Es bedarf einer 1zu1 Situation, wie man es an der Universität etwa bei Bachelor- und Masterarbeiten vorfindet. Die ausbildenden Menschen müssen sich auf die auszubildende Person voll konzentrieren und die jeweils einzigartigen Produkte der praktischen Arbeit kritisieren und bewerten.

    Bei einem Praktikum geht es fast ausschließlich um praktische Fähigkeiten. Ein Praktikant ist jemand, der zu Beginn des Praktikums relativ wenig kann und im Idealfall von unterschiedlichen Personen im Unternehmen in 1zu1 Situationen Dinge beigebracht bekommt. In einem zeitaufwändigen Prozess, wo die Praktikantin gezeigt bekommt, was sie machen muss, es macht, Feedback bekommt, es meist erneut machen muss, wieder Feedback bekommt und dennoch beim nächsten Mal noch viele Fehler macht. Ich behaupte, dass die ausbildenden Personen, die Aufgaben selbst schneller und besser erledigen könnten als jeder Praktikant. Ansonsten müssten man in Frage stellen, ob nicht diese sich von den Praktikant_innen ausbilden lassen sollten. Es findet also ein Wissenstransfer statt, der eng mit materieller Produktion verbunden ist.

    Jemanden auszubilden ist für das Unternehmen somit ein Verlustgeschäft. Die wertvolle Arbeitszeit von ausgebildetenten Mitarbeiter_innen wird dafür verwendet unternehmensfremden Personen Fähigkeiten beizubringen und dabei meist minderwertige Produkte zu produzieren. Am Ende des Praktikums, wenn die Praktikant_innen endlich soweit sind, dass sie fast gleichwertige oder sogar bessere Dinge produzieren können, wirft man sie raus und fängt wieder von vorne an? Wirkt nicht sehr logisch.

    Ich sehe drei Möglichkeiten, warum Unternehmen Praktikant_innen trotzdem annehmen.

    Im Idealfall sieht das Unternehmen das Praktikum als Möglichkeit tolle neue Mitarbeiter zu bekommen. Statt fertig ausgebildete, die in der Regel teurer sind, nimmt man Personen, die am Anfang der Karriere im jeweiligen Feld stehen und hilft ihnen weiterzukommen mit dem Ziel sie zu übernehmen. Schließlich hat man viel Zeit und Energie investiert, um sie für eine bestimmte Stelle auszubilden. Man geht also von einer klassischen betriebswirtschaftlichen Kurve aus, dass man erst mehr investieren muss, als man rausbekommt, um auf lange Sicht Gewinn zu machen. Natürlich kommen unterschiedliche Personen unterschiedlich gut mit den Anforderungen zurecht und somit werden nur die übernommen, die sich gut machen und der Rest wird als Verlust abgeschrieben.

    Die zweite Möglichkeit, die ich auch am häufigsten mitbekomme, ist die Nutzung von Praktikant_innen für minderwertige Tätigkeiten. Minderwertig nicht als grundsätzlich schlecht, sondern als Tätigkeiten, die nicht zu den Kernkompetenzen des jeweiligen Feldes gehören. Dazu gehört das typische Kaffee holen, Dinge auf die Post bringen, Dokumente kopieren oder die Wäsche der Vorgesetzten aus der Reinigung holen. Somit kosten sie keine Zeit mehr, sondern ermöglichen den Mitarbeiter_innen mehr Zeit in ihre Arbeit zu investieren. Zum Glück ist diese Form oft kombiniert mit zweckmäßigeren Aufgaben, wodurch es für das Unternehmen zu einem Ausgleich von Gewinn und Verlust kommen kann. Das Unternehmen kann dennoch herausragende Praktikant_innen übernehmen und diese vergleichsweise schnell weiter ausbilden. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Form auch teilweise den Pflichtpraktika geschuldet ist, wo es von vorne herein unwahrscheinlich ist, dass sie übernommen werden, weil sie unter Umständen noch mehrere Jahre Ausbildung vor sich haben. Zugleich bekommt man auch beim Kaffee holen einen gewissen Einblick in die Funktionsweise der Unternehmen. Allerdings fehlt in meinen Augen das eigentlich im Mittelpunkt stehende Vermitteln von praktischen Fähigkeiten.

    Die letzte Form, jene gegen die ich mich ausspreche, sind die Praktikant_innen als billige/kostenlose Arbeitskräfte. Oft erkennt man es bereits in den Ausschreibungen. Für mich gehören zu den wichtigsten Fähigkeiten, die mitgebracht werden sollten, Lernfähigkeit, Begeisterung für das jeweilige Feld und Offenheit. Hinzu kommen je nach Bereich Grundfähigkeiten wie etwa Fremdsprachen, die man unmöglich in einem Praktikum vermitteln kann. Wenn in der Ausschreibung aber schon Dinge stehen, die man eigentlich im Praktikum lernen sollte, dann passt etwas nicht. Schlimm wird es, wenn man im Unternehmen feststellt, dass man die einzige Person ist, die sich im angestrebten Bereich auskennt. Natürlich kann man sich viele Dinge selbst beibringen und ich finde es großartig, wenn Menschen sich quasi selbst ausbilden, aber dann muss man sich fragen, ob ein Praktikum das richtige ist. Stattdessen könnte man eigene Projekte umsetzen, wo man auch alleine die Lorbeeren ernten kann. Oder man strebt direkt eine normale Anstellung an und wird entsprechend seiner Fähigkeiten bezahlt. Oder man macht eine Kooperation mit einem Unternehmen, wenn man ein Projekt nicht alleine stemmen kann.

    Unternehmen, die ständig neue Praktikant_innen annehmen und nie jemanden übernehmen, sind entweder unglaublich altruistisch, indem sie Zeit und Energie in die Ausbildung von Menschen stecken, die anschließend woanders arbeiten, oder sie beuten die Praktikant_innen aus, indem sie deren Arbeitsleistung nicht angemessen bezahlen. Solche Unternehmen können ihre Leistungen wiederum oft unterhalb des Marktpreises anbieten und schaden somit auch noch anderen Unternehmen, die sich fair gegenüber ihren Mitarbeiter_innen verhalten. Als Lockmittel für Praktikant_innen wird meist von Selbstverantwortung für Projekte und den zahlreichen Möglichkeiten in der Zukunft geschwärmt. Besonders fies sind solche, die Unternehmensanteile versprechen. Dann lieber gleich ein Startup mit Freunden, das den Bach runter geht, aber man viel mehr lernt.