Schlagwort: MeWi

  • Human Enhancement – Inszenierungen der technischen Verbesserung des Menschen (Samuel Müller)

    Das letzte neue Seminar für mich. Das erste Seminar für Samuel Müller, das er leitet. Kommt aus der Soziologie und bevorzugt im Seminar zu duzen. Hashtag: #enhance.

    Wie der Titel schon sagt, geht es um den Umgang der Medien mit technischen Verbesserungen/Veränderungen des Menschen. Auch hier wird es Referate (15-30min) zu den unterschiedlichen Themen geben. Dabei werden einerseits wissenschaftliche Texte dazu gelesen und andererseits Medieninhalte vorgestellt, wo das Thema vorkommt. In der Diskussion wird beides miteinander in Zusammenhang gebracht.

    Human Enhancement finde ich ich sehr spannend, wie gut das Seminar mit neuen Erkenntnissen mithalten kann, wird sich, aufgrund des Medienfaktors, zeigen. Die Herangehensweise finde ich gut, habe aber eine geringe Befürchtung, dass es Wiederholungserscheinungen geben wird.

    Etwas verwundert hat mich die Aktivität der Studierenden und dass niemand etwas mit Quantified Self anfangen konnte oder es nicht zu erkennen gegeben hat. Das Thema habe ich mir auch direkt für mein Referat geschnappt.

    Unterlagen gibt es in koaLA und dem Seminarapparat.

  • Kulturtechniken bei Christoph Neubert

    Die letzte Lehrveranstaltung meiner Uniwoche beginnt am Mittwoch um 16:00 Uhr. Möglicherweise kommt später noch ein Tutorium, das zeitlich daran anschließt hinzu. Gebäude W, einmal über die Straße. Ich habe es als #ktech verhashtaggt.

    Ein weiteres Lektüreseminar. Finde ich gut. Die Studierenden sind bunt gemischt. Erstes bis neuntes Semester, viele aus den Medienwissenschaften, einige aus den Populärmusikzweig. Für den großen Schein bedarf es einer Arbeit von etwas dreizehn(?) Seiten. Vorab ist ein einseitiges Exposé mit Literaturliste und Gliederung nötig, welches mit Neubert in seiner Sprechstunde durchgegangen wird. Für einen kleinen Schein (qualifizierte Teilnahme) wird ein Kurzreferat gefordert. Finde ich durchaus ansprechend. Weiters ein Reflexionspapier mit 1 bis 1,5 Seiten. Wie sich die Inhalte des Moduls aufeinander beziehen. Hier bin ich mir nicht sicher, ob das nur für Modulabschluss oder innerhalb des Seminars vorgesehen ist.

    Unterlagen gibt es im eSeminarapparat. Mit zweistelligen Passwort. Dieser wird übrigens von der Bibliothek verwaltet, was ich als einen der sinnvolleren Ansätze im eLearning Dschungel empfinde.

    Weiter mit Inhalt. Wo ist die Verbindung zwischen Agrarwirtschaft und Medienwissenschaften? Der Begriff der Kulturtechnik kommt von dort. Es folgen einige Minuten wilde Spekulationen und Diskussionen. Der Tag war schon etwas lange und ich verliere hin und wieder den Faden. Manchmal kann ich den Gedanken gar nicht folgen. Kultur, Technik und Natur. Der Mensch unterscheidet sich über die Kultur von Tieren. Wobei auch diese Trennung nicht immer eindeutig ist. Ameisen und Bienen als “Kulturvölker”. Mensch-Tier, Kultur-Natur.

    Gatter als Medium. Wege. Kornspeicher.

    Telekommunikation als Folge des sesshaft werden. Als Jäger hineindenken in die Beute, ähnliches Verhalten. Sobald man die Tiere einzäunt, eine klare Trennung.

    Zauberwort Eigentum.

    Berliner und Weimarer Schule prägten den Begriff der Kulturtechnik. Gruppe ‘Bild, Schrift, Zahl’ fällt.

    Wir werden grundsätzliche Texte lesen und das Feld ordnen. Körper, Architektur, Symbole, Raum, Sozialtechniken und Medizin.

    Zum Abschluss nochmals der Hinweis, dass wir jederzeit Texte einbringen können. Finde ich auch gut.

    Das Seminar hat unter einem etwas schleppenden Start gelitten. Auch bin ich mir unsicher über die restlichen Teilnehmer_innen. Es ist alles etwas theoretisch. Finde ich spannend, aber auch schwer. Nun hängt vieles von den Texten ab und wie lebhaft die Diskussionen werden. Ich werde mich bemühen.

  • Einfu?hrung Medientheorie bei Hartmut Winkler

    Der Donnerstag startet mit Medientheorie bei Winkler. Die Lehrveranstaltung findet im Gebäude P5 statt, welches am Rande des Campus liegt. Nach einem kurzen Umweg komme ich im Hörsaal an und erfahre dass der Grund für den Ort die Menge der Teilnehmer_innen ist.

    Winkler spricht zuerst allgemein über das Studium der Medienwissenschaften. Er hat das Institut damals mitgegründet und es ist heute das drittgrößte in Deutschland. Das Institut hat sich dafür eingesetzt, dass Bologna aus der Universität keine Schule wird und die Studierenden weiterhin viele Freiheiten haben.

    Dann schauen wir einen Teil des Filmes Hellzapoppin‘ von 1941 (Stichwort ‘Watch the birdie’). Anschließend unterhalten wir uns darüber und Winkler weißt darauf hin, dass dies der letzte Film war, den wir in dieser Lehrveranstaltung geschaut haben werden. Als ‘Filmfuzzis’ würde uns der Inhalt interessieren, etwa die Darstellung der Frauen, als ‘Medienfuzzies’ interessiert uns aber stärker die Art, das wie und was. Wir kommen etwa zu dem Schluss, dass der Film medienreflexiv ist, da er immer wieder bewusst macht, dass es ein Film ist. Beispiele sind das Spiel mit typischen Filmfehlern (verrücktes Bild, Bild auf Kopf) und die direkte Ansprache der Zuschauer_innen.

    Medien sind schwierig zu untersuchen, da wir ständig von ihnen umgeben sind. Jeder weiß zu viel über Medien. Wenn wir jemanden erzählen, dass wir Medienwissenschaften erzählen, werden wir schnell erzählt bekommen, wie Medien funktionieren und wie unser Studium auszusehen hat. Bei Atomphysik würde uns das nicht passieren. Alltagswissen über Medien ist oft Unsinn, weshalb man versuchen wird uns im ersten Semester die Selbstverständlichkeit mit der wir Medien begegnen auszutreiben. Wenn wir jedoch zuviel Wissen auf einmal loslassen, landen wir in der Psychiatrie. Das kann ich aus meiner Erfahrung in Wien bestätigen. Manchmal stellt man zu viel in Frage und die eigene Welt droht auseinanderzubrechen.

    Winkler arbeitet, wie fast alle, mit einer selbst geschriebenen Einführung. Das Konzept davon finde ich spannend. Jede zweite Seite wurde leer gelassen, um die Studierenden zu ermutigen die Inhalte selbst zu vervollständigen. Und dann gibt es zu jedem Thema noch zwei Zahlen als Marker. Einer ist die Einschätzung Winklers, wie wichtig das jeweilige Thema ist und der zweite gibt an, ob es zu diesem Thema einen Konsens im wissenschaftlichen Diskurs gibt. Die zweite Nummer wurde von zwei Fachkollegen vergeben.

    Ein Bachlor Studium ist kein volles Studium.

    Dennoch wird man mit einem sinnvollen Abschluss die Universität verlassen. Festigt meine Entscheidung den Master direkt anzuhängen.

    Angeblich hat Winkler einen Theoriekurs zu Metaphern angeboten, den fast niemand besucht hat. Hätte ich spannend gefunden.

    Großen Schein gibt es bei einer Einführung nicht. Für den kleinen Schein ist das typische zweiseitige Feedbackpapier mit Erwartungen, Abschnitten zu allen behandelten Themen und Feedback selbst nötig. Semesterprogramm.

    Wagen sie ruhig einmal etwas in einer Hausarbeit. Sie sind nicht zum Noten sammeln hier.

    Am Ende der Lehrveranstaltung habe ich Winkler beim Austeilen der Reader geholfen und anschließend die übrig gebliebenen gemeinsam mit ihm zum Institut zurück gebracht. Auf dem Weg haben wir über die Unterschiede zum Studium in Wien gesprochen und wie das mit der Anrechnung funktionieren wird.

  • Grundzu?ge der Betriebswirtschaftslehre A

    Normalerweise habe ich vier Lehrveranstaltungen am Dienstag, allerdings fangen zwei davon erst in der zweiten Semesterwoche an und #medienchina fiel aus. Somit blieb nur noch ‘Grundzüge der BWL’.

    Andreas Eggert stellte sich kurz vor und wies direkt darauf hin, dass er die Vorlesung nur organisiert, nicht jedoch hält und wir ihn höchstwahrscheinlich nach dem heutigen Termin nicht wieder sehen würden. Dann ein paar kleine Umfragen. Sehr viele Wirtschaftsingenieure; die meisten Studierenden sind im dritten Semester, einige im ersten.

    Die Lehrveranstaltung wird mit koaLA begleitet, einer Lehr-/Lernplattform. Dort sind auch die Folien der einzelnen Einheiten zu finden und man kann sich mit anderen Studierenden und Tutor_innen austauschen. Weiters kann man in ILIAS sich selbst testen. Dorthin kommt man aus koaLA.

    Inhaltlich ist BWL A in fünf Fächer unterteilt. Grundbegriffe, macht mir jetzt eher wenige Sorgen, vor allem bei Beispielen wie Inventar-Inventur und Einnahmen-Einlagen. Jahersabschlüsse hingegen ist komplett neu für mich. Besteuerung ebenso, aber das finde ich interessant. Beschaffung und Produktion sowie Marketing sollten mich nicht zu stark anstrengen.

    Neben den Vorlesungen gibt es noch Tutorien zu denen man sich ab heute anmelden können soll. Diese haben leider sehr unpassende Zeiten. Entweder von 7:30 bis 9:00 oder von 18:00 bis 20:00 Uhr. In der Selbstlernphase wird man von Lernlettern unterstützt, die nochmals Inhalte nahe bringen sollen.

    Mal schauen wie interessant/fordernd das ganze wird.

  • Tauschen, Austauschen, Kommunizieren – Ökonomie aus medien- und kulturwissenschaftlicher Sicht I bei Hartmut Winkler

    Die zweite Lehrveranstaltung bei Winkler ist zugleich die dritte und letzte an meinen Montagen dieses Semester. Hashtag #tausch. Vielleicht schwenke ich da jedoch noch auf #austausch um.

    Bei Tausch geht es um Waren, bei kommunizieren um Medien und Austausch kann in beide Bereiche fallen.

    Winkler beginnt damit uns einen Text vorzulegen, den wir lesen sollen. “Ein Joghurt geht auf Fahrt”. Ein Artikel aus der Zeit 1993. Nachdem ihn alle durch sind, die Frage, was wir gelesen haben. In meinem Kopf formen sich Sätze wie: “Einen Artikel über eine Studie.”, “Möglicherweise PR.”, “Ein paar Nachrichtenfaktoren sind sofort erkennbar. Etwa die Nähe, weil es um einen Joghurt geht, etwas das fast jeder täglich auf den Tisch hat. Auch ist es etwas neues, etwas überraschendes, weil man sich im Alltag wenig Gedanken über die zurückgelegte Strecken eines Produktes macht.”, “Seitdem gab es ähnliche Studien zu zahlreichen anderen Produkten.”. Die Diskussion drehte sich dann jedoch mehr um den Inhalt des Artikels selbst als um eine Metaebene. Winkler möchte darauf hinaus, dass Verkehr etwas greifbares ist, etwas das wir uns vorstellen können. Wir vergleichen verschiedene Sphären, Waren zu Medien.

    Eine Kulturwissenschaft muss in der Lage sein kritisch zu sein. Indem man auf etwas starrt, ein Medium, lernt man wenig darüber. Über Banden und Distanz bekommt man neue Perspektiven und kann den Gegenstand manchmal besser betrachten.

    Semesterplan. Schein gleich wie bei #telehist. Für einen kleinen Schein ein zweiseitiges Feedbackpaper, für einen großen eine Arbeit.